Bürgerverein Meckenheim in Magdeburg
Jahreswechsel zwischen Geschichte und Gegenwart
Meckenheim. Am 29. Dezember 2025 traf sich die krankheitsbedingt auf 29 Teilnehmerinnen und Teilnehmer reduzierte Reisegruppe pünktlich um 08.00 Uhr zur Abfahrt mit dem Bus der Firma Jablonski Reisen am Preuschoff-Stadion in Meckenheim.
Unter der bewährten Leitung von Rotraut de Haas sowie des ebenfalls erfahrenen Ehepaars Elisabeth und Stefan Reitler, er als Fahrer, sie als engagierte Betreuerin der Reisegäste, führte die erste Etappe zur Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn.
Während der rund zweieinhalbstündigen, sehr informativen Führung durch die Abfertigungsbereiche und Kontrollgaragen stellte sich bei einigen Teilnehmenden, die die frühere DDR-Grenze in der Vergangenheit auch als Berlin-Besucher passiert hatten, erneut das bedrückende Gefühl der Überwachung ein. Die kalte, graue und nasse Witterung verstärkte diesen Eindruck zusätzlich.
Anschließend ging es weiter nach Magdeburg. Das Maritim-Hotel wurde am frühen Abend erreicht. Die Unterkunft überzeugte durch ihre Architektur, deren Innenbereich stellenweise an ein Kreuzfahrtschiff erinnert.
Am nächsten Morgen traf sich die Gruppe mit dem Stadtführer Kurt Krause zu einer Rundfahrt mit dem Bus durch das festlich beleuchtete und ansprechend herausgeputzte Magdeburg.
Danach folgte die Weiterfahrt zum Wasserstraßenkreuz Hohenwarthe/Möser, wo der Mittellandkanal die Elbe überquert. Nach der Wiedervereinigung wurde mit dem Projekt Deutsche Einheit Nr. 17 im Jahr 2003 die Kanalbrücke Magdeburg, die sogenannte Trog-Brücke, über die Elbe fertiggestellt. Dadurch verlor das alte Hebewerk seine Funktion, wird jedoch weiterhin als Denkmal betrieben.
Die Fahrt führte anschließend nach Jerichow mit einem Fotostopp am ältesten, im 12. Jahrhundert aus Backstein errichteten Kloster Deutschlands.
Von dort ging es weiter in die Hansestadt Tangermünde. Eindrucksvoll präsentierte sich die massive, hohe Stadtmauer aus Backstein mit dem Neustädter Tor und dem Elbtor. Durch Letzteres ritt bereits Kaiser Karl IV. im Jahr 1373 in die Stadt ein.
Besichtigt wurde die St.-Stephans-Kirche mit ihrer Astronomischen Uhr, die Mondphasen, Sternenhimmel, Tierkreiszeichen und die Tageslängen des Lichtes zeigt. Es schloss sich ein sehr informativer Stadtrundgang mit Kurt Krause an.
Anschließend erfolgte die Rückfahrt nach Magdeburg.
Am Silvestertag stand am Vormittag nach einer weiteren Stadtrundfahrt die Besichtigung des Magdeburger Doms mit Führung auf dem Programm. Die Reisegruppe wurde geteilt, die zweite Gruppe von Frau Meyer geführt.
Der Dom ist die erste gotische Kathedrale Deutschlands. In ihm befinden sich die Grabstätten des deutschen Kaisers Otto des Großen und seiner ersten Frau Editha.
Die Führung erwies sich als sehr informativ und interessant. Der restliche Tag stand bis zum Abend zur freien Verfügung.
Am Abend folgte die Silvester-Gala im Maritim-Hotel. Die Tische waren sehr festlich dekoriert. Auf der Bühne sorgte ein DJ für Musik, ergänzt durch eine Künstlerin mit atemberaubender Performance im Abendprogramm. Ein üppiges Gala-Buffet wurde angeboten. Um Mitternacht fand ein fröhlicher Sektumtrunk mit „Mitternachtssüppchen“ statt.
Am Neujahrstag stand am späteren Vormittag eine weitere Führung auf dem Programm, diesmal unter der Leitung des Ehepaars Krause in und auf der Grünen Zitadelle.
Der Name des Gebäudes leitet sich vom grasbewachsenen Dach mit einer großen Anzahl gepflanzter Bäume ab. Diese bezeichnete Hundertwasser als „Baumbewohner“, deren Pflege den Mietern oblag. Eine Vernachlässigung stellte einen Kündigungsgrund dar. Die Fertigstellung des Gebäudes erlebte Hundertwasser leider nicht mehr.
Anschließend ging es zur Oper Magdeburg und zum dort stattfindenden Neujahrskonzert des Philharmonischen Orchesters Magdeburg. Ein Nachmittag, der bei allen Besucherinnen und Besuchern wohl noch lange in Erinnerung bleiben dürfte. Die norwegische Gastdirigentin Cathrine Winnes, bekannt für ihre mutigen und innovativen Programmgestaltungen, überzeugte mit großer Präsenz und begeisterte gemeinsam mit dem Philharmonischen Orchester das Publikum. „Standing Ovation“!
Am nächsten Morgen erfolgte um 09.30 Uhr die Rückfahrt nach Meckenheim, wo die Reisegruppe am späten Nachmittag wohlbehalten wieder eintraf.
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