Allgemeine Berichte | 16.03.2021, 10:52 Uhr

Bundesverdienstmedaille an Gero Nölken aus Wachtberg

Jahrzehntelanges Engagement für die Integration von Geflüchteten

Gedanke der Hilfe zur Selbsthilfe immer wichtig gewesen

v.l.n.r. den Träger der Bundesverdienstmedaille Gero Nölken und Landrat Sebastian Schuster. Foto: Rhein-Sieg-Kreis
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Rhein-Sieg-Kreis. Mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland wurde jetzt Gero Nölken aus Wachtberg für sein jahrzehntelanges Engagement für die Integration von Geflüchteten und im kirchlichen Bereich ausgezeichnet.

Seitdem Ende der 1980er Jahre der „Ökumenische Arbeitskreis“ in Wachtberg gegründet wurde, hat Gero Nölken sich dafür engagiert. 1990 wurde daraus offiziell der „Ökumenische Arbeitskreis zur Betreuung von Aussiedlern und Asylbewerbern“ in Wachtberg. Seit 2015 ist Gero Nölken auf evangelischer Seite erster Vorsitzender des Arbeitskreises. Der Arbeitskreis hat zum Ziel, die Ökumene in der Gemeinde zu verankern und Flüchtlinge in Wachtberg zu integrieren. Für die Verwirklichung dieses Ziels bringt sich der Wachtberger ganz praktisch ein: mit der Unterstützung Geflüchteter bei Behördengängen, bei Wohnungsbesichtigungen, bei der Suche nach Ausbildungs- und Praktikumsplätzen sowie bei anfallendem Schriftverkehr. Hinzu kommt, zusammen mit dem Arbeitskreis, die Organisation des wöchentlichen Kleiderpavillons, des „Samstagstreffs“ und die Koordination der Übernahme von Patenschaften für Familien. „Heute basiert die Flüchtlingshilfe auf dem Drei-Säulen-Modell, einer Zusammenarbeit des Deutschen Roten Kreuzes, der Gemeinde Wachtberg und des Ökumenischen Arbeitskreises“, heißt es in der amtlichen Ordensbegründung. Gero Nölkens beispielhafter Einsatz für die Integration habe eine hohe Tragweite für das Allgemeinwohl, so die amtliche Ordensbegründung.

Gero Nölken unterstützt darüber hinaus gehend den Arbeitskreis mit der Organisation von ökumenischen Bibelwochen, Gottesdiensten und Diskussionsabenden zu theologischen Themen. Dank des Arbeitskreises wird die Ökumene in Wachtberg gelebt.

Heimat ist für den Werthovener nicht nur ein Wort, sondern gelebte Wirklichkeit

Schon 1982 trat Gero Nölken dem „Bürgerverein Werthoven“ bei. Elf Jahre lang hatte er die Geschäftsführung inne, seit vier Jahren ist er Kassenprüfer des Vereins. Dabei lag ihm besonders der Bau der Begegnungsstätte „Pössemer Treff“ am Herzen. Er war einer der wenigen Engagierten, der weit über 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leistete, um diese Begegnungsstätte für Jung und Alt zu realisieren.

Darüber hinaus ist Gero Nölken auch parteipolitisch als Mitglied der FDP und auch immer wieder als Ortsvertreter aktiv.

„Dass unsere Gesellschaft nicht auseinanderfällt, dass Zusammenhang und Zusammenhalt gestärkt werden – das geschieht eben nicht von allein, sondern das geschieht durch den tagtäglichen Einsatz derer, die für sich selber eine wichtige Aufgabe entdeckt haben und ihr mit Leidenschaft nachgehen“, mit diesen Worten überreichte Landrat Sebastian Schuster an Gero Nölken die Ordensinsignien verbunden mit den Glückwünschen des Ministerpräsidenten Armin Laschet und der Regierungspräsidentin Gisela Walsken.

„Mir ist bei meinem Engagement für die geflüchteten Menschen immer der Gedanke der Hilfe zur Selbsthilfe wichtig gewesen, so dass sie es schaffen, hier in Deutschland auf eigenen Füßen zu stehen“, unterstrich Gero Nölken bei der Ordensverleihung die persönliche Motivation für seinen Einsatz.

Pressemitteilung

des Rhein-Sieg-Kreises

v.l.n.r. den Träger der Bundesverdienstmedaille Gero Nölken und Landrat Sebastian Schuster. Foto: Rhein-Sieg-Kreis

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