Fahnenschwenken bei der Johanneskirmes in Bruchhausen
Jan-Philipp Wallek ist neuer Bundesmeister aller Klassen
Bruchhausen. Eine Woche zuvor hatte der 1. Fähnrich der Bruchhausener Junggesellen, der Nönghüüder Philipp Schmitz, in Erpel als Nachfolger von Dominik Schwager die Bundesmeisterschaft in Fahnenschwenken errungen. Am Sonntagnachmittag der Johanneskirmes saß er zusammen mit Florian und Manfred Paaßen sowie dem Unkeler Martin Schmitz in der Jury, vor der neun Fähnriche ihr Können in der Hoffnung präsentierten, den Pokal des Bundesmeisters „aller Klassen“ aus Bruchhausen zu entführen, den Philipp Schmitz im Vorjahr auf der Pantaleon-Kirmes in Unkel gewonnen hatte.
Und der bleibt nach dem Fähndelschwenken im Bruchhausener Festzelt nun endgültig bei den Junggesellen der Kulturstadt am Rhein, überzeugte Jan-Philipp Wallek doch auch im Finale der fünf besten Schwenker die Jury. „Wir haben den 1996 von Erika Zimmermann gestifteten Pokal nun bereits zum sechsten mal gewonnen, sodass er laut den Bedingungen jetzt uns gehört“, freute sich der Unkeler Fähnrich über seine erfolgreiche und folgenschwere Titel-Verteidigung, nachdem er in Erpel Philipp Schmitz unterlegen war und sich mit dem Titel als Siebengebirgsmeister hatte zufrieden geben müssen vor dem Leubsdorfer Lukas Ley, dem im Bruchhausener Finale die Fahne entglitten war.
Den Triumph der Unkeler Fähnriche komplettierte Björn Hübenthal, auch wenn dieser „nur“ mit dem Wachtberg-Wanderpokal von der Höhe ins Rheintal zurückkehrte, während Georg Seul vom katholischen Junggesellenverein Sankt Wendelinus 1850 Koisdorf als Zweitplazierter die Westerwaldmeisterschaft auf die anderen Rheinseite in den Sinziger Stadtteil entführte. Das allerdings äußerst knapp. „Sein Vorsprung war hauchdünn. Gerade einmal ein Punkt trennte die beiden Fähnriche und das sowohl beim ersten Schwenken wie auch später im Finale“, verriet Florian Paaßen nach der Siegerehrung. DL
