Allgemeine Berichte | 17.08.2021

Großzügige Spende für den Gnadenhof Anna in Neukirchen

Jana Ina und Giovanni Zarella wollen die Chefin heiligsprechen

Das Tierasyl war mit dem „Goldenen Fressnapf“ ausgezeichnet worden und wurde kurz darauf ein Opfer der Flutkatastrophe – Weitere Spenden und Hilfeleistungen dringend benötigt

Über einen Spendenscheck über 23.100 Euro, der vom Promi-Ehepaar Jana Ina und Giovanni Zarella sogar noch auf 30.000 Euro aufgestockt wurde, freute sich Heike Schneider, die Vorsitzende des Vereins „Gnadenhof Anna“ in Rheinbach-Neukirchen mit ihrem Mischlingshund „Wanda“. Foto: JOST

Rheinbach-Neukirchen. Eine Achterbahn der Gefühle erlebte Heike Schneider aus Neukirchen in den vergangenen Wochen. Die Vorsitzende des Vereins „Gnadenhof Anna e.V.“ musste in der Nacht der Flutkatastrophe miterleben, wie der Gnadenhof ein Opfer der unvorstellbaren Wassermassen wurde. Über einen Meter hoch stand das Wasser auf dem ganzen Gelände, das an einer der tiefsten Stellen von Neukirchen liegt. Neun der insgesamt 96 Tiere, die dort ihren Lebensabend genießen, verloren dabei ihr Leben, das komplette Erdgeschoss des Hofes wurde verwüstet. „Unser ganzes Team war verzweifelt“, sagt sie. Doch in der Stunde der größten Not erschien gestern unverhoffte Hilfe. Das aus dem Fernsehen bekannte Promi-Ehepaar Jana Ina und Giovanni Zarrella („Jana Ina & Giovanni – Pizza, Pasta & Amore“ auf Pro Sieben) überreichte ihr nicht nur den „Goldenen Fressnapf“, sondern auch noch eine Spende in Höhe von 23.100 Euro aus der Tierschutz-Initiative „Tierisch engagiert“ der Fachhandelskette für Tierbedarf „Fressnapf“. Aus eigener Tasche stockten die beiden TV-Stars die Spende sogar auf 30.000 Euro auf – da verschlug es sogar der ansonsten sehr eloquenten Vereinschefin die Sprache. Zumal ihr absoluter Lieblingssänger Giovanni Zarella, der mit seiner neuen Solo-CD „ciao“ im April Platz 1 der deutschen Album-Charts belegte, ihr auch noch ein tolles Kompliment machte: „Menschen wie Heike Schneider müssten eigentlich heiliggesprochen werden!“

Promi-Ehepaar will sich für den Tierschutz engagieren

Seitdem das Ehepaar Zarrella im vergangenen Jahr die kleine Mischlingshündin „Cici“ – abgeleitet vom italienischen „Cipolletta“ für Zwiebelchen – aus dem Tierheim Köln adoptiert hatte, engagieren sich beide mit ganzem Herzen und doppeltem Einsatz für Tiere in Not und machen auf die wichtige Arbeit von Tierschützern aufmerksam. „Wir sind seither mit dem Tierheim im Austausch geblieben und haben bei einem Blick hinter die Gitterstäbe gesehen, wie viel Arbeit das ist und wie knapp die Tierschützer ständig finanziell sind“, berichtet Giovanni Zarella. „Deshalb haben wir beschlossen: wir wollen ein Teil des Ganzen sein und uns für die Tierschutz engagieren.“ Schmunzelnd erinnert er sich daran zurück, dass er in der ersten Zeit der Beziehung mit seiner späteren Frau Jana Ina deren Herz noch mit ihrem geliebten Dackel „Tyson“ teilen musste, der im März vergangenen Jahres mit 17 Jahren über die Regenbogenbrücke ging.

So unterstützt das prominente Ehepaar auch die „Fressnapf“-Initiative „Tierisch engagiert“, mit dem ganz besondere Tierschutzprojekte gefördert werden. Jana Ina Zarella ist sogar in der Jury die für den „Goldenen Fressnapf“, der in diesem Jahr an neun vorbildliche Initiativen verliehen wurde. Eine davon ist der „Gnadenhof Anna“ in Neukirchen, der ursprünglich 3100 Euro als Preisgeld erhalten sollte. Doch kurz bevor die Preisverleihung vonstattengehen sollte, geschah die Flutkatastrophe, sodass Fressnapf spontan noch einmal 20.000 Euro draufsattelte. „Das ist ein guter Anfang für den Neuaufbau, und du sollst wissen: Ihr steht nicht allein, wir stehen hinter euch“, versicherte die TV-Moderatorin. Doch damit nicht genug: „Auf der Fahrt hierher haben wir uns spontan überlegt, die Spende auf 30.000 Euro aufzustocken“, verriet Giovanni Zarella unter dem tosenden Beifall der Vereinsmitglieder.

Ohnehin freut sich der Gnadenhof über eine riesige Welle der Unterstützung bei der Beseitigung der Folgen der der Naturkatastrophe. Hilfsbereite Menschen aus allen Himmelsrichtungen Deutschlands und sogar aus Nordfrankreich kamen zum Gnadenhof, um mit persönlichem Einsatz, Spenden und Materialien zu helfen. „Doch es bleibt viel zu tun“, so Schneider, denn noch immer sei nicht klar, ob man den Hof überhaupt wieder bewohnbar machen könne.

96 alte, kranke und verhaltensauffällige Tiere in Pension

Seit 2008 kümmert sich der „Gnadenhof Anna e.V.“ hier um Tiere, die von ihren Besitzern ausgesetzt oder „weggeworfen“ wurden und bietet ihnen eine neue und artgerechte Heimat. Viele Tiere, die keine Perspektive auf eine Vermittlung haben, sei es aus Krankheit oder wegen Unverträglichkeiten, genießen dort ihre letzten Tage. 96 alte, kranke und verhaltensauffällige Tiere sind hier derzeit in Pension, darunter Hühner, Enten, Kaninchen, Meerschweinchen, Hunde, Katzen und Ziegen. In der Dependance in Wachtberg gibt es außerdem noch Schafe, Schweine und Pferde, die von den 14 Vereinsmitgliedern betreut werden.

„Als ich am Abend das Haus verließ, um Medikamente aufzufahren, herrschte hier ein Bild voller Harmonie und Liebe. Als ich wiederkam, war alles ein reißender Fluss und die Tiere in Panik“, erinnert sich Heike Schneider an die Katastrophennacht. Auf abenteuerlichen Weg gelangte sie über das Fenster des Nachbarhauses und das Dach einer Hundehütte auf das Dach des Schuppens, von dort aus hangelte sie sich am Zaun entlang ins Haus hinein, wo sie die Tiere, die im Erdgeschoss noch auf dem Wasser schwammen, ins Obergeschoss verfrachtete und sich danach um die Hühner im Hühnerstall kümmerte. „Egal was passiert, du musst funktionieren“, habe sie sich als Mantra immer wieder vorgesagt und es so auch schließlich geschafft, die allermeisten Tiere den Fluten zu entreißen. Neun Tiere allerdings habe sie nicht mehr retten können, darunter die beiden betagten Hunde „Nelly“ und „Mogli“. Doch das Team lasse sich auch von solchen Katastrophen nicht entmutigen und werde auch künftig für Tiere da sein, die sonst nirgendwo mehr ein Zuhause finden.

Der Gnadenhof Anna hat ein Spendenkonto eingerichtet bei der Kreissparkasse Köln mit der IBAN DE06 3705 0295 0045 0545 06. JOST

Über einen Spendenscheck über 23.100 Euro, der vom Promi-Ehepaar Jana Ina und Giovanni Zarella sogar noch auf 30.000 Euro aufgestockt wurde, freute sich Heike Schneider, die Vorsitzende des Vereins „Gnadenhof Anna“ in Rheinbach-Neukirchen mit ihrem Mischlingshund „Wanda“. Foto: JOST

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