Aufklärung am Mittelrhein: Workshop gegen Rechtsextremismus
"Je suis Karl": Film und Diskussion am Gymnasium Mülheim-Kärlich
Mülheim-Kärlich. Kürzlich versammelten sich die Schülerinnen und Schüler der neunten Jahrgangsstufe im Mehrzweckraum des Mittelrhein-Gymnasiums in Mülheim-Kärlich zu einem mehrstündigen Workshop.
Dieser diente dazu, die Gefahren von Rechtsextremismus und rechtspopulistischen Tendenzen zu thematisieren.
Die Veranstaltung wurde von Ronny Hollstein konzipiert und durchgeführt, der neben seiner Lehrtätigkeit auch am Pädagogischen Landesinstitut in Bad Kreuznach arbeitet und sich dort auf Extremismusprävention spezialisiert hat.
Zu Beginn wurde der Film "Je suis Karl" gezeigt, um die Funktionsweise und das Selbstverständnis rechtspopulistischer Bewegungen zu veranschaulichen und die Schülerinnen und Schüler auf den anschließenden Austausch vorzubereiten. Der Film erzählt die Geschichte von Maxi, die bei einem Bombenanschlag ihre Mutter und Geschwister verliert. Zunächst werden ausländische Terroristen verdächtigt, doch letztendlich stellt sich heraus, dass Karl, ein Mitglied einer rechtspopulistischen Gruppierung, den Anschlag in islamistisch anmutender Verkleidung verübt hat.
Im weiteren Verlauf des Workshops wurden die Hauptfiguren des Films, Maxi, Karl und Maxis Vater, näher untersucht, um das Selbstverständnis und die Methoden der Identitären Bewegung aufzuzeigen. Anhand der Protagonistin Maxi lernten die Jugendlichen, wie unterschwellig die Einflussnahme rechtsgesinnter Gruppierungen funktioniert und wie subtil Heranwachsende dadurch negativ beeinflusst werden können.
Der Sozialkundelehrer Alexander Göbel zog eine positive Bilanz: „Die Veranstaltung hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Heranwachsenden nun gezielter zwischen völkischen, traditionellen und konservativen Aussagen differenzieren und somit Manipulationsversuche rechter Gruppierungen erkennen können.“ Das Thema Rechtsextremismus nimmt sowohl im schulischen Kontext als auch im politischen Diskurs eine bedeutende Rolle ein. Politische Bildungsangebote können hierbei einen wichtigen Beitrag leisten. Michael Pahlke, der Schulleiter des Mittelrhein-Gymnasiums, äußerte sich erfreut über die Veranstaltung: „Ich freue mich sehr darüber, dass die Schülerinnen und Schüler unseres Gymnasiums die Möglichkeit bekommen haben, Einblicke hinsichtlich der Verharmlosung rechter Narrative zu erhalten.“
Das Mittelrhein-Gymnasium sprach seinen Dank an das Pädagogische Landesinstitut und insbesondere an Ronny Hollstein für die Organisation der Veranstaltung aus. BA
Der neunte Jahrgang des Mittelrhein-Gymnasiums während der Filmvorführung ‚Je suis Karl‘.
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