Kreisverwaltung feierte mit Tollitäten aus dem ganzen Landkreis
Jede Menge Bützjer im Kreishaus
Neuwied. Unmengen an Bützjer, Orden und Pins wurden im Neuwieder Kreishaus verteilt. Landrat Achim Hallerbach und der erste Kreisbeigeordnete Michael Mahlert hatten zum Prinzenempfang in die Kreisverwaltung eingeladen. Gemeinsam mit dem närrischen Teil der Mitarbeiter hieß der Kreisvorstand dreizehn Tollitäten, dazu mehrere dutzend Obermöhnen, Möhnenvereine sowie Elferräte und Komitees, willkommen. Rund vierhundertfünfzig Fastnachter waren der Einladung gefolgt. Dabei wurde deutlich, dass der Karneval und die Fassenacht nicht nur an der Rheinschiene gefeiert wird. Die Narren fühlen sich im Wiedtal ebenso wohl, wie auf den Höhen des Westerwaldes, in Buchholz, Fernthal und Asbach. In Doppelfunktion feierten vom Club Gemütlichkeit Asbach 1901 Prinz Marcus I. (Broich) von Elferrat und Lenkrad und Prinzessin Barbara I. dat jecke Ahlebürger Mädcher mit. Marcus Broich ist nämlich gleichzeitig der Organisator der Veranstaltung. Als Fahrer des Landrats kommt er im ganzen Kreisgebiet rund und kennt die Vereine nur zu genau. Als er im vergangenen Jahr die Idee des Prinzenempfangs hatte, stieß er bei Achim Hallerbach und Michael Mahlert offene Türen ein. Der Landrat und der Beigeordnete sind begeisterte Fastnachter und wertschätzen das Brauchtum. Die Veranstaltung im Kreishaus hat für die Beiden einen doppelten Sinn. Zum einen können die Mitarbeiter/innen außerhalb der Arbeit miteinander feiern. Das stärkt den Zusammenhalt und ist der Teambildung dienlich. Zum anderen versteht der Kreisvorstand den Empfang als Dankeschön an alle, die mit ihrem aktiven ehrenamtlichen Engagement zum Erhalt des rheinischen Brauchtums beitragen. In diesem Sinne wurden die Tollitäten mit Musik, Getränken und Speisen verwöhnt. Im Gegenzug war es für alle Beteiligten Ehrensache, sich zu revanchieren. Und so wurden kräftig Orden verteilt und Beiträge auf der Bühne geboten. Kurz bevor die Session so richtig Fahrt aufnimmt, war der Prinzenempfang für die Karnevalisten eine prima Gelegenheit zum Austausch untereinander. Kontakte wurden geknüpft und sich in den ortstypischen Ausrufen unterrichtet. Dass der Karneval ein generationsübergreifendes Vergnügen ist, brachten die Kinderprinzenpaare aus Unkel, Oberbieber, Feldkirchen zum Ausdruck. Das Stadtgebiet ist in diesem Jahr nicht so stark mit Tollitäten bestückt. Von daher genossen der Neuwieder Prinz Markus I. (Schröder) und Prinzessin Michaela I. (Bayer) sowie das Heimbach-Weiser Prinzenpaar Michael I. (Glück) und Eva (Poerters) besondere Aufmerksamkeit. Aus dem Kreisgebiet feierten die Regenten aus Oberhonnefeld (Prinz Heiko und Prinzessin Sandra), Leutesdorf (Prinz John und Prinzessin Yvonne), Niederbreitbach (Prinz Mini und Prinzessin Tina), Bad Hönningen (Prinz Andreas und Kinderprinz Jonas), Erpel (Prinz Udo und Prinzessin Susanne), Buchholz (Prinzessin Martina) und Fernthal (Prinzessin Julia) mit.
Zentralabteilung am närrischsten
Markus Broich ist nicht der einzige Mitarbeiter der Kreisverwaltung, der im Karneval aktiv ist. Darüber tauschten sich die Mitarbeiter vor dem Eintreffen der Tollitäten aus. Viele Jecken hatten die Kollegen motiviert, an den internen Wettbewerben zum Prinzenempfang mitzumachen.
Die Zentralabteilung war die größte Gruppe. Die Abteilung 6/10 war zwar zahlenmäßig nicht so stark, heimste aber als bunte Hippies den Preis für die am schönsten kostümierte Gruppe ein. Mit dem originellsten Einzelkostüm überraschte Peter Krischer. Nachdem alle Tollitäten und Abordnungen vorgestellt waren, leitete Moderator Michael Bleidt zum musikalischen Teil des Empfangs über. Kölsch Rock und Fastelovend-Hits stimmten Kaschämm an. Die Live Band aus Köln heizte den Gästen mächtig ein. Bis in den späten Abend wurde geschunkelt, getanzt und gelacht.
FF
