Abschied und Trauer werden in Musik und Tanz einen Ausdruck gegeben als Teil des Kulturprojekts „Achsenwechsel“ auf dem Hauptfriedhof Koblenz
Jenseits der Worte
Koblenz. „Sterben, Tod und Trauer können uns sprachlos machen. Im Angesicht eines unbegreiflichen Geschehens fehlen uns die Worte, stammeln wir nur noch oder verstummen wir ganz. Angst, Schmerz und viele andere Gefühle, die uns in schweren Zeiten überfallen können, bleiben oft nach außen unsichtbar. Sie werden „heruntergeschluckt“, weil sie keinen Raum bekommen – aus falscher Rücksichtnahme oder aus empfundenem gesellschaftlichem Druck.“
Jenseits aller Worte öffnen Musik und Tanz Räume, in denen Menschen Gefühle leben und durchleben können. Das Unsagbare kann einen Ausdruck finden.
Die Harfenistin Stephanie Zimmer und der Tänzer Felix Grützner möchten mit ihrem Beitrag zum Kulturprojekt „Achsenwechsel“ einen Raum öffnen für die schweren Gefühle bei Krankheit und Verlust. Zugleich möchten sie Trost und Zuversicht durch Klang und Bewegung spürbar und erfahrbar machen. Der Koblenzer Hospizverein e.V. ist einer der Veranstalter dieser neuen Kulturreihe zur Enttabuisierung der Themen Tod und Vergänglichkeit hin zu einer aufgeschlossenen Auseinandersetzung.
Die Performance findet am 10. November von 14 bis 15 Uhr in der historischen Festhalle auf dem Hauptfriedhof Koblenz statt. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss bietet Bruder Stephan Oppermann eine Führung durch seine Kunstinstallation entlang der Platanenallee.
Koblenzer Hospizverein
