Allgemeine Berichte | 13.03.2024

Landkreis Cochem-Zell vergibt erstmals Medizinstipendien

Jetzt bis 31. Mai bewerben

Landrätin Anke Beilstein, zusammen mit Julia Müller und Dirk Barbye als zuständigen Werkleiter der Kreiswerke, gaben den offiziellen Startschuss für die Bewerbungsphase zur Vergabe der Medizinstipendien. Foto: Andreas Heiseler

Kreis Cochem-Zell. Die Bereitstellung von zusätzlichen Studienplätzen an der deutschsprachigen Universität Pécs in Ungarn ist ein wirksames Mittel, um die medizinische Versorgung im ländlichen Raum zukünftig sicherstellen zu können. Auch wenn die Sicherstellung der medizinischen Versorgung grundsätzlich nicht Aufgabe des Landkreises ist und der Sicherstellungsauftrag der „Kassenärztlichen Vereinigung“ obliegt, ist Nichtstun keine Option, zumindest nicht im Landkreis Cochem-Zell!

Landrätin Beilstein möchte daher, im Zuge der Umsetzung ihres umfangreichen Maßnahmepakets zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung, erstmals Stipendien für zusätzliche Studienplätze vergeben. „Die Zahl der verfügbaren Studienplätze reicht bei weitem nicht aus, um den bestehenden und zukünftig noch ansteigenden Bedarf zu decken. Mit der Vergabe der Stipendien möchten wir dies ändern und zudem jungen, motivierten und mit dem Landkreis verbundenen Menschen ein Medizinstudium ermöglichen, auch ohne die starren Zugangsvoraussetzungen des „Numerus Clausus“. Darüber hinaus sehe ich es als meine Pflicht an, aktiv dafür zu sorgen, dass die Menschen in meinem Landkreis auch in Zukunft auf eine verlässliche und leistungsfähige medizinische Versorgung vertrauen können“, so Landrätin Beilstein.

Die Vergabe der Stipendien ist ein Baustein im umfangreichen Maßnahmenpaket zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung im Landkreis Cochem-Zell. Bereits im letzten Jahr wurde im Eigenbetrieb Wirtschaft & Innovation die Stelle einer Gesundheitsmanagerin geschaffen. Seither fungiert Julia Müller als zentrale Ansprechpartnerin und koordiniert die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen.

Da sich Patienten und medizinische Fachkräfte nicht an Landkreisgrenzen orientieren, wurde zudem eine interkommunale Zusammenarbeit mit den Nachbarkreisen Vulkaneifel, Bernkastel-Wittlich und dem Eifelkreis Bitburg-Prüm initiiert. In diesem Zuge fand der 1. Ärztekongress im Kulturzentrum Kapuzinerkloster in Cochem statt.

Am Rande der Veranstaltung gaben Landrätin Beilstein, zusammen mit Julia Müller und Dirk Barbye als zuständigen Werkleiter der Kreiswerke, den offiziellen Startschuss für die Bewerbungsphase zur Vergabe der Medizinstipendien.

Zunächst sollen für das Wintersemester 2024 / 2025 zwei Stipendien im Rahmen einer Pilotphase bereitgestellt werden. Bis zum nächsten Jahr soll dann ein nachhaltiges Finanzierungskonzept für die Etablierung des Angebots erstellt werden. Bewerbungen sind bis zum 31. Mai per E-Mail an die Kreiswerke (gesundheitsversorgung@cochem-zell.de) zu richten. Der Landkreis übernimmt die Studiengebühren in Höhe von derzeit 7.500 Euro je Semester, maximal für die Regelstudienzeit von zwölf Semestern. Die Inanspruchnahme der Stipendien ist mit der Verpflichtung verbunden, nach dem Studium für mindestens fünf Jahre eine ärztliche Tätigkeit im Landkreis Cochem-Zell aufzunehmen, wobei im Landkreis abgeleistete Praxisphasen im Rahmen der Facharztausbildung hierauf zur Hälfe angerechnet werden.

Die Studenten werden während dem Studium professionell durch einen vom Landkreis beauftragten Studienplatzberater begleitet. Weitere Informationen und den Info-Flyer findet man unter www.kurvenkreis.de (Rubrik „Wohnen/Gesundheit“). Als Ansprechpartnerin steht Frau Müller, Tel. (0 26 71) 61 -696 gerne zur Verfügung. Pressemitteilung

Kreis Cochem-Zell

Landrätin Anke Beilstein, zusammen mit Julia Müller und Dirk Barbye als zuständigen Werkleiter der Kreiswerke, gaben den offiziellen Startschuss für die Bewerbungsphase zur Vergabe der Medizinstipendien. Foto: Andreas Heiseler

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