Allgemeine Berichte | 11.02.2015

Landrat besucht den Freundeskreis Römerkanal

„Jetzt wollen wir einen bedeutenden Schritt weiter gehen“

Ständiges Informationszentrum soll in Rheinbach aufgebaut werden

Silke Josten-Schneider (v.l.), Landrat Sebastian Schuster, Dr. Ruth Fabritius, Bernd Beißel, Peter Lahl, Dr. Raffael Knauber, Lorenz Euskirchen und Heiko Dietrich im Gespräch. privat

Rheinbach. Der Freundeskreis Römerkanal e.V. Rheinbach freute sich über hohen Besuch. Der Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, Sebastian Schuster, kam zusammen mit seiner Stellvertreterin, Silke Josten-Schneider, ins Glasmuseum Rheinbach, um sich über die Arbeit des Freundeskreises Römerkanal und die künftigen Planungen zum Informationszentrum zu informieren. Der Landrat zeigte sich bereits gut informiert und dankte dem Verein für seine Arbeit zur Erhaltung des größten technischen Bauwerks aus römischer Zeit nördlich der Alpen.

„Der Rhein-Sieg-Kreis“, so Landrat Schuster, „liegt auf historischem Grund. Überall stoßen wir auf die Reste römischer Kultur und es ist gut, diese kulturelle Blüte, die auch unsere Region geprägt hat, im Bewusstsein zu bewahren.“ Der Vorsitzende des Freundeskreises, Lorenz Euskirchen, erläuterte, dass der Verein sich genau dieses Anliegen zum Ziel gesetzt hat: „Im Zentrum unserer Arbeit steht die römische Wasserleitung von Nettersheim über Rheinbach nach Köln. Dies schließt aber auch die wissenschaftlich-archäologische Analyse und die Erforschung der technischen und kulturellen Leistungen der Römer ein. Noch heute staunen die Fachleute darüber, wie es damals gelang, das Wasser in einer reinen Gefälleleitung durch unwegsam bergiges Gelände nach Köln zu führen.“

Interessante Aktionen waren gut besucht

Der Freundeskreis hatte gerade im vergangenen Jahr, das vom Naturpark Rheinland zum „Römerjahr“ ausgerufen war, zahlreiche Aktionen durchgeführt. Ausstellungen, Vorträge, Führungen und als Höhepunkt den „Römertag in Rheinbach“, der trotz des schlechten Wetters weit über hundert Menschen, Jung und Alt, nach Rheinbach gelockt hatte.

„Jetzt wollen wir einen bedeutenden Schritt weiter gehen und ein ständiges Informationszentrum in Rheinbach aufbauen“, erläutert Euskirchen. Dort soll auch die Ausstellung ‚Wasser für Roms Städte‘, die zunächst in Zülpich gezeigt wurde und dann nach Köln geht, ihren endgültigen Standort finden.“ Ein solches Infozentrum wäre weltweit die einzige Einrichtung, die dieses Thema so ausführlich behandelt. Die baulichen Planungen sind in Abstimmung mit der Stadt und dem Naturpark Rheinland bereits weit vorangeschritten.

„Ich werde das Vorhaben unterstützen“

Bürgermeister Stefan Raetz stellte klar, dass die Stadt das Projekt intensiv unterstützt und dafür wirbt. Aber es gibt noch Finanzierungslücken. Der Landrat hörte den Ausführungen aufmerksam zu und zeigte sich von der Sinnhaftigkeit des Projekts überzeugt. Es sei von großer kultureller und touristischer Bedeutung, die weit über Rheinbach hinausreiche und ein „Leuchtturm-Projekt“ für den Rhein-Sieg-Kreis werden könne. „Insofern stehe ich dem Projekt nicht nur aufgeschlossen, sondern auch mit Sympathie gegenüber und freue mich über die Initiative des Vereins. Ich werde das Vorhaben unterstützen, wo immer mir das möglich ist“, erklärte der Landrat abschließend.

Silke Josten-Schneider (v.l.), Landrat Sebastian Schuster, Dr. Ruth Fabritius, Bernd Beißel, Peter Lahl, Dr. Raffael Knauber, Lorenz Euskirchen und Heiko Dietrich im Gespräch. Foto: privat

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