Allgemeine Berichte | 31.05.2022

Katholische Kirchengemeinde Aremberg St. Nikolaus

Jubiläum der Vierzehn- Nothelfer-Kapelle

Eichenbach. Am Pfingstsonntag, 5. Juni 2022, findet in Eichenbach das 80-jährige Jubiläum der Vierzehn-Nothelfer-Kapelle, das sich coronabedingt um ein Jahr verzögert hat, statt.

Am 5. Mai 1941 wurde die Vierzehn-Nothelfer-Kapelle nach vierjähriger Bauzeit feierlich eingeweiht. Die Segnung nahm der Pfarrer der Pfarrei Aremberg Johannes Bach vor.

In der Kapelle werden die Holzskulpturen von 14 Heiligen, drei Frauen und elf Männern, aufbewahrt, die in der religiösen Tradition der katholischen Kirche in besonderen Notlagen um Hilfe angerufen werden. Bis 1930 standen sie in einem Heiligenhäuschen beim Masholder Hof, der sich vom späten 18. Jahrhundert bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts nahe der Mündung des Eichenbachs in die Ahr erhob. Das Vorhaben, die Figuren einer neu zu erbauenden Kapelle in Eichenbach aufzustellen, konnte mangels ausreichender Finanzmittel lange nicht umgesetzt werden. Erst das Zusammenwirken von Ortsbürgermeister Stefan Meurer mit Leo Baur aus Erpel brachte Bewegung in das Projekt.

Den Entwurf für das Kapellengebäude lieferte Regierungsbaurat Ludwig Baur aus Köln. Der Grundstein konnte am 27. Juli 1937 gelegt werden. Die Bauleitung übernahm Leo Baur selbst. Viele leisteten einen Beitrag zum Kapellenbau, die Einwohner von Eichenbach, Verwandte und Freunde von Leo Baur, Handwerker aus Erpel, Wershofen und Adenau. Vom ehemaligen Masholder Hof wurden Bruchsteine wiederverwendet. Für die Ausstattung der Kapelle mit Bänken, Fenstern mit Glasmalerei, Weihwasserkessel und einer Glocke sorgten die Eichenbacher und Mitglieder der Familie Baur.

Das Kapellenjubiläum wird am Pfingstsonntag mit einer Pfingstandacht um 14:30 Uhr gefeiert. Anschließend bietet die Gemeinde Eichenbach Kaffee und Kuchen an der Kapelle an. Der Erlös des Festes ist für die Erhaltung der Nothelfer-Kapelle bestimmt.

Bis heute fühlen sich Mitglieder der Familie Baur eng mit der Eichenbacher Kapelle verbunden. Zu ihnen gehört Maria-Beatrix Hauck-Hanisch, die in Zusammenarbeit mit Beate Baur eine Broschüre zur Geschichte und Ausstattung der Vierzehn-Nothelfer-Kapelle vorgelegt hat. Die Autorin wird ihr Werk bei der Jubiläumsfeier der Öffentlichkeit vorstellen. Unter www.nothelferkapelle.de wurde für die Kapelle ein Internetauftritt erstellt.

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