15 Jahre KUNSTFORUM 99 - Werke und Aktionen
Jubiläums-Ausstellung: „Zeitsprung und Schritte in die Zukunft“
Rheinbach. Die Werkschau der Mitglieder des Kunstforums 99 im Glaspavillon und im Foyer der Stadthalle war eine gelungene Jubiläumsausstellung der Rheinbacher Künstlervereinigung, zu der wohl alles kam, was in Rheinbach und der näheren Umgebung eine Berührung zur Kunst im Allgemeinen und zur bildenden Kunst im Besonderen hat. Jürgen Forster, der 1. Vorsitzende des Kunstforums 99, und Ati von Gallwitz, Künstlerin und Ausstellungsleiterin, konnten zahlreiche Künstlerinnen und Künstler, Bürger und Geschäftsleute, an der Spitze der erste Bürger der Stadt, Bürgermeister Stefan Raetz, begrüßen, der die Ausstellung auch eröffnete. „Das Kunstforum 99 hat in Rheinbach Maßstäbe gesetzt“, betonte Raetz in seiner Begrüßungsansprache, „etwa mit den Ausstellungsreihen ‚Kunst auf dem Campus‘ oder ‚Kunst im Amtsgericht‘, an zwei Orten also, die nicht so leicht zu bespielen sind.
Dies erfordert einerseits Mut und Ausdauer der Verantwortlichen, die Künstler sind ja im Allgemeinen doch sehr individuelle Menschen, aber immer wieder auch die künstlerische Auseinandersetzung mit neuen Themen, die Interesse wecken und Menschen ansprechen“. Die Werkschau „Zeitsprung“ reflektiere zudem einerseits die Zeitspanne von 15 Jahren, die das Kunstforum 99 nun schon bestehe, aber auch die Veränderungen im Leben eines fast jeden Menschen durch die modernen Informationstechniken, so der Bürgermeister weiter, und er hob besonders die Mitnahme der vielen Jugendlichen hervor, die sich mit vielen Projekten zum Motto „Schritte in die Zukunft“ in die Ausstellung mit eingebracht haben.
Mehr als 50 Kunstschaffende zeigten ihre Werke
Gemälde, Skulpturen, Grafiken, Textilkunstarbeiten, Fotografien und andere Objekte, die Bandbreite des Schaffens der knapp 100 Mitglieder im Kunstforum 99 umfasst wohl alle Bereiche der bildenden Kunst. Mehr als 50 Mitglieder haben ihre Arbeiten nun der Öffentlichkeit gezeigt. Jürgen Forster, seit fünf Jahren an der Spitze der Künstlervereinigung: „Ziel der Ausstellung ist es, einmal zu demonstrieren, was in den 15 Jahren in und mit dem Kunstforum 99 alles geleistet wurde und was in der Kunst, auch hier in Rheinbach, möglich ist. Glücklich sind wir über die gelungene Kooperation mit der Realschule, deren Kunsterzieher seit der Gründung Mitglied im Kunstforum ist. Und auch wenn 15 Jahre normalerweise kein Jubiläumsdatum sind, aber da alles bei uns durch die Mitglieder selbst erfolgt, erlauben wir uns, auch jetzt schon einmal zu feiern.“
Ein großer Erfolg in diesem Jahr, dies hatte auch Bürgermeister Stefan Raetz angesprochen, war die erste Rheinbacher KunstMeile, an der sich über 50 Rheinbacher Geschäfte beteiligt haben
Tücken der Informationsgesellschaft
„Wir ersticken doch in einer Flut von Informationen“, war eine Kernaussage der Malerin und Bildhauerin Ati von Gallwitz in ihrer Einführung zu der Ausstellung. Dabei hätten die Menschen doch nur wenige Möglichkeiten zu überblicken, was richtig und was falsch ist. Zu viel sei in der modernen Gesellschaft einfach „übergoldet“, man brauche trotz digitaler Technik immer noch Zeit.
Sonderschau „Schritte in die Zukunft“
Die Schülerinnen und Schüler der Tomburg-Realschule ergänzten mit einer Sonderschau die Veranstaltungen des Kunstforums. Ihre „Schritte in die Zukunft“ markierten sie mit gestalteten Objekten am Verbindungsweg zwischen Stadthalle und Glaspavillon. Mit einer Zeitmaschine zeigten sie den Blick in die Zukunft.
Anschauung über die Kleidung und Nahrung von morgen boten Futuristisches aus Recycling-Materialien und ein Zukunftsbuffet. Ein Robotermensch mit ausgeprägter Intelligenz und weitere Schülerprojekte unterschiedlicher Jahrgangsstufen zeigten die Vielfalt der Gedanken und Ideen, mit denen sich die Schülerinnen und Schüler auseinandergesetzt haben. So regte etwa ein „Guckkasten“ mit Aussagen wie „Es gibt keine Zeit, es gibt nur Gedanken an Zeit“ durchaus zum Nachdenken an. Kritisch fragte eine Stele „IRAK: Über 100.000 Tote und immer noch kein Frieden: war es das wert? Eine Modenschau der Schülerinnen rundete ihr Engagement zu der Kunstausstellung ab. Mit der Landtagsabgeordneten Ilka von Boeselager, die zusammen mit Bürgermeister Stefan Raetz die Schirmherrschaft über das Jugendprojekt übernommen hatte, diskutierten am Sonntag die Schülerinnen und Schüler über ihre Kunstprojekte.
Sabrina Calvino und René Ölko von der Tomburg-Realschule vor ihrer „Figur in der Zukunft“.
