Exkursuion des Wachtberger Wander-Verein
Jubiläumsfahrt in die Eifel
Wachtberg. Der Wachtberger Wander-Verein startete zu seiner traditionellen „Fahrt ins Blaue“. Nach kurzer Begrüßung der Teilnehmer durch die Vereinsvorsitzende Anne Dahmer übernahm Hans-Jürgen Döring, der die Fahrt mit tatkräftiger Unterstützung seiner Frau Irene organisiert hatte, das Mikrofon. Er wies zunächst darauf hin, dass es sich um die 10. Fahrt ins Blaue des Vereins und damit um eine Jubiläumsfahrt handele. Sie führe zu geologisch, historisch und auch kulturell interessanten Stationen in der Nordeifel.
Erstes Ziel der Tour war Kloster Steinfeld; das Kloster war ab 1126 eine Abtei der Prämonstratenser. Seit 1923 befindet sich die komplett erhaltene Klosteranlage im Besitz des Salvatorianerordens. Sie wird geprägt durch die große romanische Basilika mit ihrem mächtigen doppeltürmigen Westwerk.
Als nächstes stand die sogenannte Görresburg bei Nettersheim auf dem Programm. Dort befindet sich ein in der Grundstruktur rekonstruierter Tempelbezirk mit einem der im Rheinland weit verbreiteten Matronenaltäre. Die Altäre mit der Darstellung von Muttergottheiten sind keltischen Ursprungs und wurden später von Germanen und Römern übernommen.
Weiter führte die Reise nach Reifferscheid; dessen Ortsbild wird geprägt durch die auf einem steilen Hügel gelegene, weit sichtbare Burganlage mit dem mächtigen Bergfried. Er bietet einen herrlichen Ausblick auf die umliegende Eifellandschaft. Letzte Station und wohl auch Höhepunkt dieser Eifelreise war Kronenburg. Dieser Ort zeigt ein Erscheinungsbild wie im späten Mittelalter und hat sich wohl wie kein anderer das Aussehen eines jener typischen Eifelstädtchen bewahrt, wie sie kleine Adelige um ihre Stammburgen entstehen ließen.
Nach einem ausgedehnten Bummel durch die romantischen Gassen Kronenburgs traf sich die Reisegruppe vor den Toren des Ortes zum gemütlichen Ausklang bei Rotwein und selbst gebackenem Kuchen, bevor es wieder heimwärts nach Wachtberg ging.
