Evangelische Bücherei Meckenheim wurde 40 Jahre alt
Jubiläumslesung mit Christian Hartung
Meckenheim. Über ein volles Haus konnten sich am vergangenen Freitag Pfarrerin Cordula Siebert sowie Büchereileiterin Susanne Preiß freuen. Grund war das 40-jährige Bestehen der Evangelischen Bücherei Meckenheim in der Arche. Was im Jahr 1978 mit einem Anfangsbestand von 500 Büchern begonnen hat, ist längst zu einer modernen Bibliothek geworden mit einem Bestand von mehr als 5700 Medien. Längst sind nicht nur Bücher im Angebot, vielmehr umfasst das Angebot auch CD, DVD und Spiele. Durch die Lage kommen die Nutzer überwiegend aus Merl. Im Lauf der Jahrzehnte konnte die Bücherei mehrere tausend Nutzer bedienen. Der Schwerpunkt der heutigen Arbeit liegt jedoch vor allem auch in der Kooperation mit den Kindertagesstätten und den Grundschulen. So gibt es in diesem Jahr erstmals an vier Kindertagesstätten Angebote für den Nachwuchs, der dort auch den Bibliotheksführerschein machen kann. Ökumene wird dabei großgeschrieben, Berührungsängste mit den Katholiken gibt es keine, vielmehr bereits seit dem Jahr 1985 eine Zweigstelle in der Katholischen Grundschule in Merl. Pfarrerin Cordula Siebert betonte dann auch die besondere Bedeutung des Buches. Dabei ging sie nochmals auf das Werk von Martin Luther ein, der durch die Übersetzung der Bibel diese erst einem großen Kreis zugänglich gemacht hat. „Bücher fördern das Menschliche im Menschen“, so die Pfarrerin, die dazu aufrief, Bücher und Lesen auch einmal zu einem eigenen Perspektivwechsel zu nutzen. Darüber hinaus unterhalten Bücher und machen einfach Spaß.
40 Jahre Arche bedeuten auch 40 Jahre Bücherei: Sowohl Pfarrerin Cordula Siebert als auch Büchereileiterin Susanne Preiß dankten dem Team von derzeit zwölf Mitarbeitern für deren vielfältige Unterstützung in der Büchereiarbeit. Buchvorstellungen, Autorenlesungen und Ähnliches organisieren sich nicht von selbst, sondern benötigen viel Engagement. Und zum Jubiläum hatten sich die Verantwortlichen etwas Besonderes ausgedacht. Was passt besser zu einer Bücherei als eine Autorenlesung? Aus ihrer früheren Zeit hatte Pfarrerin Siebert einen Kontakt zum Hunsrücker Pfarrer Christian Hartung, der sich als Krimiautor einen Namen gemacht hat.
In der voll besetzten Kirche hatte Hartung ein dankbares Auditorium bei seiner Lesung aus dem Roman „Lass ruhn zu deinen Füßen“. Der Protagonist des Romans ist der evangelische Dorfpfarrer Michael Held in einer kleinen Gemeinde im Hunsrück unweit von Simmern. In seinem Presbyterium sitzt auch der größte Landwirt des Ortes, Walter Meier. Der ist ein echtes Ekelpaket, war schon in allen Vereinen und in der Politik und hat sich mit fast allen überworfen. Nur im Presbyterium, da will er bleiben. Doch dann stürzt er von der Leiter, die Polizei legt das Ganze schnell als Unfall zu den Akten. Doch der Pfarrer erhält anonyme Briefe, wo das Ganze als Mord dargestellt wird. Nur eine Woche später kommt einer der Söhne des Landwirts auf die gleiche Art ums Leben. Der mutmaßliche Täter möchte sich dem Pfarrer anvertrauen, aber wer ist es? Dieses Rätsel wurde nicht aufgelöst. Die Gäste hätten eine Stecknadel fallen hören können in der Kirche, so zog Hartung das Publikum in seinen Bann.
Hartung beantwortete zahlreiche Fragen und stand für Signierwünsche zur Verfügung. Martin Kahle am Klavier sowie ein Sektempfang rundeten das überaus gelungene Programm ab. STF
Christian Hartung zog bei seiner Krimilesung alle in seinen Bann. Foto: Stefan Fassbender Pressebuero
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