Auszubildende nehmen Projekt „Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen“ an
Jugend-Hilfe-Verein zieht Bilanz
Projekt hilft jungen Erwachsenen ihre Einstiegsqualifizierung oder Ausbildung erfolgreich zu meistern
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Nach neun Monaten zieht der Jugend-Hilfe-Verein für den Kreis Ahrweiler mit seinem Projekt „Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen“ Bilanz. Das Projekt hilft jungen Erwachsenen, ihre Einstiegsqualifizierung (EQ) oder Ausbildung erfolgreich zu meistern, auch wenn es einmal zu Schwierigkeiten kommt. Sei dies in der Schule, im Betrieb oder privat. Gerade private Hürden erschweren den jungen Menschen, sich vollumfänglich auf die Ausbildung zu konzentrieren. Aber auch ganz praktische Fragen, wie z. B. die Finanzierung der Unterkunft während der Ausbildung sind häufig Thema. Hier will das Projekt schnelle und unbürokratische Hilfestellung und Beratung für alle möglichen Anfragen bieten, damit solche Hürden erfolgreich genommen werden können.
Auch Ausbilder werden beraten und unterstützt
Auch der Vorstandsvorsitzende des Jugend-Hilfe-Vereins, Friedhelm Münch, ist glücklich auf diese Weise jungen Azubis, aber auch deren Ausbildungsbetrieben unterstützend zur Seite stehen zu können. Denn auch Ausbilder können durch Beate Stahl und Peter Schäfer beraten und unterstützt werden, wenn es einmal nicht „rund mit dem Auszubildenden“ läuft. Auch Petra Rademacher, Geschäftsführerin des Vereins, zeigt sich optimistisch, mit diesem Angebot junge Menschen erfolgreich durch die Ausbildung zu begleiten und Abbrüche zu vermeiden. Inzwischen haben schon mehrere Jugendliche, im Alter von 16 bis 24 Jahren, Unterstützung durch das Projekt erhalten. Ob dies die Beratung zu finanziellen Themen war, oder die Vermittlung in Nachhilfeprogramme, bis hin zur Vorbereitung und Begleitung in Gesprächen an Schule und im Betrieb war. In vielen Fällen konnte erfolgreich unterstützt und ein Abbruch verhindert werden.
Unterstützung bevor „das Kind in den Brunnen gefallen ist“
In wenigen Fällen, in denen es nicht gelang, den Abbruch abzuwenden, konnte für die meisten eine Anschlussperspektive entwickelt werden und z. B. ihre Ausbildung in einem anderen Betrieb fortsetzen. Damit es aber erst gar nicht so weit kommt, ist es wichtig, frühzeitig Unterstützung zu suchen, bevor „das Kind in den Brunnen gefallen ist“, so Frau Stahl, die mit Herrn Schäfer das Projekt durchführt. Damit das Angebot gut erreicht werden kann, gibt es montags und donnerstags, jeweils in der Zeit von 13 bis 14.30 Uhr, eine Sprechstunde in der Berufsschule im Raum 1.11 a. „Hier können uns die Auszubildenden und deren Lehrer über kurze Wege erreichen“, so Herr Schäfer. Zusätzlich gibt es noch eine offene Sprechstunde im Jugend-Hilfe-Verein in der Peter-Friedhofen-Straße 2 in Ahrweiler, die immer mittwochs zwischen 16 und 18 Uhr besetzt ist. Aber auch telefonisch können individuelle Beratungstermine unter Tel. (0 26 36) 91 88 36 angefragt werden. Der große Vorteil des Projekts ist auch die Mobilität. Die Beratung kann im Verein, im Betrieb, der Schule, falls nicht anders möglich, auch bei den Jugendlichen zu Hause erfolgen. Dadurch soll jeder erreicht werden, wenn es notwendig ist. Außerdem ist die Unterstützung kostenfrei, dank der Finanzierung durch den Europäischen Sozialfonds, dem Land Rheinland- Pfalz, Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Demografie, dem Jobcenter Bad Neuenahr-Ahrweiler und der Diakonie Rheinland Westfalen Lippe. Jedem, der Fragen hat und Unterstützung oder Beratung braucht, steht der Weg offen, sich zu melden. „Wir helfen gerne weiter“ betonen beide Projektbetreuer.
Pressemitteilung
Jugend Hilfe Verein für den
Kreis Ahrweiler e. V.
