Allgemeine Berichte | 12.02.2025

Qualifikation für den Landesentscheid

Jugend forscht: Grüne Verpackung und Insektenmehl überzeugen die Jury

Lara Aisha Martin (links) und Marie Diederich (rechts) gingen der Frage nach, ob sich Insekten als Nahrungsquelle der Zukunft eignen.Foto: Sascha Ditscher/evm

Kreis Neuwied. Wie lässt sich Frischhaltefolie aus nachwachsenden Rohstoffen herstellen? Wie ist es um die Brutvögel im Lahnsteiner Naturschutzgebiet bestellt? Wie werden Steine rund? Aus diesen und vielen weiteren Fragen haben rund 120 Nachwuchsforscherinnen und -forscher aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz Antworten gemacht. Im Rahmen des Koblenzer Regionalwettbewerbs von „Jugend forscht“ präsentierten sie jetzt ihre Projekte in den Räumen der Hochschule Koblenz und stellten sich den Bewertungen der Fachjurys. Am Ende qualifizierten sich 18 Kinder und Jugendliche für den Landeswettbewerb und sind damit eine Runde weiter.

In den Gängen der Hochschule auf der Karthause war ordentlich was los, als die jungen Talente ihre Experimente aufbauten und später fachkundig erläuterten. In der einen Ecke roch es nach frischen Waffeln – gebacken mit Insektenmehl, während es in der anderen es nach Parfüm duftete, für dessen Herstellung Kräuter, Blätter und Blütenreste verwendet wurden. Der neue Patenbeauftragte des Wettbewerbs, Marcelo Peerenboom von der Energieversorgung Mittelrhein (evm), zeigte sich bei einem Rundgang ganz begeistert: „Es ist beeindruckend, mit welcher Kreativität die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ans Werk gegangen sind. Viele beschäftigen sich mit Fragen der Nachhaltigkeit, der Ressourcenschonung und dem Erhalt unserer Lebensgrundlagen. Das ist ermutigend und macht mir Hoffnung für die Zukunft.“ Die evm richtet den Wettbewerb seit mehr als 20 Jahren aus und fördert damit den Wissenschaftsnachwuchs in der Region.

Auch der Präsident der gastgebenden Hochschule, Professor Dr. Karl Stoffel, war angetan: „Jugend forscht steht für Neugier, Innovationsgeist und wissenschaftliche Exzellenz – Werte, die auch an unserer Hochschule eine zentrale Rolle spielen. Wir sind stolz darauf, mit einem vielfältigen Rahmenprogramm dazu beizutragen, dass Schülerinnen und Schüler die spannende Welt der Wissenschaft und Forschung hautnah erleben können. Möge dieser Wettbewerb ein inspirierender Schritt auf dem Weg in eine vielversprechende Zukunft sein.“

Gewinner aus Neustadt/Wied und Linz

Unter den Gewinnerinnen sind auch Elisabeth Gäch und Nea Langer vom Neustädter Wiedtal-Gymnasium. Die beiden präsentierten ihr Projekt „Natürlich verpackt: Die grüne Alternative“. Ihr Ziel: Frischhaltefolie durch eine umweltfreundliche Alternative ersetzen. Sie bauten dabei auf einem früheren Projekt auf, in dem es ihnen gelang, nachhaltiges Papier herzustellen. Indem sie dieses nun mit einer Wachsschicht versahen, konnten sie ein Material entwickeln, mit dem sich Lebensmittel gut einwickeln lassen.

Auf dem dritten Platz im Fachgebiet Biologie landeten Lara Aisha Martin und Marie Diederich vom Linzer Martinus-Gymnasium. Sie untersuchten, ob sich Insektenmehl als Alternative zu herkömmlichen Mehlen eignet. Dazu analysierten sie auch die Nährstoffzusammensetzung und Aspekte der Nachhaltigkeit. Ergebnis: Die CO2-Bilanz ist beim Einsatz von Insekten deutlich besser, bei den Nährstoffen gibt es keine Nachteile, und geschmacklich ist das Insektenmehl auch in Ordnung. Das konnten Besucher ihres Standes gleich testen: Lara und Marie reichten frisch gebackene Waffeln – aus Weizenmehl und aus Insektenmehl, das zwar dunkler ist, aber trotzdem gut schmeckt.

Der Landeswettbewerb von Jugend forscht findet vom 8. bis 10. April bei der BASF in Ludwigshafen statt. Die Jüngeren (bis 14 Jahre) sind bei „Jugend forscht junior“ am 8./9. Mai bei Boehringer Ingelheim an der Reihe. „Ich drücke gemeinsam mit unseren Wettbewerbsleitern Julia Zander und Helmut Meixner allen unseren Regionalsiegern fest die Daumen und hoffe, dass sich einige dort für den Bundeswettbewerb qualifizieren“, so Patenbeauftragter Marcelo Peerenboom.

Lara Aisha Martin (links) und Marie Diederich (rechts) gingen der Frage nach, ob sich Insekten als Nahrungsquelle der Zukunft eignen. Foto: Sascha Ditscher/evm Foto: Sascha Ditscher/evm-Gruppe

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 8

  • Winfried: Rheinbrücke bei Engers
  • Gerhard Stotzem: Die einzige mir bekannte Brückenbaustelle in Hönningen berührt zwar den Ahrradweg, aber sie unterbricht ihn nicht. Es handelt sich dabei um eine Ahrquerung vom Radweg in die Ortschaft. Der Radweg zwischen...
  • Jörg Kasper: Habe zehn Jahre rumgedocktert, war schon als Simmulant abgestempelt, dann 2021 war es soweit. Im November links, Hüfttep und weil es so schön war, sieben Monate später rechts, da hatte mein Arzt dann gemerkt das ich nicht simuliert habe.
  • Horst Peschell: Manschmal isch aber auch der Bein und der Knie inschgeschamt im Arrrrgehnnnn, ich hab Krääääätze und Schoooorf, Schnooooorrrrr!!! ESCH juckt so seeeehr, ob eine Prothese da hilft ? mit freundlichen Grüßen Eure Schorfkrätze
  • Heruete: Holt euch auf jeden Fall eine Zweit- oder Drittmeinung ein. So schnell wie in Deutschland wird in keinem anderen Land operiert und der Patient über den OP Tisch gezogen
Imageanzeige
Wir helfen im Trauerfall
100 Jahre KGO
Azubispots Koblenz, Herr Hastrich
Richtgest Jahn Eleven
Kooperation
Sonderseite Jahn Eleven
Empfohlene Artikel
Die Verbindung zwischen dem Reitverein und der Palliativmedizin hat in Metternich eine feste Tradition.Fotos: privat
9

Weilerswist-Metternich. Ein unvergessliches Erlebnis für die kleinsten Pferdefreunde und gleichzeitig ein starkes Zeichen für die Region: Der Reit- und Fahrverein (RFV) Metternich e.V. veranstaltete ein großes, geführtes Ponyreiten auf seiner Vereinsanlage am Ginsterberg. Das Besondere an dieser Aktion: Die gesamten Einnahmen des Reitens, wurden zu 100 Prozent an das Palliativ-Netz Südlicher Erftkreis e.V. gespendet.

Weiterlesen

Die lange Geschichte der Altenahrer Weinmajestäten, wird auch 2026/27 weitergeschrieben, von links Lukas Sermann (Vorsitzender Ahrwein e.V.), Lara Surget (designierte Weinprinzessin), Victoria Charlotte Zimmermann (designierte Weinkönigin), Leonie Krupp (designierte Weinprinzessin), Eva Flügge (Vorsitzende Weinort Altenahr e.V.), Mirco Burkardt (stellv. Vorstandsvorsitzender WG Mayschoß-Altenahr).  Foto: DU
85

Altenahr. Die lange Geschichte der Altenahrer Weinmajestäten wird auch 2026/27 weitergeschrieben. Sehr zur Freude des Teams vom Weinort Altenahr e.V. rund um die geschäftsführende Vorsitzende Eva Flügge, aber auch der Bürgerinnen und Bürger, der Vereinsvertreter, der lokalen Politik sowie der Winzerinnen und Winzer, übernehmen erneut drei junge Frauen diese wichtigen Ehrenämter. Designierte Weinkönigin...

Weiterlesen

An der Nister
12

Marienstatt. Die Naturschutzinitiative e.V. (NI) lädt am Samstag, den 13.06.2026 von 14.00 bis ca. 18.00 Uhr zu einer spannenden Exkursion unter der Leitung von Andreas Schäfer nach Marienstatt ein. Störereignisse, verursacht durch Feuer, Sturm, Dürre, Insekten sind nichts Neues. Sie kommen sowohl im Urwald, als auch in bewirtschafteten Wäldern vor.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Auch Ehrengäste kamen zum Gratulieren vorbei.  Foto:Stadtverwaltung / Wolfgang Horrmann
1739

Bad Neuenahr-Ahrweiler. In Beisein der Pflegekräfte des Seniorenheim St. Maria-Josef gratulierten die Beigeordneten der Stadtverwaltung, Wolfgang Horrmann (l.), und des Kreises Ahrweiler, Horst Gies (r.), der Jubilarin Annedore Hildebrandt zum 100. Geburtstag und überbrachten ihr die besten Wünsche. Ihre Freude darüber war sehr groß, dass sowohl die Stadt als auch der Kreis sie mit einem Präsentkorb sowie einer Orchidee überraschten.

Weiterlesen

Symbolbild.
1295

Die Park-and-Ride-Angebote sollen erweitert und andere Baumaßnahmen verschoben werden

Bonn: Sperrung der Nordbrücke - Weitere Maßnahmen um die Belastungen zu minimieren

Bonn. Die Sperrung der Nordbrücke seit Mittwoch, dem 3. Juni 2026, hat erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr in Bonn und der umliegenden Region. Um die Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger zu minimieren und die Mobilität in der Stadt zu gewährleisten, hat die Stadt Bonn ein umfangreiches Maßnahmenpaket entwickelt.

Weiterlesen