Kreissynode Bad Godesberg-Voreifel traf sich zum ersten Synodentag in Meckenheim
Jugendbildungsstätte Merzbach für die Zukunft fit machen
Meckenheim/Merzbach. Sie ist ein besonderer Erlebnisort von Kirche und wird bald 30 Jahre alt: Die Evangelische Jugendbildungsstätte Merzbach. Die einzige Immobilie des Evangelischen Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel soll als Zentrum für Kinder und Jugendliche auch in Zukunft nutzbar sein. Daher beschloss die Synode des Kirchenkreises auf ihrer Frühjahrstagung in Meckenheim einstimmig umfangreiche Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von gut 848.000 Euro. Es enthält einen Puffer, um mögliche Baukostensteigerungen zu kompensieren.
Sanierungsmaßnahmen
Im Jahr 2016 sollen auf einen Schlag die Bäder saniert, Wände und Decken gestrichen, Haustüren und Dachanschlüsse erneuert sowie zusätzliche Brandschutztüren eingebaut werden. Außerdem wird ein großer Gemeinschaftsraum von störenden Stützen befreit, so dass auch große Gruppen gut Platz haben. Dieser letzte Punkt kam auf Antrag von Synodalen zum ursprünglichen Konzept hinzu. Die insgesamt 20 Einzelmaßnahmen werden je zur Hälfte durch Rücklagen des Kirchenkreises und ein inneres Darlehen an diesen finanziert. So wird gewährleistet, dass die Rücklagen teilweise wieder aufgefüllt werden. Superintendent Dr. Eberhard Kenntner gratulierte der Synode, dass sie in dieser Weise in die Zukunft investiert: „So wird Merzbach für die nächsten 30 Jahre fit gemacht.“ Die 1985 in Rheinbach eröffnete Einrichtung mit landschaftlich eigenem Reiz zählt jährlich etwa 8.000 Übernachtungen. Außerdem verabschiedeten die 65 Abgeordneten aus den 13 Kirchengemeinden einen neuen Stellenplan für die kreiskirchliche Einrichtung.
Nominierungen
Für die Nachfolge von Superintendent Eberhard Kenntner schlägt der Nominierungsausschuss dessen jetzigen Stellvertreter, Pfarrer und Synodalassessor Mathias Mölleken aus Meckenheim vor. Kenntner geht im kommenden Jahr in Ruhestand. Über seine Nachfolge wird im November entschieden. Für das im Fall der Wahl vakante Amt des Assessors nominiert der Ausschuss Pfarrer und Skriba Norbert Waschk (Erlöser-Kirchengemeinde Bad Godesberg). Für dessen Nachfolge kandidieren die Pfarrerinnen Christina Fersing (Flamersheim) und Claudia Müller-Bück (Swisttal) sowie der Zülpicher Pfarrer Ulrich Zumbusch. Die drei genannten theologischen Ämter bilden zusammen mit vier weiteren gewählten Männern und Frauen aus den Kirchengemeinden den Kreissynodalvorstand (KSV). Er entscheidet zwischen den Tagungen der Kreissynode über die Belange des Kirchenkreises und nimmt gegenüber den Gemeinden die Aufsichtsfunktion wahr.
Stellenplan Krankenhausseelsorge
Mit dem Ausscheiden von Pastor im Ehrenamt Walter Niefindt aus der Krankenhausseelsorge im Marien-Hospital Euskirchen wird seine Stelle - wie bisher im Umfang einer geringfügigen Beschäftigung – in den Stellenplan des Kirchenkreises übernommen. De facto ändert sich dadurch nichts, denn der Kirchenkreis hatte die Kosten bereits seit 1995 der Kirchengemeinde Euskirchen erstattet. Wie bisher soll so eine Vertretung von Krankenhausseelsorgerin Sabine Hekmat gewährleistet werden. Walter Niefindt geht in Ruhestand und wird am Sonntag, 6. Juli, offiziell verabschiedet.
Wahlen und Berufungen
Elke Cäsar aus Wachtberg wird stellvertretendes Mitglied im Rechnungsprüfungsvorstand. Frank Kuwertz (Swisttal) und Manfred Kohlosser (Kreissynodalvorstand) rücken neu in den Nominierungsausschuss ein. Die Synode berief Jugendreferent Rainer Steinbrecher und Holger Ziesmer (Superintendentur) in den Bauausschuss. Neu im Fachausschuss für Frauenfragen sind die Swisttalerin Elisabeth Bockhorst und Gisela Reuter-Langbehn (Wachtberg), in dem für Kinder und Jugend Daniel Schöneweiß (Bad Godesberg) sowie im Finanzausschuss Roland Brunken (Bad Godesberg). In den Fachausschuss für Kirchenmusik wählten die Abgeordneten Hendrik Reinfeld (Zülpich) und Julian Hollung (Bad Godesberg). Die Synodalbeauftragung für das christlich-jüdische Gespräch bleibt nach dem Ausscheiden von Elisabeth Thissen zunächst vakant. Dieser erste (von zwei) Synodentag begann mit einem Gottesdienst in der Meckenheimer Christuskirche, den Pfarrerin Ingeborg Dahl leitete. Grußworte sprachen die stellvertretende Meckenheimer Bürgermeisterin Heidemarie Wiens und Georg Ritgen vom Kreiskatholikenrat Rhein-Sieg. Am Samstag folgt in Bonn gemeinsam mit dem dortigen Kirchenkreis der zweite Synodentag mit dem Schwerpunktthema Diakonie.
