Allgemeine Berichte | 11.03.2016

JMD im Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr fasst Ergebnisse des Jahres 2015 zusammen

Jugendmigrationsdienst stellt sich den neuen Herausforderungen

Ania Siwik (v.l.), Ruth Fischer, Eva Pestemer und Sonja Lauterbach vom Jugendmigrationsdienst (JMD) iunterstützen Migrantinnen und Migranten. privat

Region. Der Jugendmigrationsdienst (JMD) im Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. betreut ein flächenmäßig großes, ländliches Gebiet mit zum Teil dünner Besiedlung. Vier Mitarbeiterinnen teilen sich 2,5 Personalstellen. 37 Ehrenamtliche unterstützten die Arbeit, viele davon engagieren sich regelmäßig im Mentorenprojekt InContact.

Seine Angebote richtet der JMD an junge Menschen mit Migrationshintergrund mit dem Ziel, Benachteiligungen zu vermeiden bzw. auszugleichen. Eingebunden in das bundesweite Integrationsprogramm, kooperiert der JMD mit anderen für junge Zugewanderte relevanten Diensten und Einrichtungen. Er trägt dazu bei, die Integrationschancen von jungen Menschen mit Migrationshintergrund in allen gesellschaftlichen Bereichen zu erhöhen sowie Chancengerechtigkeit und Teilhabe zu fördern. Die Schwerpunkte liegen in der individuellen Integrationsförderung sowie in der Initiierung, Bereitstellung bzw. Vermittlung von Gruppenangeboten, die den Integrationsprozess unterstützen. Der JMD arbeitet dabei vernetzt und sozialraumorientiert. Die im Jahresbericht genannten Fallzahlen sind beeindruckend: 413 junge Migrantinnen und Migranten – im Jahr 2014 waren es 291 – aus 42 Ländern und 21 Familienangehörige wurden im Jahr 2015 beraten, unterstützt und begleitet. Ruth Fischer erklärte: „Durch die starke Zunahme an Klientinnen und Klienten, den vermehrten Anfragen von Ehrenamtlichen und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie dem erhöhten Bedarf an Austausch ist es uns zurzeit nicht möglich, den JMD mit allen bisherigen Angeboten weiterzuführen.“ So beschloss die JMD-Klausurtagung 2015 folgende Prioritäten: Erstversorgung der neu Zugewanderten, Weiterführung der Schulung und Begleitung Ehrenamtlicher, wobei über neue Themen und mögliche Kooperationen nachgedacht wird. Die Elternarbeit in den Integrationskursen musste auf ein Modul reduziert werden. Gestrichen wurden auch einige Module aus dem Begleitkonzept der Jugendintegrationskurse.

Die statistische Auswertung der betreuten Personen bestätigte, dass die meisten aus Syrien kommen. Rang zwei belegten EU-Bürger. Die Zuwanderung aus der ehemaligen UDSSR spielte 2015 kaum eine Rolle. Noch nie gab es so viele Neuzugänge wie im Jahr 2015. Der Höchststand von 142 Neuzugängen im Jahr 2001 wurde mit insgesamt 229 Neuzugängen weit übertroffen. Zwei Drittel dieser Menschen haben Fluchterfahrung mit traumatischen Erlebnissen. Mit 145 jungen Menschen im Case Management plus 268 Beratungsfällen stießen die JMD-Mitarbeiterinnen an die Grenzen des zeitlich Machbaren. Um die Qualität zu wahren, wird es bei gleichbleibender oder steigender Anzahl eher weniger Begleitung im Case Management und mehr Beratungsfälle geben, damit zumindest die Migrationserstberatung gewährleistet und migrationsspezifische Fragen beantwortet werden können.

Durch den verstärkten Zuzug von Neuzugewanderten ist das derzeitige Angebot an Integrationskursen an Rhein, Mosel und Ahr noch immer nicht ausreichend. Wartezeiten von bis zu sechs Monaten mussten die vom JMD begleiteten Menschen erfahren. Voraussichtlich in diesem Jahr schaffen es die Integrationsträger, auch in Mayen einen ersten Jugendintegrationskurs anzubieten.

Den kostenlosen Jahresbericht gibt es als Download auf der Caritas-Homepage: migration.caritas-rhein-mosel-ahr.de.

Ania Siwik (v.l.), Ruth Fischer, Eva Pestemer und Sonja Lauterbach vom Jugendmigrationsdienst (JMD) iunterstützen Migrantinnen und Migranten. Foto: privat

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