Wachtberger Kinder- und Jugendkulturtag
Junge Künstler zeigten ihr Talent
Schulzentrum Berkum war Schauplatz des fünften Kulturtages – Schulen und Kindergärten waren mit dabei
Berkum. Ein kleines Jubiläum feierten die Wachtberger Kinder- und Jugend-Kulturtag, denn bereits zum fünften Male zeigte der Nachwuchs im Drachenfelser Ländchen, was er künstlerisch draufhat.
Weil aber der ursprünglich angedachte Austragungsort, die „Kulturscheune Hochgürtel“ in Züllighoven, vom Unwetter am 4. Juni stark in Mitleidenschaft gezogen worden ist, wurde das kunterbunte Treiben kurzerhand in das Schulzentrum Berkum verlegt.
Dort zeigten Hunderte von Wachtberger Kindern und Jugendlichen ihr künstlerisches Talent und beeindruckten damit die erwachsenen Besucher. Bürgermeisterin Renate Offergeld gab auf der Bühne der Aula den „Startschuss“, begleitet wurde sie dabei von der Klasse 6a der Sekundarschule Wachtberg, die unter der Leitung von Ilse Hirschner bekannte Märchenlieder vortrug. Der „Tanz der lustigen Hüte“ der Kita „Glühwürmchen“ Niederbachem rundete ebenso wie das Stegreifspiel „Anne Kaffekanne“ der Kita „Maulwurfshügel“ Werthhoven und der fröhliche Chorgesang der „Chorkids im Ländchen“ unter Leitung von Daniela Bügler das Bühnenprogramm ab.
Gemeinsamen Traum mit allen Kindern geschaffen
„Porträtier Dich selbst!“, hieß es am Stand der „KinderW.E.L.T.“, wo die Kinder sich im Spiegel einmal genau anschauen und anschließend mit Buntstiften und Pulverfarbe ein Selbstportrait schufen, dass sie natürlich mit nach Hause nehmen durften. „Komm mit ins Traumland“, so lautete die Aufforderung der „Fabelkinder“ aus Adendorf.
Sie hatten eine Bildergalerie erschaffen, wie sie sich ihren Träumen gerne sehen. Hier kam die Giraffe überall hin, die blonde Rapunzel hatte schöne Haare, das Polizei-Zebra und der muskulöse Pirat waren hier ebenso zu finden wie der gestiefelte Kater oder eine leckere Eistüte auf zwei Beinen. „Jedes Kind stellt sich so dar, wie es sich im Traum sieht“, so Ines von Wirtz und Larissa Lust, die die 44 Kinder betreuten. Beim Sommerfest hatten sie schon eine Geschichte aus Traumbildern aufgeführt.
„Am Ende haben wir einen gemeinsamen Traum geschaffen, in dem jedes Kind seinen Platz hat.“
„Auf den Pfaden der Indianer“ begaben sich „Die kleinen Strolche“ aus Oberbachem und zeigten stolz ihre Werke zur Geschichte und Kultur der Indianer. An ihrem Stand konnten die Kinder einen eigenen Totempfahl basteln, wofür Küchenrollen, Papier, Stoff und vieles andere zum Einsatz kam. Beim „Indianerfest“ hatten sich die 44 Kinder bereits mit dem Thema ausgiebig beschäftigt.
In der „Ton-Kreativwerkstatt“ von Renate Zgaga aus Niederbachem hatten die „Töpferkinder“ Sophie Maerz, Julia Hempel, Elena Pannen, Annika Schmelzeisen, Frida Schumann, Lena Trach und Bente Zeppen das ganze Jahr über wirklich sehenswerte Kunstwerke getöpfert, die sie jetzt mit großem Erfolg verkauften. Ob Eule oder Pilz, Herz oder Froschkönig – hier fand jeder etwas nach seinem Geschmack.
Für Kinderhilfsprojekt in Südafrika gebastelt
Die neunjährige Elena Jonitz war ebenfalls das ganze Jahr über fleißig und hatte Lesezeichen, gestempelte Karten, Haarschmuck und noch einiges mehr gebastelt, das sie zu Gunsten eines Kinderhilfsprojektes in Südafrika verkaufte. Am Ende kamen fast 300 Euro für den guten Zweck zusammen.
Damit soll der Verein „Kids – Bildung für arme Kinder in Kapstadt“ unterstützt werden, erklärte Elena. Der Verein unterstütze Kinder in der Kapregion, insbesondere eine Grundschule in einem Stadtteil mit besonders armen Kindern. Ihre Eltern hätten einige Jahre in Kapstadt gelebt, so sei die Beschäftigung mit dem Thema zustande gekommen. „Mit Wasser spielen und matschen“ war einfach nur herrlich für den Nachwuchs am Stand des Familienzentrums „Drachenfelser Ländchen“. Auch das Umfüllen von farbigem Wasser in zwei miteinander verbundenen Plastikflaschen führte zu spannenden Ergebnissen. „Windlichter aus Beton“ waren bei Nina Hartzheim und Johanna Krapp zu bestaunen.
Die Mädels verkauften zudem selbst gebackene Muffins für einen guten Zweck. Ninas Vater hatte den Beton gemischt, und die neunjährige Tochter diesen in verschiedenen Formen gegossen. Dabei kamen einige wirklich sehenswerte Objekte heraus.
Bunte Schmetterlinge zum Leben erweckt
Am Stand der GGS Niederbachem erwecken die Kinder bunte Schmetterlinge zum Leben. Mit viel Liebe und Geduld, aber mit noch mehr Farbe, Glitzer und anderen Materialien durfte hier jeder seinen persönlichen Schmetterling erschaffen, der anschließend zu Hause an die Wand geklebt werden durfte. „Energie in Wachtberg“ war das Thema der Wachtberger Jugendfachkräfte, sie zeigten auch, was man alles damit machen kann. So drehten sich schon bald aus recyceltem Material selbstgebastelte kleine Windmühlen im Wind. Ein interessantes Erlebnis, war es, seine eigene Zunge zu einer Batterie umzufunktionieren, und auch beim Spiel mit dem „Heißen Draht“ sorgte so mancher Wackler für Alarm. Um das leibliche Wohl kümmerte sich der Förderverein „Drachenstarkes Schulzentrum“ unter der Leitung von Sabine Feddern, der die kleinen und großen Gäste mit selbstgebackenen Kuchen, Knackwürsten und Getränken verwöhnte.
JOST
Foto: Volker Jost
Foto: Volker Jost
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