Allgemeine Berichte | 20.06.2017

Evangelische Öffentlichkeitsarbeit Rhein-Lahn informiert

Junge Leute freuen sich auf Reise zu afrikanischen Partnern

Begegnung in Mabira gibt Einblick in Alltag fremder Kultur und soll Freundschaft festigen

Die jungen Leute aus dem Rhein-Lahn-Kreis freuen sich auf ihren teilweise schon zweiten Besuch im afrikanischen Distrikt Mabira in Tansania, zu dem seit 36 Jahren eine Partnerschaft mit dem Dekanat Nassauer Land besteht. Dekanatsjugendreferent Thorsten Knüppel (2. von links) begleitet die Gruppe. Dekanat Nassauer Land.

Rhein-Lahn. Im Sommer 2017 geht die Jugendbegegnung zwischen Mabira und dem evangelischen Dekanat Nassauer Land in die nächste Runde. Zehn junge Erwachsene wagen sich auf eine dreiwöchige Reise in den Nordwesten Tansanias im fernen Afrika. Dort treffen sie junge Christen aus dem Partnerdistrikt des Dekanats, leben in Gastfamilien und lernen Menschen, Kultur und Glaube eines für sie fremden Landes kennen.

An einem warmen Sonntagnachmittag trifft sich eine Gruppe junger Erwachsener zum gemeinsamen Grillen in Cramberg. Sie sind acht von zehn Teilnehmenden der Jugendbegegnung 2017. Von Ende Juli bis Mitte August werden sie in Tansania unterwegs sein, zusammen mit Einheimischen leben, arbeiten und beten. Währenddessen verzichten sie auf gut sortierte Supermärkte, fließendes Wasser und zahlreiche weitere Annehmlichkeiten.

Die Teilnehmer freuen sich auf eine ereignisreiche Zeit. Auf dem Programm stehen unter anderem eine Hochzeit, Besuche in Bildungseinrichtungen sowie gemeinsames Arbeiten und Diskussionsrunden mit jungen Erwachsenen aus Mabira.

Erfahrungsbericht und Erwartungen

Katharina Matern war bereits 2013 in Mabira und hat an der ersten Jugendbegegnung teilgenommen. Ihr ist es diesmal besonders wichtig, die Menschen in Mabira wiederzutreffen, die ihre Freunde geworden sind. Der übergeordnete Zweck der Jugendbegegnung ist für sie, junge Menschen für den Alltag fremder Kulturen zu sensibilisieren und „dass man dabei schätzen lernt, was man in Deutschland hat und als viel zu selbstverständlich ansieht“.

Im Sommer vor zwei Jahren reisten junge Erwachsene aus Mabira zum Gegenbesuch ins Nassauer Land. Neben Andachten und Gottesdienstbesuchen konnten die Gäste das Kanufahren auf der Lahn genießen, erlebten erstmals den Aufenthalt in einem Freibad und besuchten unter anderem die Handwerkskammer in Koblenz und das Abfallwirtschaftszentrum in Singhofen.

2015 stieß Torsten Knüppel, Dekanatsjugendreferent im Nassauer Land, als Betreuer zur Jugendbegegnung. Er wird die Gruppe nach Tansania begleiten. Ihm liegt es am Herzen, dass die jungen Erwachsenen selbst Verantwortung übernehmen und die Partnerschaft aktiv mitgestalten. „Ich erwarte von den Teilnehmern Offenheit und Herzlichkeit unseren Gastgebern gegenüber und dass sie sich auf neue geistige Impulse einlassen.“

Auch Lisa Heuper ist gespannt auf ihre erste Reise nach Afrika, doch sie hat auch Respekt: „Gerade, wenn man in eine Gastfamilie kommt, die kein Englisch spricht, kann es schwierig werden.“ Dennoch überwiegt die Freude und die Neugier auf eine vielfältige Kultur und neue Bekanntschaften. „Der Vorteil ist, dass wir in einer Gruppe unterwegs sind, keiner ist auf sich alleine gestellt. Wenn etwas ist, hat man immer jemanden, an den man sich wenden kann.“

Die Jugendbegegnung ist eine Initiative des Arbeitskreises Mabira, der seit 36 Jahren die Partnerschaft mit Christen in Mabira pflegt und vorantreibt. Während der Arbeitskreis zahlreiche Projekte in den Bereichen Bildung, Landwirtschaft und Gemeindearbeit initiiert und fördert, ist das Ziel der Jugendbegegnung vor allem der geistige Austausch junger Erwachsener. Die Hoffnung: die Teilnehmer tragen Ihre Erfahrungen und Erlebnisse weiter und schärfen so nicht nur ihr eigenes, sondern auch das Bewusstsein ihres direkten Umfelds.

Die jungen Leute aus dem Rhein-Lahn-Kreis freuen sich auf ihren teilweise schon zweiten Besuch im afrikanischen Distrikt Mabira in Tansania, zu dem seit 36 Jahren eine Partnerschaft mit dem Dekanat Nassauer Land besteht. Dekanatsjugendreferent Thorsten Knüppel (2. von links) begleitet die Gruppe.Foto: Dekanat Nassauer Land.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
  • Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
Monatliche Anzeige
Dienstleistungen
Koblenz blüht 2026
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Stellenanzeige mehrere Stellen
Wohnträume
Aushilfskraft (w/m/d)
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
Empfohlene Artikel
Vom 6. bis 8. April 2026 machte das Infomobil des Deutschen Bundestages Station auf dem Himmeroder Wall in Rheinbach. Foto: Stadt Rheinbach
14

Rheinbach. Vom 6. bis 8. April 2026 machte das Infomobil des Deutschen Bundestages Station auf dem Himmeroder Wall in Rheinbach. Der 17 Meter lange und 26 Tonnen schwere Promotion-Truck tourt jährlich durch rund 60 Städte in ganz Deutschland. Ziel ist es, die Arbeit des Parlaments anschaulich zu vermitteln. Im Laufe von zwei Wahlperioden sollen so alle 299 Wahlkreise besucht werden.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf.
47

Im Foyer des Rathauses in der Rosengasse liegt ein Kondolenzbuch aus, in das sich Bürgerinnen und Bürger eintragen können

Stadt Mayen trauert um Mario Adorf

Mayen. Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf, der am 8. April 2026 im Alter von 95 Jahren verstorben ist.

Weiterlesen

Pfarrer Jörg Meyrer. Foto: privat
10

Sie ist gerade nicht besonders verlässlich. Kriege, Krisen, harte Worte in der Politik. Vieles ist in Bewegung, manches gerät aus den Fugen. Für uns Erwachsene ist es schon nicht einfach, alles zu verfolgen – und erst recht nicht, alles zu verstehen. Und zu begreifen, warum die Mächtigen ihre Gewalt- und Kriegsspiele treiben. Wie machen Kinder das?

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Rund um´s Haus
Rund ums Haus
Imageanzeige
Wir helfen im Trauerfall
Alles rund ums Haus
Ostergruß
Innovatives rund um Andernach
SB Standesamt
Stellenanzeige
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
PR-Anzeige
Anzeige Lange Samstage
Mitarbeiter IT-Administrator
Stellenanzeige Kita
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Veranstaltung 15.April
Anzeige Tag der offenen Tür am Zeiberberg