Allgemeine Berichte | 05.11.2019

Bürgerversammlung einer Gruppe von Umweltaktivisten und Grünen

Junges Engagement für lebenswertes Güls

Für unterschiedliche Projekte sollen weitere Interessenten gefunden werden

Sie wollen in Güls etwas bewegen (hinten von links): Hans-Peter Ackermann, Christopher Bündgen, Elias Demerath, Hardi Lang und Hans Ternes sowie (vorn von links) Brigitte Ternes, Elena Reh, Eva Scheidweiler und Marian Reh. Es fehlt Anne Rosner.Foto: privat

Koblenz. Mit diesem Ansturm hatten nur große Optimisten gerechnet. Der Gastraum beim „Wackeler“, dem bekannten Gülser Grünen und Gastwirt Hans-Peter Ackermann, war brechend voll. Sogar die Stehplätze waren ausgebucht. Eine Gruppe von jungen Gülser Umweltaktivisten und Grünen hatte zu einer ersten großen Bürgerversammlung eingeladen, um ihre Ideen für ein grünes Güls vorzustellen und aufmerksam zuzuhören, wo die Gülser Bürger der Schuh drückt.

Schon vor den jüngsten Kommunalwahlen hatte sich eine Gruppe von jungen Gülsern zusammengefunden, um ihre Vorstellung von einer nachhaltigen Politik auch in Güls zu erarbeiten und in der Öffentlichkeit zu vertreten. Ihre politische Heimat fanden sie im Gülser Ortsverband der Grünen. Aufgrund ihrer Überzeugung, dass nur durch die Einbindung der Bürger in das politische Handeln vor Ort eine gute Politik möglich wird, luden sie zu der ersten großen Bürgerversammlung ein, indem sie eine Einladung an alle Gülser Haushalte verteilten. Aber auch über Facebook und Instagram gewannen sie eine Menge vorrangig junger Leute für ihre Ideen.

Um ihre Ziele Klimaschutz, Nachhaltigkeit, sozialer Zusammenhalt und Gerechtigkeit zu verwirklichen, wollen die jungen Grünen möglichst viele Bürger gewinnen, die in unterschiedlichen Projekten mitarbeiten. Eine Projektgruppe, zu der sich bereits spontan eine große Anzahl von Interessenten zusammenfand, bemüht sich um die Einrichtung eines lokalen Wochenmarkts in Güls, ein zweiter Arbeitskreis kümmert sich um die Erhaltung der Artenvielfalt (Bienen/Insekten) und will Blühwiesen anlegen, Insektenhotels errichten und Gartenpatenschaften vermitteln. Im Bereich Verkehr kam eine Vielzahl von Forderungen und Anregungen auch von den anwesenden Bürgern: So wurden Mitfahrerbänke in Bisholder und an der B416 angeregt, zudem eine barrierefreie Sanierung der Bahnhofsanlage und eine Einfädelspur für Radfahrer in der Teichstraße. Weitere Vorschläge waren regelmäßige „grüne Spaziergänge“ zur Säuberung der Gülser Gemarkung von Müll und Unrat, neue Sitzgelegenheiten auf dem Friedhof, aber auch eine Helfer- beziehungsweise eine Werkzeugbörse, Nachhilfe und Sprachförderung für Kinder und Erwachsene (mit und ohne Migrationshintergrund).

Christopher Bündgen, einer der Initiatoren der Bürgerversammlung, lud alle Anwesenden zur Mitarbeit ein und betonte, dass eine Mitgliedschaft in der Partei keinesfalls Voraussetzung für eine Teilnahme an den Projekten sei. Es gehe allen im Raum nicht vorrangig um eine Partei, sondern um die Gülser Bürger und ein lebenswertes und liebenswertes Güls. Die geplanten Projekte und die gesamte Initiative seien auch durchaus zu sehen als Gegenmaßnahme gegen das verbreitete Gefühl von Ohnmacht und Hilflosigkeit auch vieler junger Menschen angesichts der gewaltigen globalen Herausforderungen und Krisen. Gerade im lokalen Raum könne der Einzelne eine Menge tun, dafür solle in Güls eine Plattform geboten werden. Allen Interessierten sei zur Kontaktaufnahme die E-Mail-Adresse info@gruene-guels.de empfohlen.

Sie wollen in Güls etwas bewegen (hinten von links): Hans-Peter Ackermann, Christopher Bündgen, Elias Demerath, Hardi Lang und Hans Ternes sowie (vorn von links) Brigitte Ternes, Elena Reh, Eva Scheidweiler und Marian Reh. Es fehlt Anne Rosner.Foto: privat

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