Insgesamt 60 der Kult-Kuchen gingen über die Theke
Junggesellen bewahren Tradition beim Maubichfest
Lantershofen. Zwei Rezepte in Sachen Trinken und Essen obliegen Weltweit besonderer Geheimhaltung: das von Coca-Cola und das vom Maubich. Auch wenn letztgenannter (noch) nicht ganz den Bekanntheitsgrad des süßen Erfrischungsgetränks erreicht hat, so hat der Lantershofener Birnenkuchen doch ebenfalls zahlreiche Fans.
Um die voll auf ihre Kosten kommen zu lassen, veranstaltet die Junggesellen-Schützen-Gesellschaft „St. Lambertus“ Lantershofen seit 1968 das „Maubichest“. So auch am vergangenen Wochenende, als 60 der aus Hefeteig und dem gewürzten Mus getrockneter Birnen hergestellte Maubichkuchen ruck-zuck verkauft waren. Ob direkt vor Ort, bequem zum Mitnehmen, pur oder mit Sahne – der Maubich, den man angeblich entweder liebt oder „verabscheut“, vereint für seine Liebhaber Genuss, Tradition und Kult. Erwähntes Rezept wird von den Junggesellen, die auch für die Ernte der Birnen verantwortlich sind, sicher bewahrt und nur zum Maubichfest aus dem Tresor geholt.
Mehr als „nur“ Kuchen
Davon ab: das Maubichfest ist schon immer viel mehr, als „nur“ Kuchen, sondern auch jede Menge Spaß und Geselligkeit. Den von „Ahrtalblech“ musikalisch begleiteten Auftakt am Freitag krönte das spannende Sibbeschrömturnier mit dem glücklichen Sieger Markus Jüris, am Samstag lockten Biergarten-Atmosphäre, Meterpokal sowie ein Bier-Blind-Tasting an und in den Winzerverein. Aus diesen anspruchsvollen Wettbewerben gingen die Bengener Junggesellen sowie Ex-Majestät Jan Sommer als Sieger hervor. N
eben dem ersehnten Maubichverkauf gab es beim abschließenden Familiensonntag Live-Musik vom Junggesellen-Tambourcorps und von den Musikfreunden Lantershofen, aber auch etliches an Unterhaltung für die jüngsten Gäste. Kein Wunder also, dass Junggesellen-Hauptmann Severin Bender ein rundum positives Maubichfest-Fazit ziehen konnte. DU
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Die Lantershofener Brötchesmädchen beim Maubichfest mit dem amtierenden Schützenkönig Clemens Queckenberg (5. von links), Junggesellen-Hauptmann Severin Bender (5. von rechts) und natürlich den Maubichkuchen. Foto: DU