Großartige Auftritte sorgten für kurzweiligen Abend
Jungkarnevalisten begeistern Alt und Jung
Ranzengarde Grün-Gelb präsentierte exzellentes Sitzungsprogramm
Höhr-Grenzhausen. Geballte Nachwuchspower und neue Bühnentalente präsentierte die Ranzengarde Grün-Gelb am vergangenen Freitag. Bereits beim Einmarsch der großen und kleinen Garde samt Elferrat bot sich den Zuschauern ein fantastisches Bühnenbild und jedem war schnell klar, dass Sitzungspräsident Felix Birnbach, als er vor zwei Jahren das närrische Vereinszepter übernahm, nicht zu viel versprach, als er von der „Next Generation“ sprach.
Das Programm, das der Verein der jungen Karnevalisten an ihrer ersten von zwei Sitzungen dem närrischen Publikum darbot, konnte sich sehen lassen. Die Akteure zeigten allesamt was in Ihnen steckt und die Gäste konnten das schauspielerische, mit viel Witz und Humor gespickte Programm sowie das tänzerische Talent der Kinder und Jugendlichen bewundern.
Junge Karnevalstalente begeisterten Publikum
Bereits die Minis der Ranzengarde, die in diesem Jahr einen putzigen Tanz als Schlümpfe präsentierten, eroberten die Herzen der Zuschauer im Nu. Auch wenn sie kaum größer sind als der Elferratstisch hoch ist, so sind sie doch schon echte Bühnenasse. Nach diesem bezaubernden Auftakt ins Sitzungsgeschehen bot sich den Gästen in den insgesamt 26 Programmpunkten, die der Verein in dieser Session auf die Beine gestellt hat, ein abwechslungsreiches, vielfältiges und bunt gemischtes Repertoire an humorvollen Sketchen, lustigen Zwiegesprächen, beeindruckenden Tänzen und bemerkenswerten Einzelreden. So brillierte Phillip Jensen, der als Newcomer auf der grün-gelben Bühne stand, zusammen mit Niklas Braun als Student und Professor mit gekonnten, teils philosophischen Wortspielen. Er beantwortete die Frage, wann Rom erbaut wurde mit: „Vermutlich in einer Nacht, denn es heißt ja, dass Rom nicht an einem Tage erbaut wurde.“ Die Lacher des Publikums hatten sie damit auf ihrer Seite. Natürlich durfte auch das Thema „Klimawandel“ nicht fehlen. In ihrem Vortrag klärten Mia Berger und Nele Gräf die Zuschauer über die Zusammenhänge auf, auch wenn es hier und da zu amüsanten begrifflichen Missverständnissen kam. Außerdem bekam die Bundeswehr ihr Fett ab. Filip Birnbach brachte als lebenslustiger Rekrut seinen Offizier (Liam Lötschert) schier zur Verzweiflung. Die Eltern hatte Amanda Gil in ihrer hervorragend vorgetragenen Rede „Das nervt“ im Visier und erntete dafür nicht nur viel Verständnis des jungen Publikums, sondern auch riesigen Applaus. Dass Fußball nicht jedermanns Welt ist, zeigten Janne Spitzner und Henri Jaquemin in ihrem wunderbaren Sketch.
Spektakuläre Tänze und strahlender Auftritt der Prinzenpaare
Am Start waren neben den Minis weitere sechs tänzerisch hervorragende Aufführungen. Sowohl die kleine als auch die große Garde der Grün-Gelben ließen die Bühnenbretter unter ihren Tanzstiefeln erzittern und präsentierten dem Publikum zwei eindrucksvolle Marschtänze im Gleichschritt. Die Rasselbande, die ihre Kostüme in diesem Jahr farblich an denen des Kinderprinzen orientierte, zeigte als Tribute to ABBA einen schillernden Showtanz als Dancing Queens. Eine atemberaubende Vorstellung boten die „Dance Friends“ mit ihrem Auftritt als Amazonen. Cool, sexy und grell zeigte sich das Männerballett in neonfarbenem Sport-Outfit mit seinem Punkt „Aerobic“.
Einen Höhepunkt des Abends stellte der Auftritt des Kinderprinzenpaares Prinz Felix I. und Prinzessin Emilia I. aus der geheimnisvollen Unterwasserwelt dar. Unter dem Jubel der Närrinnen und Narren hielten sie gebührend Einzug in die Narhalla und begeisterten mit ihrer lieben, herzlichen und gewinnenden Art, den bunt schimmernden Kostümen sowie den perfekt vorgetragenen Reden das Publikum. Als Dank wurden sie von den Gästen gefeiert und stürmisch bejubelt.
Tanzend und gute Laune verbreitend hielt das große Prinzenpaar von Höhr-Grenzhausen Einzug bei den Grün-Gelben und erinnerte sich an ihren ersten Tanz vor 27 oder 28 Jahren bei den Minis der Ranzengarde, die damals ebenfalls als Schlümpfe auftraten. Laura und Bastian erinnerten sich an viele schöne Momente, die sie selbst in der Ranzengarde erlebt haben und verkündeten stolz: „Unser Herz wird immer Grün und Gelb schlagen.“
Auszeichnung für Moritz Kuch und Fabian Günther
Wurde in den letzten Jahren kein Verdienstorden in den Reihen des Vereins vergeben, so erhielten in diesem Jahr gleich zwei Personen diese Anerkennung. Die Auszeichnung mit dem grün-gelben Verdienstorden ging an Moritz Kuch und Fabian Günther, die sich mit ihrem unermüdlichen Einsatz um den Verein verdient gemacht haben.
Die Schlussshow holte alle Sitzungsbesucher von ihren Stühlen. Gebannt verfolgten sie die spektakuläre Inszenierung von „High School Musical“. Die Jungs und Mädels der Ranzengarde boten eine atemberaubende und erstklassige Show und setzten damit einen beeindruckenden Schlusspunkt unter einen kurzweiligen und brillanten karnevalistischen Abend. Mit ihren beeindruckenden Darbietungen zeigte der Verein in diesem Jahr einmal mehr, dass die Zukunft des Höhr-Grenzhäuser Karnevals in sicheren Händen liegt.
Ein putziger Augenschmaus - Der Tanz der Minis als Schlümpfe.
Luis Specht und Florian Meyer „Auf dem Bau“.
Ein Traum in Neon - Der Aerobic-Tanz des Männerballets
Fussball ist nicht jedermanns Welt - ein witziger Sketch.
Durch das Sitzungsprogramm der Ranzengarde führte Präsident Felix Birnbach.
Fantastischer Auftritt der Großen Garde.
