Jazz im Köllenhof
„Just Jazz“ eröffnete das Konzertjahr
Band spielte erstmals im historischen Hof
Wachtberg-Ließem. Thomas Eimer, Hartmut Kreyer, Dietrich Hofmann und Guido Schlöter präsentierten sich erstmals im regional bekannten Jazztempel Köllenhof. Mit Stücken aus den 30er und 40er Jahren des Swing-Jazz, einer Auswahl Cool-Jazz aus den 50ern und Latin aus den 60er Jahren nahmen sie ihre Zuhörer mit auf die Reise durch die prägenden Jahre der Jazzentwicklung vom Beginn bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts. Beeindruckend interpretierten die Instrumentalisten Stücke mit viel Spielraum zur kreativen Umsetzung.
Wegen der Vielfalt des Stils hatten sich die Aktiven dem Jazz verschrieben, und wegen der Spontanität, den Experimentiermöglichkeiten und den musikalischen Entfaltungsmöglichkeiten. Im Köllenhof beeindruckten die vier Musiker mit einer guten Abstimmung und gekonnten Ausflügen in bisher ungehörte Variationen bekannter Stücke. Thomas Eimer spielte bereits als Kind Klavier und entdeckte nach Ausflügen in den Blues seine Leidenschaft für den Jazz. Hartmut Kreyer musizierte zuerst mit Waschbrett und Mundharmonika, ehe er Klarinette und Querflöte spielte und sich schließlich dem Saxofon verschrieb. Dietrich Hofmann hatte vor zwölf Jahren nach langer Abstinenz wieder einen Raum für Musik in seinem Leben gefunden. Der Jugendgitarrist wechselte zum Bass und gibt in der Formation den Grundton an.
Während die anderen Bandmitglieder mit anderen Stilrichtungen aufwuchsen und später zum Jazz fanden, war Guido Schlöters erster Lehrer sein Vater, der selbst Jazz-Schlagzeuger war. Guido Schlöter hörte man bereits beim „Rheinjazz Quintett“ und bei „Vibe & Friends“. Zusammen mit Sängerin Susanne Hilger, die an diesem Abend verhindert war, und Thomas Eimer gründete er „Just Jazz“. In der Jam Session hörten die knapp 70 Besucher Klassiker aus den 30er und 40er Jahren, die die Bandmitglieder zusammen mit drei Musikern aus dem Gastraum geschickt intonierten.
