Allgemeine Berichte | 09.10.2024

KERH auf Reisen

Die Kameradschaft veranstaltete eine außergewöhnliche Mehrtagesfahrt nach Südpolen.  Foto: privat

Kreis Ahrweiler. Die Kameradschaft ehemaliger Soldaten, Reservisten und Hinterbliebener (KERH) im Deutschen Bundeswehrverband e.V. (DBwV) im Kreis Ahrweiler führte ihre erste Mehrtagesfahrt im Jahr 2025 in das südliche Polen durch. Nach einer über 800 km langen, staufreien Anreise wurde am frühen Abend Breslau erreicht.

Am nächsten Tag wurden bei einem Stadtrundgang die vielen historischen Gebäude und die wechselvolle Geschichte der einstmals deutschen Stadt durch einen örtlichen Reiseleiter erklärt. Beeindruckt waren die Reiseteilnehmer auch von den unzähligen kleinen Zwergen in vielfältigen symbolischen Formen, die über die ganze Stadt verteilt sind. Diese, unentgeltlich von Künstlern geschaffen, sollen an den polnischen Widerstand gegen das kommunistische Regime erinnern.

Am Nachmittag wurde das Kloster „Jasna Gora“ mit der berühmten „Schwarzen Madonna“ besucht. Die auch als „Mutter Gottes von Tschenstochau“ bezeichnete Heiligengestalt ist weltweit bekannt und Ziel vieler Pilgerreisen. Selbst Papst Johannes Paul II war hier zu Gast. Nach einem kurzen Rundgang durch einige Räumlichkeiten des Klosters, führte die Weiterfahrt nach Krakau. Das dortige Hotel war für 3 Tage Quartier und Ausgangspunkt weiterer Erkundungen. Auch hier bestand die Möglichkeit, nach einem gemeinsamen Abendessen, die nähere Umgebung des Hotels auf eigene Faust zu erkunden.

Der dritte Tag begann mit einer Führung durch das Salzbergwerk Wieliczka.

Die etwa 800 Stufen in die Tiefe des Bergwerks mussten bewältigt werden, um interessante Einblicke in die harte und gefährliche Arbeit der Bergarbeiter zu erlangen.

Unter Tage wurden einige Kilometer im Stollensystem zurückgelegt, dabei konnten neben den Gängen im Salz auch herrlich blaue Seen, die der Entwässerung dienen, bewundert werden. Am meisten beeindruckt war die Reisegruppe von der riesigen Salzgrotte mit zahlreichen Heiligenbildern und Skulpturen aus Salz. Mit den Original-Förderkörben wurden die Besucher wieder ans Tageslicht befördert. Nach einer kurzen Pause, begann ein geführter Rundgang durch Krakau mit einer anschließenden Bootsfahrt auf der Weichsel.

Der nächste Reisetag führte in der Bergwelt der Hohen Tatra, hier war das bekannte Wintersportzentrum Zakopane das erste Tagesziel. Mit der Zahnradbahn ging es zu einem Aussichtspunkt, der einen herrlichen Blick auf Zakopane und die Kulisse der Hohen Tatra ermöglichte. Den Abschluss des Tages bildete die Besichtigung des Museumsdorfes Chocholow, das über eine Vielzahl alter historischer Holzbauten verfügt. Mit einer Kostprobe des für die Region bekannten Goralenkäses in einem urigen Gasthofe fand der Tag einen gelungenen Ausklang.

Am vorletzten Tag standen bei der Rückfahrt nach Breslau noch der Besuch der Städte Kattowitz, Gleiwitz und Oppeln auf dem Programm. Kattowitz beeindruckte schon von weitem durch seine gewaltigen Fördertürme. In Gleiwitz beschränkte man sich auf die Besichtigung des Senders Gleiwitz. Der als Gedenkstätte zu besichtigende 118 Meter hohe höchste Holzturm der Welt, wurde am 31.08.1939 durch einen fingierten Überfall als propagandistischer Vorwand für den Überfall auf Polen inszeniert und war der Beginn des 2. Weltkrieges. In Oppeln bestand die Möglichkeit eines Rundganges mit Besichtigung historischer Bauten.

Der letzte Tag einer imposanten, aber auch anstrengenden Reise gehörte der Rückfahrt nach Bad Neuenahr

Die Kameradschaft veranstaltete eine außergewöhnliche Mehrtagesfahrt nach Südpolen. Foto: privat

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