Rhein-Sieg-Kreis informiert
"Kabarettisten unterm Hakenkreuz"
Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe der Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“
Rhein-Sieg-Kreis. „Kabarettisten unterm Hakenkreuz – die Macht des Wortes gegen die Herrschaft der Macht“ lautet ein Bild-Vortrag in der Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“ am 22. Mai. Mit ihm möchte der Referent, Dr. Jürgen Nelles, an bekannte und vergessene Kabarettisten erinnern, die in den dunkelsten Jahren der deutschen Geschichte von 1933-1945 mit der Waffe des Wortes Widerstand gegen die Nationalsozialisten geleistet haben. In Kleinkunstkellern, wie in Berlin „Die Katakombe“ und das „Kabarett der Komiker“ oder in München die „Pfeffermühle“, haben Wortakrobaten und Sprechartisten mit Satiren und Parodien, mit Sketchen und Flüsterwitzen zunächst versucht, das „Dritte Reich“ zu verhindern, dann zu bekämpfen und schließlich zumindest zu überleben. Die Ausführungen wollen historische Hintergründe erläutern und Kabaretttexte zu Gehör bringen, unter anderem von Heinz Erhardt, Werner Fink, Peter Frankenfeld, Erich Kästner, Erika Mann, Walter Mehring, Brigitte Mira, Wolfgang Neuss, Rudolf Platte, Kurt Tucholsky, Karl Valentin und Liesl Karlstadt. Der Referent, Dr. Jürgen Nelles, ist Privatdozent für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Bei seinen Lehr-, Forschungs- und Verwaltungstätigkeiten an Fachhochschulen und Universitäten in Bonn, Hagen und Koblenz waren seine Arbeitsschwerpunkte: das Verhältnis von Geschichte und Gegenwart, von Kunst, Künstlern und Gesellschaft, literarische Formen und erzähltechnische Verfahrensweisen. Der Vortrag „Kabarettisten unterm Hakenkreuz“ findet am Sonntag, 22. Mai um 14.45 Uhr in der Gedenkstätte, Bergstraße 9, Windeck-Rosbach statt; der Eintritt ist frei.
