Spannende Schießwettbewerbe in Lehmen
Kai Wenn ist der neue Schützenkönig
Lehmen. In jedem Jahr steht in Lehmen das Wochenende um den ersten Oktobersonntag ganz im Zeichen von sportlichen Schießwettkämpfen, organisiert und ausgerichtet von der St. Sebastianus Schützenbruderschaft. Wieder fanden mehrere Wettbewerbe in unterschiedlichen Disziplinen statt, unter großer Beteiligung der örtlichen Bevölkerung und der aktiven Schützen. Begonnen wurde mit der erneut sehr beliebten Dorfmeisterschaft, an der sich zehn Mannschaften in die Teilnehmerlisten eingetragen hatten. Im Einzel- und Mannschaftswettkampf maßen sich Schützinnen und Schützen, die mit dem Luft- und dem Kleinkalibergewehr mit jeweils drei Schuss ins Schwarze treffen mussten. Die Mannschaften bestanden aus mindestens drei Personen, waren in jeder Hinsicht bunt gemischt und stellten damit einen Querschnitt aus der Dorfgemeinschaft dar - aktive Schützen naturgemäß ausgenommen, sie waren von der Teilnahme ausgeschlossen. Besonders spannend: Die Wettkämpfe konnten von Teilnehmern und Zuschauern live verfolgt werden, wurden doch alle Treffer in Echtzeit mittels Beamer auf eine Leinwand projiziert.
Knappe Ergebnisse
Wiederum knapp fiel das Ergebnis in der Einzelwertung aus. Den ersten Platz sicherte sich Maria Ording-Schröer mit 58 Ringen, dicht gefolgt von Matthias Etges mit 57 und Rita Schmidt mit 54 Ringen. Ebenfalls sehr knapp fiel das Ergebnis bei den Mannschaften aus, die sich aus Vereinen, Parteien, Nachbarschaftsgruppen oder Freizeitsportlern zusammensetzten. Mit zwei Ringen Vorsprung errangen die Möhnen „Dolle Bibbere“ (159 Ringe) den Pokal der Dorfmeisterschaft, vor dem „Anglerclub Mosella“ und der Mannschaft „Des Brudermeisters Weiber“ (157 bzw. 150 Ringe). Auch das erstmalig parallel angebotene Adlerschießen erfreute sich bei den Anwesenden und Vertretern benachbarter Schützenvereine eines großen Zuspruchs und rundete das attraktive Angebot am ersten Wettkampftag ab.
Präzisionsschuss auf den Königsadler
Am nächsten Tag standen dann die vereinsinternen Schießwettkämpfe auf dem Programm. Traditionell wurde die noch amtierende Schützenkönigin Silke Kray unter der musikalischen Begleitung des Trommler- und Pfeiferkorps Winningen von den uniformierten Schützen zuhause abgeholt. Mit dabei waren dieses Jahr auch die Möhnen, die es sich nicht nehmen ließen, ihre Möhnenschwester beim anschließenden festlichen Umzug durch das Dorf zur Schützenhalle ebenfalls zu begleiten. Dort angekommen, wurden zunächst mit dem Kleinkalibergewehr die besten Schützen in den unterschiedlichen Altersklassen ermittelt. Vereinsmeister aller Klassen wurde Brudermeister Uwe Schmidt, dicht gefolgt von Silke Kray und Hans Georg Schmidt. Erneut spannend verlief das Schießen um die Königswürde. Zahlreiche gute Schüsse waren auf dem Königsadler zu verzeichnen, zunächst augenscheinlich ohne große Wirkung. Erst der 30. Schuss auf den Rumpf traf entscheidend, brachte ihn aber nur fast zum Fallen. So war es dem nächsten Schützen vorbehalten, den Adler zu erlegen – und Kai Wenn setzte präzise den „tödlichen“ Schuss. Die Freude über seine erstmalig errungene Königswürde war ihm deutlich anzusehen. Mit ihm freute sich seine Frau Martina, die zu den ersten Gratulanten gehörte. Den Wettkampf um den sogenannten „Damenadler“ hatte zuvor Petra Becker für sich entscheiden können.
Positives Fazit
Der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Lehmen ist es mit einer attraktiven Kombination aus Tradition, Wettkampf und Spaß erneut gelungen, einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Dorfgemeinschaft über Altersgrenzen hinweg zu leisten. Detailliertere Ergebnislisten sowie weitere Informationen und Angebote für Interessenten des lokalen Schießsports sind im Internet unter www.schuetzen-lehmen.de zu finden.
Pressemitteilung
St. Sebastianus
Schützenbruderschaft Lehmen
Das neue Schützenkönigspaar Kai und Martina Wenn mit Brudermeister Uwe Schmidt und Wolfgang Gaida. Fotos: St. Sebastianus Schützenbruderschaft Lehmen
