Allgemeine Berichte | 03.09.2025

„Kalte Dorfwärme Rech“ für Engagementspreis nominiert

Die Nominierung ist ein starkes Signal für das Ahrtal. Foto: privat

Rech. Die Zukunft Mittelahr AöR freut sich gemeinsam mit der Ortsgemeinde Rech und der Verbandsgemeinde Altenahr über die Nominierung des Projekts „Kalte Dorfwärme Rech“ für den bundesweiten Engagementpreis „Druck machen“ der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Unter mehr als 600 Bewerbungen wurde Rech in die Top 10 gewählt – als Modell für wirksames und gemeinwohlorientiertes Engagement in der kommunalen Energiewende.

Die finale Preisvergabe und die Bekanntgabe des Titels „Umweltheld:in des Jahres“ erfolgen im März 2026 in Berlin. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert.

Niki Kozisek, Vorstand der Zukunft Mittelahr AöR und Projektleiter, erklärt: „Die Nominierung ist ein starkes Signal für das Ahrtal. Dass ein kleines Dorf wie Rech mit innovativer Wärmetechnologie bundesweit wahrgenommen wird, zeigt die Kraft von lokalem Engagement. Für uns als Zukunft Mittelahr AöR ist es ein Ansporn, weiter an nachhaltigen Energielösungen zu arbeiten und Projekte wie dieses als Motor zu begleiten.“

Dominik Gieler, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenahr und Schirmherr, unterstreicht die Bedeutung der Nominierung: „Die Kalte Dorfwärme ist ein Paradebeispiel für gelungenen Wiederaufbau nach der Flut. Mit der Öffentlichkeitskampagne ‚Das wird‘ machen wir die Fortschritte sichtbar und stärken das Vertrauen der Menschen. Diese Nominierung zeigt, dass unser gemeinsamer Weg richtig ist.“

Thomas Hostert, Ortsbürgermeister von Rech, ergänzt: „Für unsere Gemeinde ist die Nominierung eine besondere Auszeichnung. Sie macht deutlich, dass wir mit Mut, Zusammenhalt und klarer Entscheidungskraft etwas aufbauen konnten, das auch überregional Beachtung findet.“

Klimafreundliche Wärmelösung aus dem Ahrtal

Die Kalte Dorfwärme Rech ist ein energieeffizientes und klimaneutrales Versorgungskonzept, das im Rahmen des Wiederaufbaus nach der Flut 2021 entwickelt wurde. Über ein kaltes Nahwärmenetz wird Erdwärme mithilfe von Erdsonden gewonnen und in den angeschlossenen Haushalten durch Sole-Wasser-Wärmepumpen genutzt. Das System ist emissionsfrei, leise, gemeinschaftlich organisiert und macht die Gemeinde unabhängig von fossilen Energieträgern.

Das Projekt wurde durch die enge Zusammenarbeit vieler Partner ermöglicht:

- die Verbandsgemeinde Altenahr unter Schirmherrschaft von Bürgermeister Dominik Gieler

- die Ortsgemeinde Rech mit Ortsbürgermeister Thomas Hostert

- die Öffentlichkeitskampagne „Das wird“ der VG Altenahr

- das Land Rheinland-Pfalz

- die Hochschule Mainz (Prof. Giel)

- die Energieagentur Rheinland-Pfalz (Paul Ngahan)

- die Zukunft Mittelahr AöR mit Vorstand Niki Kozisek als Projektträgerin und Motor

Der Gemeinderat Rech hat mit seinem klaren Bekenntnis frühzeitig die konzeptionellen und politischen Grundlagen gelegt.

Engagement sichtbar machen – Energiewende ermöglichen

Die Zukunft Mittelahr AöR sieht ihre Aufgabe darin, über den Wiederaufbau hinaus als Treiberin für kommunale Innovationsprojekte zu wirken, die nachhaltige Strukturen im Ahrtal schaffen. Die Nominierung durch die DUH ist dabei sowohl Bestätigung als auch Motivation, diesen Weg konsequent weiterzugehen.

Die Nominierung ist ein starkes Signal für das Ahrtal. Foto: privat

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