Allgemeine Berichte | 17.05.2024

Werkausschuss der Verbandsgemeinde Mendig votiert einstimmig für geplante Maßnahmen

Kanalbaumaßnahmen und mehr

Die einzelnen Maßnahmen wurden von Georg Stein (2. V. l.), stellvertretender Werkleiter Eigenbetrieb Wasser und Abwasser, und Hanna Halft (links) vom zuständigen Fachbereich vorgestellt.  Foto: VG-Verwaltung Mendig/Pauly

Mendig.Der Werkausschuss des Verbandsgemeinderats Mendig hat im Rahmen seiner jüngsten Sitzung unter anderem Kanalbaumaßnahmen in Mendig, Volkesfeld und Rieden einstimmig auf den Weg gebracht. „Es steht eine Vielzahl von Maßnahmen an, die mit Blick auf die Ver- und Entsorgungssicherheit sehr wichtig sind. Dabei wird auch die Gefahr von Überschwemmungen vermindert“, umriss VG-Bürgermeister Jörg Lempertz die geplanten Maßnahmen.

In Mendig steht nach derzeitigen Planungen im Herbst eine Erneuerung des Kanals in der „Oelmühle“ an. Um ein sogenanntes „5-jähriges Regenereignis“ schadlos abführen zu können, ist eine Auswechselung des bestehenden Mischwasserkanals auf einen doppelten Durchmesser – von DN 300 auf DN 600 – erforderlich. Während der Bauphase, die zwischen eineinhalb und zwei Monaten geplant ist, muss die Ölmühle ab der Hausnummer 1A bis zur Einmündung Pellenzstraße voll gesperrt werden. In der Pellenzstraße ist eine halbseitige Sperrung notwendig. Im Stauraumkanal auf dem „Kirchberg“ in Mendig ist geplant, die bestehende Drossel durch eine elektrisch geregelte Drossel zu ersetzten. Dies bietet zum einen den Vorteil, den Stauraumkanal aus der Ferne zu überwachen und steuern zu können, und zum anderen ist die Anlage damit auch für eine mittelfristig geplante intelligente Stauraumbewirtschaftung vorbereitet. Letztlich soll die schon häufiger überflutete Niederstraße vor Wassermassen geschützt werden. Zudem entstehe, so der stellvertretende Werkleiter Georg Stein, ein geringerer Wartungsaufwand.

Ein drittes Projekt im Stadtgebiet ist der Bau einer Feststoffrückhaltung am Regenüberlaufbecken Niedermendig, das sich an der Bundesstraße B265 zwischen Thür und Mendig befindet und die Aufgabe hat, zufließendes Mischwasser aus der Kanalisation bei Regenereignissen zu drosseln und zu speichern, um eine Überlastung der Zentralkläranlage Mendig zu verhindern. Beispielsweise aufgrund der Entsorgung von Feuchttüchern über die Toiletten kommt es vermehrt zu Betriebsstörungen bei den vorhanden Entleerungspumpen. Hier soll eine Siebrechenanlage Abhilfe schaffen.

In Volkesfeld soll der Neubau eines Umgehungskanals starten, der bei Starkregenereignissen eine Überlastung der Oberdorfstraße verhindern soll. Darüber hinaus soll in der Kaulstraße eine Wasserleitung verlegt werden.

Für die Ortsgemeinde Rieden wurden Kanalsanierungen auf den Weg gebracht. Die Kanalisation in den Ortsgemeinden Rieden und Volkesfeld wurde in den Jahren 2021/2022 mittels einer TV-Inspektion auf Schäden untersucht. In diesem Jahr wird mit der Sanierung in der östlichen Ortslage von Rieden gestartet. 2025 sind Kanalsanierungen in der restlichen Ortslage sowie der Ortslage Volkesfeld und des Ferienhausgebiet geplant.

Insgesamt summieren sich die Kosten der verabschiedeten Planungs- und Baumaßnahmen auf rund 1,18 Millionen Euro, die berets im Wirtschaftsplan des Eigenbetriebes Wasser und Abwasser der Verbandsgemeinde Mendig abgebildet sind.

Pressemitteilung

Verbandsgemeinde Mendig

Die einzelnen Maßnahmen wurden von Georg Stein (2. V. l.), stellvertretender Werkleiter Eigenbetrieb Wasser und Abwasser, und Hanna Halft (links) vom zuständigen Fachbereich vorgestellt. Foto: VG-Verwaltung Mendig/Pauly

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