Fast 100 Wanderer kamen zur großen Eröffnung
Kapellenweg in Roßbach ist eröffnet
Das schöne Wiedtal begeisterte die Wanderer
Roßbach. Mit einem feierlichen, von Pfarrer Marco Hartmann zelebrierten, Gottesdienst in St. Michael begann das Programm zur Eröffnung des Kapellenweges, dem Roßbacher Rundwanderweg R4. Ortsbürgermeister Jürgen Becker sowie Günter Hammer, und Ewald Dasbach hatten im Vorfeld den Tag geplant. Trotz tropischer Temperaturen hatten sich fast 100 Wanderfreunde zu diesem Ereignis eingefunden.
Nach einer kurzen Ansprache durch Ortsbürgermeister Jürgen Becker im Anschluss an den Gottesdienst und einem von Erwin Röhrig, der übrigensan jeder Station aufspielte, auf dem Akkordeon begleiteten „Wohlauf in Gottes schöne Welt“ machten sich die Wanderer auf den 11 Kilometer langen und nur mit 167 Höhenmetern ausgewiesenen Weg. Wegen des heißen Wetters hatten die Organisatoren einen Shuttlebus eingerichtet, der vom Autohaus Gries zur Verfügung gestellt wurde, so dass man auch einige Abschnitte „schlabbern“ konnte.
Die erste Station war der Bildstock in Niederbuchenau. Hier wurden kühle Getränke gereicht. Nach ein paar Anmerkungen zur Geschichte des Bildstocks, einem Marienlied und Gedanken zum Thema „Hoffnung“ verabschiedeten sich die Wanderer von Niederbuchenau mit einem kräftigen „Wem Gott will rechte Gunst erweisen“. Über die Hängebrücke und entlang der Wiedhöhe, über sonnige Felder und durch schattigen Wald wartete die erste Steigung. In Serpentinen führte der R4 hinauf zum Heiligenhäuschen. Auch hier gab es eine kurze Rast mit einem kleinen Imbiss und Erfrischungen. „Dankbarkeit“ war das Thema an dieser Station, die im Jahre 1868 erbaut wurde. „Wer recht in Freuden wandern will, der geh´der Sonn´entgegen!“ Dieses Lied nahmen sich die Wanderfreunde zu Herzen, denn der letzte An-stieg, vorbei am Ortsteil Schimmelshahn und dann hinauf auf die Höhe nach Reifert, brachte viele ganz schön ins Schwitzen. Die Mühe hatte sich jedoch gelohnt, denn herrliche Ausblicke auf Roßbach und das schöne Wiedtal begeisterten die Wanderer. Manche Bank lud zum Verweilen und Verschnaufen ein.
Dann war es geschafft. Nach einer kleinen Abschlussandacht in der voll-besetzten Marienkapelle in Reifert unter dem Thema „Glauben“ und einem gemeinsamen, kräftigen Singen, das die Kapelle fast erbeben ließ, ging man zum gemütlichen Teil über. Die Dorfgemeinschaft Reifert bot kühle Getränke und Essen vom Grill an. Alle langten kräftig zu. Die Gäste hatten auch die Gelegenheit, sich vom Stand der Renovierungen des Kolpinghauses zu überzeugen. Außerdem bot das neu gedämmte Dach des Kolpinghauses einen willkommenen Sonnenschutz für die erhitzten Teilnehmer.
Nach einer längeren Pause machten sich der größte Teil der Wanderer wieder auf den Rückweg. Rund um das Reiferter Köpfchen führte der Weg mit leichtem Gefälle hinunter ins Wallbachtal.
Hinter der Weihern am Ausgang der „Neuwiese“ bot sich dann den Wanderfreunden eine weitere Überraschung: „Die Madonnain den Auen“.
Der heimische Künstler Juri Roppelt hatte diese moderne Skulptur entworfen und mit Unterstützung von Edmund Plag aus heimischer Wildkirsche gestaltet. Sie lädt jetzt alle Wanderer zum Verweilen und Innehalten ein.
