125 Jahre Karnevalsgesellschaft Hatzenport
Kappensitzung, Umzug und Jubiläumsfeier
Hatzenport. 125 Jahre wird die Karnevalsgesellschaft Hatzenport in diesem Jahr. Groß gefeiert wird mit einer Kappensitzung am 25. Februar, dem Umzug an Rosenmontag und vor allem mit einer Feier am 17. Juni. „Wir hätten gerne zum Jubiläum einen Prinzen gehabt“, sagt Peter Kranz, Vorsitzender des Vereins. Uwe I. war zusammen mit seiner Frau Irene als Prinzessin in der Session 2007/2008 der letzte Prinz der KG. In 125 Jahren hat es 45 Prinzen gegeben. Der erste war 1925 Nikolaus Eifler. 1892 entstand der Verein. Philipp Hendgen wurde sein erster Vorsitzender. Weitere 16 sollten bis heute folgen. Es ging gleich los mit Maskenbällen und Rosenmontagsumzügen. Der Verein gründete auch eine Theatergruppe. Oft wurden bis zu drei Stücke im Jahr aufgeführt. Die damalige Theatergruppe der Karnevalsgesellschaft war der Vorgänger des heutigen Theatervereins in Hatzenport, der seit mehr als 20 Jahren für Furore sorgt. Das Theater war Ende des 19. Jahrhunderts und weit in die 1900er Jahre hinein ein Renner in Hatzenport. Es fanden sich viele begabte Schauspieler, die mit großer Lust auf der Bühne standen. Für 20 Pfennig Eintritt verzauberten sie die Zuschauer. Theater war bis zum Ersten Weltkrieg ein nicht austauschbarer kultureller Wert in der Gemeinde. Der Karneval kam dabei nicht zu kurz. Und noch einmal bewies die Karnevalsgesellschaft Weitsicht. 1966 entstand die Idee, ein Wein-und Heimatfest zu schaffen. Es sollte der Werbung für den Wein, seinem Verkauf aber auch der Darstellung der Tradition des Dorfes dienen. Das Weinfest ist bis heute die wichtigste Veranstaltung im Dorf. 1969 gab es mit Elisabeth Busch (heute Seis) die erste Weinkönigin im Dorf. 1969 erfand sich der Verein zum Teil neu. Es durften erstmals Frauen Mitglied werden in der Karnevalsgesellschaft. 77 Jahre hatte es gedauert, bis das möglich wurde. So manches steht für die Geschichte des Vereins. 1978 wurden Stephan Rothmeier und Ute Berressem das erste Kinderprinzenpaar. Viele soziale Themen im Dorf wurden unterstützt - bis heute ist der Verein ein wichtiger Teil und Mitorganisator des Weinfestes.
Eine starke Einheit
Peter Kranz und sein Vorstand mit Bernd Noll, Christian Müller, Jens Buschbaum, Peter Perkert, Jürgen Bock, Kurt Busch, Thomas Fink und Christoph Streng haben gerade im Jubiläumsjahr alles getan, um das Besondere am und im Verein nach außen zu zeigen. „Dafür, dass es nicht einfacher geworden ist, immer neue Ideen zu haben, können wir mit dem, was wir bisher erreicht haben, zufrieden sein“, meint Peter Kranz. Er und seine Truppe sind vor allem eine starke Einheit. Der Verein zeigt auch 125 Jahre nach seiner Gründung, dass mit viel Ehrenamt und Einsatz eine Menge möglich ist.
