Allgemeine Berichte | 30.05.2018, 12:10 Uhr

Ein Vortrag im Rahmen einer Veranstaltungsreihe

Karl Marx – ein Antisemit?

Windeck-Rosbach. Im Mai dieses Jahres jährte sich der Geburtstag von Karl Marx zum 200. Mal. Ein Anlass für die Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“, sich kritisch mit dem Philosophen auseinanderzusetzen. Schließlich wird in der politischen Auseinandersetzung mit dem Marxismus und insbesondere mit Karl Marx Persönlichkeit einerseits darauf hingewiesen, dass Marx selber Jude war; andererseits wird ihm vorgeworfen, dass er ein Judenfeind beziehungsweise Antisemit gewesen sei. Im Mittelpunkt dieser Argumentation steht seine Schrift „Zur Judenfrage“ aus dem Jahre 1843, die dann in den „Deutsch-Französischen Jahrbücher“ 1844 veröffentlicht wurde. Schon relativ früh (1850) wurde die Arbeit benutzt, um antijüdische Propaganda zu betreiben, aber auch, um Marx antijüdische Ressentiments aufzuzeigen. Der Vortrag des Referenten Klaus Thiesbonenkamp aus Hamm/ -Sieg beleuchtet die biographischen Hintergründe von Karl Marx, zeigt die Situation der jüdischen Gemeinde in seiner Geburtsstadt Trier auf, geht auf Marx Verständnis des Emanzipationskampfes der Juden im Rheinland ein und stellt damit die Frage, ob die Vorwürfe so stimmen. Die Veranstaltung findet am Sonntag, 10. Juni, von 14.45 Uhr bis 16.15 Uhr, in der Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“, Bergstraße 9, 51570 Windeck-Rosbach, statt. Der Eintritt ist frei.

Pressemitteilung der

Kreisverwaltung des

Rhein-Sieg-Kreises

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