Möhnen und Blaue Funken Bell
Karneval und Adventzauber in Bell
Bell. Nach dem es nun öffentlich ist, dass im nächsten Jahr nach 60 Jahren erstmals kein Karnevalsumzug in Bell stattfindet, sind beide Vereine, Möhnen und Blaue Funken, vollauf mit den Planungen ihrer Veranstaltungen beschäftigt. Nach wie vor gibt es bei den Mitgliedern traurige Gesichter, denn die Entscheidung fiel Keinem leicht. Doch warum einen Umzug starten lassen, der in den letzten Jahren nur wenige Zugnummern verzeichnen konnte, da immer weniger Interesse an einer Teilnahme bestand. Ebenfalls wird es immer schwieriger, Musikkapellen für Schwerdonnerstag zu finden. Dazu dann der immense Druck durch die Öffentlichkeit und die fehlende Unterstützung durch Behörden. Meckerer und Besserwisser gibt es allerorts. Die „Alten müssen unten feiern“, „die Jungen sind unverschämt“, „ es ist zu laut“ - Was ist los in der Gesellschaft? Wer sich heute innerhalb der Anwohnerschaft beschwert, dass es an Schwerdonnerstag zu laut ist, wir überrannt werden, der möge sich an die Kirmeswochenenden erinnern. Vier Tage Festzelt mit Live-Musik und die war auch nicht leise. Es kann jeder Interessierte entscheiden ob er unten, oben oder überhaupt feiert. Kritik ist oft sehr subjektiv: Was der eine schlecht findet, findet ein anderer ganz in Ordnung. Beide Vereine ziehen an einem Strang, sehen Kritik als Anregung zur Verbesserung und Veränderung.
Eines muss deutlich hervorgehoben werden - in der Halle feierte es sich Schwerdonnerstag wunderbar und das soll auch so bleiben.
Karnevalsauftakt
Am 16. November ab 20:11 Uhr wird der Karnevalsauftakt mit einer „After Jäß-Party“ eingeläutet. „Bat wor et doch en schön Zeit, met der Beller Jäß Anna I. on ihrem Jefolge“. Ein kleines Programm zum Auftakt und gemütliches Beisammensein.
Adventzauber und Kindertheater der Messdiener
Den „Adventzauber“ an der alten Schmiede am 23. November muss man erleben. Was genau erwartet die Besucher. Um 15 Uhr findet zum 2. Mal das Kindertheater der Messdiener statt. „Ist das wirklich Weihnachten?“ von Monika Busch. Zum Stück: Ali und Enrico wollen das „echt deutsche Weihnachtsfest“ erleben und geraten in den vorweihnachtlichen Einkaufsrummel, in dem sie nicht der Liebe, der Freude und dem Frieden begegnen, sondern teuren Geschenken, dem Neid aufeinander, der Ruhelosigkeit und Hektik. Auch in den Familien geht es nicht gerade weihnachtlich zu: Das Weihnachtsgebäck misslingt, das Schreiben nichtssagender Weihnachtsgrüße erweist sich als sinnlos, und keiner kann die obligatorische Paketflut bewältigen. Schon wollen die beiden Flüchtlingskinder enttäuscht nach Hause gehen, als sie gebeten werden, sich um den kleinen Jossuf zu kümmern, der sich verlaufen hat. Und vor der Hilflosigkeit dieses Kindes kommen alle endlich zur Besinnung und zeigen den beiden, wie „echtes“ Weihnachten sein kann - ein Stück für die ganze Familie.
An der alten Schmiede bieten kleine feine Verkaufsstände Handwerkskunst, Waffeln, Crepes und sonstigen Leckereien an und laden zum Verweilen ein. Zur Fertigung des Weihnachtsschmuckes für den großen Weihnachtsbaum an der Schmiede, steht eine Bastelstation bereit und die Kinder sind eingeladen, den Baum zu schmücken. Auch der Nikolaus und das Christkind lassen sich den Besuch nicht entgehen und erfreuen sich dann gemeinsam mit allen Gästen an diesem zauberhaften Ambiente.
Es werden wieder zahlreiche Leckereien angeboten.
