Die Adenauer Hocheifelhalle bebte bei der Galasitzung der KG Rot-Weiß
Karnevalistischer Auftakt nach Maß
Adenau. Unter dem diesjährigen Motto „Tradition ist unser Ding. Der Silberpfeil gehört zum Ring“ erlebten die Jecken bei der Galasitzung der KG Rot-Weiß, in der voll besetzten Adenauer Narrhalla, einen karnevalistischen Auftakt nach Maß. Nach einem fulminanten Einmarsch - an der Spitze das Fanfarencorps, der Elferrat, das 11. Regiment und die zwei Funkentanzgruppen - konnte Sitzungspräsident Thomas Sebastian in der festlich geschmückten Hocheifelhalle Jecken aus nah und fern begrüßen. Unter ihnen, neben MdL Horst Gies, Bürgermeister Guido Nisius und Beigeordneter Jürgen te Temple, auch der Aachener Bischof, Dr. Helmut Dieser. Der Bischof, aus seiner Adenauer Zeit als Pastor Mitglied der KG, hatte es sich nicht nehmen lassen, die Sitzung „seiner“ KG zu besuchen. „Es sind große Fußstapfen, in die Du hinein trittst“, sagte Sitzungspräsident Thomas Sebastian zum neuen Präsidenten Christoph Böder, der das Amt von Eddy Rausch übernommen hat. Eddy Rausch war seit 2008 Präsident der KG und hat sie in dieser Zeit geprägt und „zu einem unverzichtbaren Teil des gesellschaftlichen Lebens in Adenau gemacht“, wie Sebastian in seiner Laudatio feststellte. Dann wurde es eng auf der Bühne: Zum 20. Mal war die Brohler Prinzengarde bei der KG zu Gast. In diesem Jahr hatten sie ihr Prinzenpaar Wolfgang II. und Gisela I. - mitgebracht. Die Prinzengarde ist aus den Adenauer Sitzungen nicht mehr wegzudenken. Dafür bekam ihr Kommandant, Jörg Seul, eine Erinnerungsplakette überreicht.
Schmissige Tänze und humorvolle Vorträge
Den tänzerischen Auftakt machte der Nachwuchs der KG, die Junior Funken. Unter der Leitung ihrer Trainerin Anja Vollmann zeigten Marie Eich, Mathilda Stoll, Merle Rothkegel, Savanna Sroda, Vivienne Weibrecht und Paula Rothkegel, einen schmissigen Tanz. Dreimal Alaaf und eine Rakete war der verdiente Lohn.
Dann kam Martin Korden. Als „Gourmet-Koch“ hatte er in jedem Adenauer Lokal schon sein karnevalistisches Süppchen gekocht, was er den Narren im Saal zum Kosten gab. Das war so gut gewürzt, dass es den Narren die Lachtränen in die Augen trieb. Dann eroberte „Spüli“ (Willi Schüller) zum ersten Mal mit der Band „Eifelfeuer“ die Bühne. Mit seinen Partnern Jörg Nett, Frank Caspers, Jörg Scheid und Christian Gold brachte er mit bekannten Liedern über das Leben und Gefühl in Adenau den Saal zum Kochen. Zwischenmenschliche Beziehungen gab Heike Heike Päthe als Turtel Taube aus dem Taubenschlag zum Besten.
Bevor Willi Schmitz, seit fast 30 Jahren Kameramann der KG, mit der „Verdienstmedaille in Gold“ ausgezeichnet wurde, zeigte die Große Funkengarde - mit Carina Cläsgens, Larissa Grün, Lotta Stepan, Saskia Hupperich, Franziska und Katharina Lehmann, Julia Schmitt, Nadine Schmitz und Franziska Udelhofen - eine fantastische Darbietung. Trainiert wurden sie von Meike Stollenwerk. Seit über 34 Jahren ist „Spüli“ alias Willi Schüller dem Karnevalsbazillus verfallen. Er ist das „Gewissen der KG“ und schafft es in jedem Jahr, der gesamten Stadt und dem Umfeld gehörig den Kopf zu waschen und auf Missstände hinzuweisen.
„Party auf Mallorca“
Bevor das Reifferscheider Männerballett „Dolce Vita“ akrobatische Leistungen vom Feinsten bot, feierte das Fanfarencorps der KG, unter der musikalischen Leitung von Johannes Schmitt, „Party auf Mallorca“. Mit ihrer schmissigen Musik heizten sie die Stimmung richtig an, die von der Finalband „Die Schlappkappe“ weiter hochgetrieben wurde. Nach dem Finale, zu dem sich alle Aktiven noch einmal auf der Bühne einfanden, übernahm „Eifeldampf“ das weitere musikalische Programm. SES
Dr. Helmut Dieser, Bischof von Aachen, feierte mit „seiner KG“. Foto: HEINZ TONI SESTERHEIM
„20 Jahre zu Gast in Adenau“ - dafür erhielt Jörg Seul, Kommandant der Prinzengarde Brohl, eine Erinnerungsplakette von Präsident Christoph Böder. Foto: HEINZ TONI SESTERHEIM
Martin Korden präsentierte sein karnevalistisches Menü. Foto: Photographer:H.T.Sesterheim
Die Laudatio zur Verabschiedung von Präsident Eddy Rausch (l.) hielt Thomas Sebastian. Christoph Böder (2.v.l.) ist sein Nachfolger. Foto: HEINZ TONI SESTERHEIM
