Bunter Abend der Mendiger Kolping-Familie
Karnevalistisches „Best of“
Jecken feierten ausgelassen im herrlich geschmückten Saal des Pfarrheims St. Cyriakus
Mendig. Ob es sich um eine „Reise um die Welt“, „Piraten“, „Hüttengaudi“, „Disney“, die „70e-Jahre“ oder die „Goldenen Zwanziger“ handelte, bereits mehr als ein Jahrzehnt führt Laura Welling (geborene Plitzko) durch die bunten Abende der Mendiger Kolping Familie. Unter dem Motto „Best of“ blickte sie am vergangenen Wochenende in dem herrlich geschmückten und voll besetzten Saal des Pfarrheims St. Cyriakus im Verlauf ihrer Moderation nicht nur auf viele bunte Abende zurück, sondern hatte auch ihr Outfit den jeweiligen Themen angepasst.
Nachdem der Mendiger Kolping-Vorstand Ute Zinke, Ulrike Held, Fred Geilen, Ursel Kranz, Wolfgang Kütscher, Irmgard Müller, Joachim Plitzko und Rita Hermes sich dem närrischen Publikum musikalisch vorgestellt hatte, startete das abwechslungsreiche Programm mit dem Einzug des Mendiger Prinzenpaars Prinz Simon I., tanzende Frohnatur von Rad und Reise, und Prinzessin Susi I., Kameete Mädche von der Kamäju, das sich gemeinsam mit seinem Hofstaat und einem ansehnlichen Gefolge (Prinzengarde, Husaren, Stadtsoldaten etc.) unter ihrem Motto „Mir säin ääns“ die Ehre gaben. Obwohl die äußerst sympathischen Regenten bereits unzählige Sitzungen und Veranstaltungen besucht hatten, zeigten sie keine Spur von Ermüdung und waren wieder einmal mit sichtlicher Freude und mitreißendem Temperament in ihrem Element.
„Oma und Opa“ sowie Bürgermeister und bekannte Mendiger Gesichter standen im Mittelpunkt des Vortrags der Kolping-Kindergruppe „Mennijer Pänz“. Unter der besonders einfühlsamen Leitung von Andy Geisen erwiesen sich Paul Kneip, André Gelhard, Cecilia Nachtsheim, Maximilian Westermann, Katharina Groß, Ella Datzert, Moritz Geisen, Jonas Geisen, Tom Herrmann, Tilda Herrmann, Emil Köhl, Nils Stallknecht und Johanna Spitzlei als höchst talentierte Nachwuchskünstler.
Da sie mit den Aufgaben eines Dreigestirns bestens vertraut sind, hätte man keine besseren Protagonisten für den Vortrag „Dreigestirnschulung“ finden können. Schließlich brauchten Nico Junglas (Prinz) und Marvin Rawert (Jungfrau) sowie Hofmarschall Christian Kossmann, die in der Session 2018/19 das närrische Zepter schwangen, nur aus dem Nähkästchen zu plaudern. Allerdings hatten sie die Rechnung ohne ihre „Seminarleiterin“ Viktoria Diensberg gemacht. Sie schaffte es dann noch tatsächlich, aus dem wortkargen kölschen Prinzen einen fröhlichen Regenten zu machen, der nach vielen herrlich blöden Versuchen am Ende des Seminars ausrief: „Das ist der schönste Tag in meinem Leben!“ Verschmitzt war auch der pointenreiche Vortrag der Pfarrhaus-Maus Dominik, alias Pastor Ralf Birkenheier. Und nachdem Inge Honnef und Ulla Steines in Urlaubserinnerungen geschwelgt und dabei verschiedene Begriffe verwechselt hatten („der Nachbar war auf den Kanaken und hat sich mit Sardellen angesteckt“), meldete „Karla Kolumna“ (Viktoria Diensberg) sich mit den neuesten Nachrichten aus der Bierbrauerstadt zu Wort. Dabei stellte sie im Rahmen ihrer Best-of-Nachrichten fest, dass ihre Voraussagen von vor einigen Jahren inzwischen tatsächlich eingetroffen sind: „Ich habe es hier gesagt und nicht geträumt, der Thürer Sumpf wurde wirklich eingezäunt!“ Auch den Klimawandel hatte sie bereits viele Jahre vor „Fridays for Future“ thematisiert: „Wenn Hämmchen und Schinken Dir freundlich winken, dann gedenke auch in Treue der verstorbenen Säue!“
Ein ebenso stimmungsvolles wie heiteres Highlight war der Auftritt der fast schon legendären Kolpingsänger: Ob es sich um das Lied von „heißen Höschen“ handelte oder um die Auswirkungen der Landwirtschaft („In Mennesch roofen Anna, Paula, Frieda und Marie: Mach et Fister zoo, et stink wie noch nie“) – Wolfgang Portz, Reinhold Euskirchen, Joachim Plitzko, Fred Geilen, Arnd Spitzlei, Christoph Kranz, Horst Fischer, Johanna Spitzlei und Wolfgang Berger heizten die Stimmung in der Narrhalla mächtig ein.
Selbstverständlich durfte bei der Best-of-Sitzung auch die „Doof Nuss“ (Lothar Tentler) nicht fehlen. Sein herrlicher Mutterwitz und seine mitunter zwerchfellerschütternden Anekdoten wurden mit tosendem Applaus gewürdigt.
Auch die Sunshine Singers (Ulrike Held und Wolfgang Zinke) hatten mit ihren kölschen Liedern und bekannten Hits zum Mitsingen wieder alles gegeben.
Nach einer ca. 20 Minute währenden Pause setzten sie ihren musikalischen Vortrag fort, bevor die beiden Kolping-Frauen Elisabeth Kleber und Ursel Kranz eine amüsante Unterhaltung zwischen Angela Merkel und Vladimir Putin zum Besten gaben. Weitere herzerfrischende Vorträge kamen von Andy und Moritz Geisen als „Vater und Sohn“ mit tollen Songs („Ming erste Fründin“) und witzigen Dialogen. Die „Blauen Jungs“ (Hans-Werner Balmes, Wolfgang Berger, Dr. Robert Diensberg, Heinz-Josef Feilzer, Dr. Burkhard Gluting, Horst Mathey, Gernot Neugebauer und Lothar Tentler) erinnerten mit ihrem bemerkenswert vorgetragenen Liedgut an die manch´ gute alte Zeiten.
Der nicht nur stimmgewaltige, sondern auch komödiantisch hoch ambitionierte Kolping-Mann Christoph Kranz und seine Ehefrau Bettina rissen das närrische Publikum mit ihrem Sketch als Shopping Queen der Eifel geradezu von den Stühlen. Ein weiterer Garant für eine Superstimmung war wie immer das Bütten-Ass Irmgard Müller mit ihrem Vortrag „Mein Familisch un ech“. Den Abschluss der über sechsstündigen Sitzung bildete ein fetziger Liedvortrag von Andy Geisen und Freunden sowie von den „flotten Fegern“ Ute Zinke und Ulrike Held als „Hexen aus dem Kolpingwald“.
Als absoluter Stimmungsprofi des Abends erwies sich Wolfang Portz, der mit karnevalistischen Klängen das Publikum immer wieder zum Schunkeln aufforderte.
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Die Kolping-Kindergruppe „Mennijer Pänz“ erwiesen sich als höchst talentierte Nachwuchskünstler. Fotos: FRE
Die Kolpingsänger heizten die Stimmung in der Narrhalla mächtig ein.
Viktoria Diensberg leitete die „Dreigestirnschulung“ mit Erfolg.
Selbstverständlich durfte bei der Best-of-Sitzung auch die „Doof Nuss“ (Lothar Tentler) nicht fehlen.
Auch die Sunshine Singers (Ulrike Held und Wolfgang Zinke) hatten mit ihren kölschen Liedern und bekannten Hits zum Mitsingen wieder alles gegeben.
In ihrer Rolle als „Karla Kolumna“ war Viktoria Diensberg wieder unschlagbar.
Wolfgang Portz heizte dem Publikum musikalisch mächtig ein.
