Allgemeine Berichte | 16.04.2024

Katrin Eder: „Rund 900.000 Euro für Klimaschutz im Landkreis Cochem-Zell“

Klimaschutzministerin überreicht KIPKI-Förderbescheid – Insgesamt drei Teilprojekte werden gefördert – Großteil der Summe für Sanierung des Nahwärmenetzes des Schulzentrums Cochem

V.li. Dirk Barbye (Werkleiter), Anke Beilstein (Landrätin), Katrin Eder (Ministerin), Barbara Schatz-Fischer (Leitende Kreisverwaltungsdirektorin), Karl-Josef Fischer (Werkleiter). Foto: Brian Beals

Kreis Cochem-Zell. „Kommunen kommt beim Klimaschutz eine Schlüsselrolle zu. Hier wird geplant, genehmigt und umgesetzt. Hier finden Diskussionen mit den Bürgerinnen und Bürgern statt, was die Attraktivität eines Ortes erhöht. Dabei sind die Kommunen selbst die Experten und wissen, was bei ihnen umsetzbar ist und einen möglichst großen Nutzen sowohl für die Bürgerinnen und Bürger als auch für das Klima hat. Deshalb hat die Landesregierung das Kommunale Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation, kurz KIPKI, mit insgesamt 250 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Hier kann jede Kommune selbst aus einem Maßnahmenkatalog auswählen, was für sie passend ist. Pro Einwohnerin und Einwohner gibt es rund 44 Euro, die sich Landkreis und Verbandsgemeinden aufteilen. Für den Landkreis Cochem-Zell bedeutet das eine Summe von 902.012,31 Euro“, so Klimaschutzministerin Katrin Eder.

Mit dem Großteil der Fördersumme, rund 400.000 Euro, möchte der Landkreis einen neuen Biomassekessel im vorhandenen Nahwärmenetz am Schulzentrum Cochem einbauen, der mit Baum- und Strauchschnitt von lokalen Sammelstellen des Landkreises betrieben werden soll. Zusätzlich sollen Pufferspeicher in beiden Gebäuden (Realschule Plus Cochem und Martin-von-Cochem Gymnasium) eingesetzt werden und durch die Installation eines Elektrofilters die Staub-Emissionen auf ein Minimum reduziert werden. Für 250.000 Euro soll eine Siebanlage zur Gewinnung und Aufbereitung von holzigem Material installiert werden. Das durch das Absieben gewonnene holzige Material kann in den Biomasseheizungen der kreiseigenen Schulen zur Wärmeerzeugung eingesetzt werden.

Weitere 250.000 Euro werden in zwei Förderprogramme für Privathaushalte investiert: „Solarstromspeicher“ und „Clever heizen – einfach sanieren“. Gefördert wird demnach die Neubeschaffung von Batteriespeichern bei neuen sowie bereits bestehenden Solaranlagen. Je Kilowatt Speicherkapazität erhalten die Bürgerinnen und Bürger 150 Euro bei einer maximalen Fördersumme von 1.000 Euro. Das Förderprogramm soll gemeinsam mit den Verbandsgemeinden Zell und Cochem durchgeführt werden. Das Förderprogramm „Clever heizen – einfach sanieren“ soll bestehende Förderlücken schließen beziehungsweise ergänzen. Ohne größeren administrativen Aufwand sollen Gebäudeeigentümerinnen und –eigentümer in eine verbesserte Energieeffizienz und Sanierung des Gebäudes investieren können.

„Ich halte es für enorm wichtig, die KIPKI-Mittel auch für die Schaffung von Investitionsanreizen einzusetzen. Von daher freue ich mich, dass wir die Bürgerinnen und Bürger mit den geplanten Förderprogrammen dabei unterstützen können, ihr Zuhause klimafreundlich zu gestalten. So wird gleichzeitig ein Beitrag zur Erhöhung der Sanierungsquote geleistet und die regionale Wertschöpfung durch Aufträge an heimische Unternehmen gestärkt. Auch die Abfallvermeidung und die Schließung von Stoffkreisläufen liegen mir am Herzen. Durch die Erschließung weiterer Grüngutpotenziale können wir künftig drei Schulzentren mit innovativen Biomasseheizungen beheizen, zudem trägt die Sanierung des Nahwärmenetzes am Schulzentrum Cochem zur Effizienzsteigerung und Emissionssenkung bei“, so Landrätin Anke Beilstein.

„Ich bin davon überzeugt: Investitionen in den Klimaschutz sind Investitionen in die Zukunft. Denn wer das Klima schützt, spart sowohl Bares als auch klimaschädliches CO2. Mit KIPKI, dem Kommunalen Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation entlasten wir das Klima und die Haushaltskassen der Kommunen. So können alle sehen: Klimaschutz lohnt sich. Zudem unterstützen wir die Kommunen auch fachlich und beraten sie gerne, wie CO2 eingespart werden kann oder was man beispielsweise tun kann, damit sich Innenstädte nicht zu stark aufheizen oder Wasser gut abfließen kann. Rheinland-Pfalz ist von der Erderhitzung stärker betroffen als andere Regionen in unserem Land. Deshalb ist es so wichtig, gewappnet zu sein. Und deshalb steht das Klimaschutzministerium den Kommunen auch über KIPKI hinaus gerne zur Seite“, so Klimaschutzministerin Katrin Eder.

Pressemitteilung des

Ministerium für Klimaschutz,

Umwelt, Energie und Mobilität

V.li. Dirk Barbye (Werkleiter), Anke Beilstein (Landrätin), Katrin Eder (Ministerin), Barbara Schatz-Fischer (Leitende Kreisverwaltungsdirektorin), Karl-Josef Fischer (Werkleiter). Foto: Brian Beals

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