Allgemeine Berichte | 26.06.2014

Katzenschutzfreunde Rhein-Ahr-Eifel informieren

Katzenkinder suchen ein neues Zuhause

Rund 200 Katzenbabys konnten die Katzenschutzfreunde im vergangenen Jahr in liebevolle Hände vermitteln, 41 suchen aktuell noch ein Zuhause.rivat

Kreis Ahrweiler. Die Babyzeit ist da, die Pflegestellen der Katzenschutzfreunde Rhein-Ahr-Eifel e.V. quellen langsam über, und ständig werden weitere Katzenmütter mit Babys gemeldet. Rote, schwarze, weiße, bunte und getigerte - 41 Katzenkinder tollen durch die Pflegezimmer und wollen geschmust, bespielt und versorgt werden.

Doch so schön das alles klingt, so viel Arbeit steckt auch dahinter. Nicht alle Babys sind gesund, wenn sie bei den Katzenschutzfreunden ankommen und nur ein kleiner Teil ist so an Menschen gewöhnt, dass er auch schnell vermittelt werden kann.

Viele Anwohner füttern verwilderte Katzen, die dann irgendwann ihre Kitten mit an die Futterstelle bringen. Das ist auch gut so, denn ohne Futter hängt das Überleben der Katzenmütter mit Babys am seidenen Faden, und die ganze Familie würde wahrscheinlich elend verhungern oder schwer krank werden.

Doch leider werden die Katzenschutzfreunde oft zu spät informiert. Wer den Verdacht hat, eine trächtige Katze zu füttern, sollte Bescheid geben. Das gibt den Katzenschutzfreunden die Zeit, vorzuplanen und sich eventuell vor Ort schon einmal umzuschauen oder die Anwohner mit wichtigen Tipps versorgen.

Natürlich erkennt nicht jeder eine trächtige Katze, und dann kommt sie auf einmal mit Babys in den Garten oder man findet zufällig im Schuppen, im Garten oder an anderer Stelle das Versteck der Katzenkinder. In diesem Fall sollte man bitte umgehend die Katzenschutzfreunde oder andere Katzen- und Tierschutzvereine informieren.

Je früher die Kitten aufgenommen werden können, desto größer ist die Chance, sie gut an Menschen zu gewöhnen. Dann können die Katzenschutzfreunde sie mit Tierschutzvertrag, Schutzgebühr und vor allem Kastrationsvertrag an liebevolle Menschen vermitteln. Die Wahrscheinlichkeit, die Mutter einfangen und dann kastrieren zu können, ist größer, wenn die Babys kleiner sind. Das verhindert im nächsten Jahr erneuten ungewollten Katzennachwuchs in der Nachbarschaft. Und zu bedenken ist, dass alle Katzenbabys, die nicht aufgenommen werden können und überleben, spätestens in einem halben Jahr für eigenen Nachwuchs sorgen.

Im letzten Jahr haben die Katzenschutzfreunde Rhein-Ahr-Eifel e.V. über 200 Katzenbabys aufgenommen und vermitteln können. Alle Kastrationsverträge wurden überprüft und eingehalten. Die Schutzgebühr dient hauptsächlich dem Schutz der Katze und deckt nur einen Teil der für uns anfallenden Kosten. Den Rest finanziert der Verein aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden, da viele Babys krank sind oder sehr kostenintensiv mit der Flasche groß gezogen werden müssen, die Kastration der Mütter muss bezahlt werden. Ohne diese zusätzlichen finanziellen Mittel könnte diese intensive Tierschutzarbeit nicht geleistet werden. Eine große Bitte der Katzenschutzfreunde ist, keine Katzenbabys zu verschenken. Natürlich hat nicht jeder, der geschenkte Katzen nimmt, nur Schlechtes im Sinn. Aber wer es gut mit den Tieren meint und vor allem später auch das nötige Geld für die Kastration haben soll, der hat auch das Geld für eine Schutzgebühr. Leider wurde jüngst ein Fall bekannt, in dem verschenkte Katzenbabys an Reptilien verfüttert wurden.

Auf der Homepage www.katzenschutzfreunde.de findet man viele wichtige Tipps und Informationen und natürlich auch alle Katzen und Babys, die ein neues Zuhause suchen. Die Arbeit der Katzenschutzfreunde kann man mit einer Spende oder einer Mitgliedschaft unterstützen. Kontakt unter Tel. (0 22 25) 7 08 59 95, (0 26 41) 2 08 13 59, (02 61) 8 89 73 43 oder (0 26 46) 91 59 28.

Rund 200 Katzenbabys konnten die Katzenschutzfreunde im vergangenen Jahr in liebevolle Hände vermitteln, 41 suchen aktuell noch ein Zuhause.Fotos: rivat

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