Allgemeine Berichte | 22.02.2016

Mendiger Urgestein und unverwechselbares Original Hedwig Klöppel feierte 90. Geburtstag

Keine Feier ohne Hedwig !

Gernot Mittler (links) und Herbert Kranz wissen so manche Anekdote über die von jung und alt geschätzte Mendigerin zu erzählen. FRE

Mendig. „Keine Feier ohne Meier“ - diese alte Volksweisheit trifft auf niemanden so gut zu, wie auf die gebürtige Mendigerin Hedwig Klöppel, die am Dienstag, 23. Februar ihren 90. Geburtstag feierte. Ob es sich um die Sitzung der Fidelen Möhnen, die Damensitzung der KG, die traditionelle Caritas-Sitzung oder um den Empfang der KG Obermendig handelt, wo sie als Ehrenmarketenderin immer wieder herzlich begrüßt wird, „et Hedwig“, wie sie liebevoll von ihren Mendiger Freunden und Bekannten genannt wird, ist immer dabei, wenn es etwas zu feiern gibt. So ließ sie es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen, trotz gesundheitlicher Probleme und eines mehrwöchigen Krankenhausaufenthaltes, an der Möhnensitzung in der Laacher See-Halle und am Prinzengardefrühstück teilzunehmen. Kein Wunder, schließlich war sie seit Anfang der 70er Jahre u.a. als Obermöhn im Mendiger Karneval aktiv. Noch heute treffen sich die Mitglieder, der nach ihr benannten „Hedis alte Garde“: Käthe Lempertz, Erna Schlich, Mary Weingart, Monika Oligschläger und Inge Geilen. Außerdem war sie von 1964 an Mitglied der Singgemeinschaft Schlich und zählte zu den „Damenstammtisch-Lerchen“, bei denen es sich um die Ehefrauen der Sänger des früheren Gesangvereins MGV-Amicitia handelte.

Ein kleiner Rückblick

Hedwig Klöppel, geborene Mehlem, erblickte am 23.02.1926 in Niedermendig das Licht der Welt. Während des zweiten Weltkrieges arbeitete sie in einer Munitionsfabrik unweit von Berlin und machte sich kurz vor Ende des Krieges im April 1945 zu Fuß auf den Weg nach Mendig. Die gelernte Schneiderin war mit dem 2001 verstorbenen Hans Klöppel verheiratet. Aus dieser Ehe stammen zwei Kinder (Tochter Rita Ammel und Sohn Helmut Klöppel), die beide ebenfalls in Mendig wohnen. Außerdem hat sie zwei Enkel (Jenny und Sven Ammel), zwei Urenkel (Vincent und John), wobei John zwei Tage vor ihrem 90. Geburtstag geboren wurde. Hedwig Klöppel betreute ihre Mutter Anna Mehlem bis zu deren Tod im Jahre 1978. Die Enkelkinder Jenny und Sven wurden während der Berufstätigkeit von Tochter Rita auch von ihr betreut.

Mit der Gabe der Offenheit in besonderer Weise gesegnet

„Blick aktuell“ sprach mit den beiden ebenfalls zu den Mendiger Urgesteinen zählenden Persönlichkeiten Gernot Mittler und Herbert Kranz, die - obwohl sie einige Jahre jünger sind - zu den Wegbegleitern von Hedwig Klöppel zählen. Auf die Frage, was sie an der bei jung und alt gleichermaßen beliebten Mendigerin besonders schätzen, sagte Gernot Mittler: Hedwig Klöppel lebt nicht für sich, sondern ist mit der Gabe der Offenheit in besonderer Weise gesegnet. Sie ist im Sternzeichen der Fische geboren und zeigt als typisches Merkmal in zwischenmenschlichen Beziehungen ein großes Engagement. Dazu zählt ihre großartige Hilfsbereitschaft, die sich jedoch umgekehrt auch gerne für sich in Anspruch nimmt. Obwohl einem in Verbindung mit Hedwig Klöppel zwangsläufig erst einmal die Fasenacht einfällt, wird dies alleine ihrer Person keineswegs gerecht. Sie verfügt u.a. auch über „Tiefgang“, Menschenfreundlichkeit, Begeisterungsfähigkeit, Traditionsbewusstsein und Heimatverbundenheit!“ So hat sie sich 1945, als sie von Berlin nach Mendig zurückkam, fest vorgenommen: Du gehst nie mehr aus der Thürer Straße (wo sie heute noch wohnt) weg.

Temperamentvoll und nicht zu bremsen

Herbert Kranz, der von 1973 bis 1992 Präsident des Gambrinuskomitees war und heute als Ehrenpräsident amtiert, unterstrich das außergewöhnliche Engagement Hedwig Klöppels als Hofdame und ließ dabei nicht unerwähnt, dass ihr Ehemann Hans Klöppel 1973 zum ersten Gambrinus ernannt worden war und dieses Amt ca. 20 Jahre lang ausübte. „Hedwig hat von der ersten Stunde an als eine der aktivsten Frauen bis ins hohe Alter für das Gambrinusfest gearbeitet. Ich kenne Hedwig jedoch auch noch als temperamentvolle Ehrendame des Junggesellenvereins, dem ich später als Präsident vorstand. Wenn die Begeisterung für eine Sache ihr Herz zum Überlaufen brachte, war sie nicht mehr zu bremsen und dies wirkte geradezu ansteckend!“

Gernot Mittler fügte hinzu: „Wenn Sie mich fragen, seit wann ich Hedwig Klöppel schon kenne, würde ich sagen: Schon immer ! Unsere Hedwig kennt man einfach!“

Hedwig KIöppel als strahlende Karnevalistin bei der diesjährigen Sitzung der Fidelen Möhnen.

Hedwig KIöppel als strahlende Karnevalistin bei der diesjährigen Sitzung der Fidelen Möhnen.

Gernot Mittler (links) und Herbert Kranz wissen so manche Anekdote über die von jung und alt geschätzte Mendigerin zu erzählen. Fotos: FRE

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