Dekanat begrüßt Entscheidung
Keine Grabmale aus Kinderarbeit
Landtag will Grabsteine aus Kinderarbeit verbieten.
Rhein-Mosel. Das Dekanat Maifeld-Untermosel begrüßt ausdrücklich, dass der Landtag das Thema „Ausbeuterische Kinderarbeit“ mit Blick auf das Bestattungsgesetz aufgegriffen hat. Am 22. August fand im Landtag die erste Lesung über Kinderarbeit in indischen Steinbrüchen statt. Den Kommunen als Friedhofsträger soll ermöglicht werden, Grabmale aus Kinderarbeit zu verbieten. Die Gesetzesänderung soll im Sozial- und im Rechtsausschuss weiter beraten werden.
Das Dekanat arbeitet schon seit mehreren Jahren zusammen mit dem Referat Weltkirche des Bistums Trier an diesem Thema. Namhafte Referenten und indische Gäste besuchten zum Beispiel die Realschule Plus in Kobern und hielten im Kloster Kühr Vorträge zur Thematik.
Das in Indien sehr bekannte Maharaj-Trio war zuletzt zusammen mit dem Kinderrechtsexperten Benjamin Pütter vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ am 20. und 21. Mai in der Realschule Plus in Kobern-Gondorf. Informationen zu ausbeuterischer Kinderarbeit in indischen Steinbrüchen und zu indischer Weltmusik wurden in den Schulalltag integriert und gipfelten im abschließenden Konzert. Die Realschule und das Dekanat führten damit ihre seit 2017 begonnene Kampagne für Bildung indischer Kinder fort.
Das Dekanat hat die Debatte im Landtag aufmerksam verfolgt und begrüßt die Beiträge zu einer besseren Bestattungskultur in Rheinland-Pfalz. „Wir sind froh, dass unser Thema Kinderarbeit in indischen Steinbrüchen auch im Landtag diskutiert wird. Die Vorstellung, dass Grabmale auf unseren Friedhöfen mit Kinderhänden hergestellt wurden, ist schlichtweg unerträglich, pietätlos und entspricht nicht den Nachhaltigkeitsregeln unseres Bistums,“ meint Werner Huffer-Kilian, Pastoralreferent im Dekanat. Er weist auch auf die Medienkiste zum Thema hin, die im Referat Weltkirche des Bistums ausgeliehen werden kann.
Dekanat Maifeld-Untermosel
