Ministerin Anne Spiegel übergibt Bewilligungsbescheide für Lernpatenprojekte
„Keiner darf verloren gehen“
In Koblenz werden 110 Kinder begleitet und gefördert
Koblenz. „Keiner darf verloren gehen“: Der Name des Lernpatenprojektes ist Programm. Kinder in schwierigen Lebenssituationen brauchen neben der allgemeinen Förderung in Kitas und Schulen oft auch eine individuelle, persönliche Zuwendung und praktische Unterstützung, um gut lernen zu können und zur Unterstützung im Alltag. „Die konkrete Unterstützung von Mensch zu Mensch begeistert mich“, sagte Familienministerin Anne Spiegel anlässlich der Übergabe der Förderbescheide an den Trägerverein „keiner darf verloren gehen e. V.“ und mehrere Akteure aus ganz Rheinland-Pfalz, darunter auch die Koblenzer Bürgerstiftung.
Die Ministerin dankte allen landesweit aktiven Trägern, Kommunen und Institutionen für 14 Jahre engagierte Arbeit für und mit ehrenamtlichen Lernpaten, die Grundschulkinder mit besonderem Betreuungsbedarf in Grundschulen stärken und begleiten. Das Land fördert die Lernpatenprojekte mit insgesamt rund 40.000 Euro. Die bewilligten Mittel fließen sowohl in die einzelnen Projekte als auch in Fachberatung und Schulung der Lernpaten an folgende Projektträger: Bürgerstiftung Pfalz, Koblenzer Bürgerstiftung, Kinderschutzbund Kaiserslautern-Kusel, Landkreis Neuwied, Kinderschutzbund Neustadt-Bad Dürkheim.
Die Koblenzer Bürgerstiftung ist seit 2015 Teil dieser Erfolgsgeschichte. Im vergangenen Jahr wurden in Koblenz und Umgebung 110 Kinder von 80 Lernpaten begleitet und gefördert. „Die ehrenamtlichen Lernpaten bringen den Kindern beim gemeinsamen Spielen, Lesen, Erzählen oder während der Hausaufgaben vor allem Zeit, Verständnis und Anerkennung entgegen“, berichtete Cathrin Berizzi vom Vorstand des Trägervereins „keiner darf verloren gehen“. Dafür treffen sie ihr Lernpatenkind einmal pro Woche für zwei Stunden. Durch die feste Bezugsperson werde die Kinder, die durch Risikofaktoren wie Armut, Flucht.- und Migrationshintergrund, Trennung- und Scheidung oder Krankheit betroffen sind, gestärkt und entfalten wertvolle soziale, emotionale und kognitive Kompetenzen.
Um die Bindung auch während der Pandemie aufrechterhalten zu können, wurden spezielle Konzepte entwickelt, um die wichtigen regelmäßigen Kontakte durch Briefe, Telefonate oder Nutzung elektronischer Medien aufrecht zu erhalten.
„Die Lernpaten sind verlässliche Ansprechpartner für die Kinder, die ihnen Zeit, Geduld und Wertschätzung entgegenbringen. Dadurch verbessern sich nicht nur die schulischen Leistungen der Kinder, sondern auch ihr Selbstbewusstsein wird gestärkt und ihr Sozialverhalten verbessert. Die Lernpatenpatenschaft kann so zu einem entscheidenden Baustein für eine gute schulische und persönliche Entwicklung werden“, so Ministerin Anne Spiegel.
Weitere Informationen: Trägerverein „keiner darf verloren gehen e. V.“, Linda Gerl, Tel. (01 76) 73 20 33 51, info@lernpatenprojekte.de, www.lernpatenprojekte.de.
Hintergrund
Die Förderung des Projekts „keiner darf verloren gehen“, das von der Bürgerstiftung Pfalz modellhaft entwickelt wurde, wird vor allem für die Fortbildung und Begleitung der Lernpatinnen und Lernpaten eingesetzt. Träger der Lernpatennetzwerke sind Bürgerstiftungen, Jugendämter sowie freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe, die das Projekt in Kooperation mit Grundschulen durchführen. Die Lernpatinnen und Lernpaten, die häufig aus einem pädagogischen Beruf kommen, werden im Vorfeld durch eine 30-stündige Schulung auf diese Aufgaben vorbereitet und erhalten auch danach durch ein regelmäßiges Coaching fachliche Unterstützung.
Pressemitteilung
Trägerverein
„keiner darf verloren gehen“ e.V.
Die ehrenamtlichen Lernpaten schenken den Kindern Zeit und Wertschätzung.Quelle: Bürgerstiftung Koblenz
