Landesschau Rheinland-Pfalz im SWR Fernsehen
Keldung/Münstermaifeld in der Rubrik „Hierzuland“
Am Mittwoch, 13. Oktober 21, ab 18.45 Uhr
Münstermaifeld/Keldung. In der Rubrik „Hierzuland“ sendet das SWR Fernsehen liebevolle und sehenswerte Ortsporträts. Ein Beitrag über die Hauptstraße in Keldung/Münstermaifeld läuft am Mittwoch, 13. Oktober 21, ab 18.45 Uhr innerhalb der „Landesschau Rheinland-Pfalz“. Ganz groß wollte das Dorf in seiner Hauptstraße feiern: 900 Jahre Keldung, oder „Cheledin“, wie es im Jahr 1121 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Aber dann waren die Corona-Hygieneauflagen so hoch, dass die Keldunger ihr Fest leider verschieben mussten. Sie wollen nun ihr 901-jähriges Jubiläum 2022 feiern. Keldung ist ein Stadtteil von Münstermaifeld in der Eifel, mutet aber wie ein Dorf an. 220 Menschen leben rund um St. Stephan. 4 Nebenerwerbslandwirt:innen wirtschaften im Dorf. Eines der Keldunger Felder, eine Ackerbrache, machte 1956 bundesweit Schlagzeilen. Ein Landwirt stieß beim Pflügen in der Pilligerheck auf den größten Münzschatz aus der Karolingerzeit, der je in Deutschland gefunden wurde: 2500 Münzen, vergraben nach dem Jahr 855, denn die jüngsten Münzen stammen aus der Zeit von Ludwig dem Frommen und Lothar 1. (818-855). Ein Teil des Schatzes wurde für das Landesmuseum Trier sichergestellt. Am Rand der Keldunger Felder bietet ein Aussichtspunkt freien Blick auf die Burg Eltz. Der Traumpfad Eltzer Burgpanorama wurde 2013 als schönster Wanderweg Deutschlands prämiert. Ein Ehrenamtlicher aus Keldung war hier 6 Jahre lang Wegepate, ein arbeitsreiches Ehrenamt. Viele andere Dorfbewohner:innen engagieren sich in Vereinen, bei den Möhnen, den Schützen, in der Dorfgemeinschaft oder in der Feuerwehr. Gemeinsam hatten die Vereine ihr Jubiläumsfest geplant. Gemeinsam haben sie vor 20 Jahren das Schützenhaus als eine Art Bürgerhaus selbst gebaut. Cheledin, sagen die Anwohner:innen, sei ein keltischer Name. Einer, der sich intensiver mit der Keltenzeit beschäftigt hat, ist ein Keldunger Steinmetz. Der Keltenknoten taucht immer wieder in seinen Arbeiten auf und ist zudem sein Firmenemblem. Sein Hof von 1760 ist einer der ältesten im Dorf. Hier schlägt der Fachmann aus heimischem Stein, gerne aus Basalt, Brunnen, Wasserspeier, Skulpturen oder auch Gartentische. Der Garten von ihm und seiner Lebensgefährtin, einer diplomierten Gartengestalterin, ist groß, lauschig, tier- und naturfreundlich. Die natürlichen Eifel-Pflanzen sind nicht so prachtvoll wie Zuchtpflanzen, hier werden sie allerdings wertgeschätzt und in Szene gesetzt. Wenn 2022 gefeiert wird, dann mit vielen offenen Höfen – damit will Keldung zeigen, wie lebenswert das Dorf ist.
