Allgemeine Berichte | 06.05.2017

Aktionstage „R(h)einwandern in den Frühling“ in der Verbandsgemeinde Weißenthurm

Keltischer Küchenzauber war ein Highlight von vielen

Von „Moretum“ über „Ritschert“ zum „Hirsebrei“ bis zur Vogelstimmenwanderung in den frühen Morgenstunden

Ein üppig gedeckter Tisch, der die Zutaten für das keltische Kochen präsentierte bei den Aktionstagen „R(h)einwandern in den Frühling“. US

Bassenheim. Wer beim „R(h)einwandern in den Frühling“ mit dabei sein wollte, musste auf jeden Fall ausgeschlafen und fit sein. Zwei Tage lang unterwegs in der Verbandsgemeinde Weißenthurm bei interessanten Erlebnissen und Eindrücken machte allen wieder viel Spaß. Das Angebot reichte von einer Führung durch den historischen Ortskern mit Besuch der Parkanlagen der Burg Bassenheim oder der geführten Wanderung über den Streuobstwiesenweg bis zum Kennenlernen der keltischen Kultur rund um Bassenheim.

Wer jedoch die Vogelstimmenwanderung in den frühen Morgenstunden am Streuobstwiesenweg rund um das Kettiger Bachtal mitmachen wollte, der musste schon ausgeschlafen sein, denn es ging ganz früh morgens los. Im Fokus stand der Lebensraum der einheimischen Vogelarten. Besonders interessant, sehr schmackhaft und auch lehrreich war jedoch die Aktion „Keltisch kochen nach Epochen“ mit dem Kräuterpädagogen und zertifizierten Natur- und Landschaftsführer, Christian Havenith an der Keltenschutzhütte bei Bassenheim.

Keltische Kochkunst

In der Person des Kelten „Maturix“ führte er gemeinsam mit „Sylvana“ (Mildret Ruppert) und in historischer Gewandung zurück in die Zeit der Kelten. Keltisches Kochen ist kein hektisches Essen (Slowfood), wie er selbst erklärte und daher benötigte auch dieses Kochen seine Zeit, doch die hatten einige Besucher mitgebracht, und lauschten den Ausführungen und Erzählungen von „Maturix“ gerne. Währenddessen setzte „Sylvana“ in historisch nachgebildeten Töpfen auf offenem Feuer „Ritschert“, einen bunten Eintopf auf.

Der Tisch vor dem Keltenhaus mitten im Wald war reichlich bedeckt mit den Zutaten, die zu einem keltischen Essen benötigt wurden, doch zunächst gab es von „Maturix“ eine Einführung in die Geschichte der Kelten und dem Leben dieser in der Eifel. Und dann war auch schon die Vorspeise, ein römisches Moretum zum Verzehr bereit. Ziegenkäse mit Quark, reichlich Bärlauch und römischen Gewürzen versetzte die Gäste dabei in die Zeit der Römer. Das Hauptgericht, der „Ritschert“ aus dem Bergwerk aus Hallstadt bestand aus dem klassischen Suppengemüse, Gerste, Graupen und dicken Bohnen und köchelte längere Zeit zu einem schmackhaften Eintopf. Und als Nachspeise gab es dann aus der Bronzezeit mit Trockenfrüchten eingekochte Hirse.

Weitere Erklärungen zu keltischen Kostümen, Kräutern und Zutaten zum Essen gab Christian Havenith mit ganz viel Humor angereichert zum Besten. Zeitreise rückwärts in eine Keltenzeit und alles mit Spaß vorgetragen brachte Kurzweil und eine tolle, lebensechte Unterhaltung. Das Eintauchen in eine vergangene Zeitepoche konnte als sehr gelungen bezeichnet werden.

Ein etwas anderes Erlebnis bei dem es kulinarische Leckereien zu entdecken galt, zu denen passende authentische Getränke gereicht wurden. Bei bestem Wetter „R(h)einwandern in den Frühling“ machte großen Spaß und Interessierte dürfen sich bereits heute auf das Angebot im kommenden Frühjahr 2018 freuen. Ein Termin, der sich mit gutem Gewissen vormerken lässt. US

„Sylvana“ (Mildret Ruppert) und „Maturix“ (Christian Havenith) zeigten in unterhaltsamer Weise das Zubereiten von Speisen aus vergangenen Zeiten.

„Sylvana“ (Mildret Ruppert) und „Maturix“ (Christian Havenith) zeigten in unterhaltsamer Weise das Zubereiten von Speisen aus vergangenen Zeiten.

Ein üppig gedeckter Tisch, der die Zutaten für das keltische Kochen präsentierte bei den Aktionstagen „R(h)einwandern in den Frühling“. Fotos: US

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