Allgemeine Berichte | 11.09.2024

Kempenicher Ortsgeschichte

Das Haus Hommeshannes um 1910.  Foto: Archiv

Kempenich. 1825 gab es die heutige Großstraße noch nicht. Das spätere Schuhgeschäft von Otto Schmitt hatte damals die Adresse Marktstraße 53. Eigentümer war zu der Zeit Andreas Schäfer. Nach seinem Tod 1842 wanderte die Familie nach Wisconsin aus. 1847 wohnte dort Salomon Kempenich, ein Jude, der in Spessart geboren wurde. Sein Sohn Joseph, 1864 geboren, Viehhändler, Krämer und Metzger von Beruf, wohnte dort bis 1942. Dann wurde er von den Nazi-Schergen deportiert und später in Treblinka (Polen) ermordet. Im Anschluss war im Haus der damalige Bürgermeister (1946/1947) Peter Schmitt mit seiner Familie. Sohn Otto übernahm dann mit dem Schuhgeschäft. Peter Schmitt, der auch wegen seinen Ambitionen Landrat genannt wurde, zog dann in der Großstraße, zwei Häuser weiter, ins Haus von seiner Frau Maria Nett von Hommeshannes. Sie führten dort einen Kolonialwarenladen. Sohn Lothar, ein begnadeter Fussballer und Trainer beim SC Kempenich, hatte seinen kleinen landwirtschaftlichen Betrieb ebenfalls dort. Er absolvierte später ein Studium zum Lehrer. Das Haus davor, an der Ecke zur Enggasse, wurde wegen seiner geringen Größe und dunklen Farbe auch das „Murrehäusje“ genannt. Der damalige Eigentümer Peter Dahm, den man auch „Schautte Dahm“ nannte, wohnte nicht dort, hatte aber im rückwärtigen Stall den Eber untergebracht. Das führte dann dazu, dass der Mieter Hugo Bodendein, ein Buchbinder, folgendes erzählte: „ In Dahms - Häuschen ist es ungemütlich, da hört man die ganze Nacht den Watz (Eber) stinken“. Mieter war auch die Familie Maus aus Lederbach. Die Mutter Gertrud wurde wegen ihrer Figur auch „Mausse Dunchelche“ genannt. Weiter geht es mit der Großstraße am 08.10.2024.

Das Haus Hommeshannes um 1910. Foto: Archiv

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  • FrankH: Dieses Thema wurde seitens der Politik schon häufig aufgegriffen, nach der Wahl lässt das Interesse dann regelmäßig stark nach. Auch weil es ganz einfach zu kurz greift. Ein Rettungshubschrauber kann kein Krankenhaus ersetzen.
  • bley: hallo Jochen, habe eurer Jubiläum in blick aktuell gesehen. Hoffe dir geht es immer noch gut. aus dem hohen Norden grüsst Kurt.
  • Rolf Stern : Die Rechtslage ist eindeutig und lässt keinen Raum für politische Wunschinterpretationen. Nach § 10 Abs. 2 KAG Rheinland-Pfalz sind Erneuerung, Verbesserung und Umbau öffentlicher Verkehrsanlagen beitragspflichtig.
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