Der „Katharinenmarkt“ in Niederlützingen zog jede Menge Besucher an
Keramikstelen, heimischer Bienenhonig und Herbstgestecke
Vereinsring freute sich über eine rundum gelungene Veranstaltung
Brohl-Lützing. Premiere vollends gelungen, so lautete das Fazit zu einer Veranstaltung, die erstmals in Niederlützingen stattfand. Der örtliche Vereinsring hatte einen Herbstmarkt organisiert: den „Katharinenmarkt“. Schauplatz der Veranstaltung waren die Lavahalle und der benachbarte Raiffeisenplatz. Dort waren zahlreiche Holzhäuschen und Zelte aufgebaut worden. Ulrike Schmitz, Mitglied im Vorstand des Vereinsrings – ein Zusammenschluss aller Niederlützinger Vereine – eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die Besucher, unter ihnen auch der Landtagsabgeordnete Guido Ernst, Verbandsbürgermeister Bernd Weidenbach und Ortsbürgermeister Dr. Frank Gondert. „Heute kann man sehen, was Gemeinschaftssinn in einem Dorf bedeutet“, betonte sie. Sie nutzte die die Gelegenheit, um sich sowohl bei den Niederlützinger Vereinen zu bedanken, die sich aktiv an dem Herbstmarkt beteiligten, als auch bei den zahlreichen Privatleuten, die einen Marktstand betrieben und Ergebnisse ihrer vielfältigen Hobbies präsentierten. „Die heilige Katharina von Alexandrien ist die zweite Patronin unserer Pfarrkirche. Ihr Namenfest wird am 25. November gefeiert. Da bot es sich an, den Markt auf dieses Wochenende zu legen“, erklärte Ulrike Schmitz im weiteren Verlauf ihrer Ansprache. „Ich bin froh, dass ein solcher Markt in Niederlützingen auf die Beine gestellt werden konnte“, betonte Ortsbürgermeister Dr. Frank Gondert in seinem Grußwort und bedankte sich bei den Organisatoren, namentlich Robert Endris, Hans-Peter Gammel und Ulrike Schmitz. „Besuchen Sie die einzelnen Stände, schauen Sie sich dort um und verbringen Sie ein Zeit mit bester Unterhaltung auf unserem Katharinenmarkt“, appellierte er an die Anwesenden.
Der Andrang der Besucher war enorm. Von Anfang an herrschte sowohl auf dem Raiffeisenplatz als auch in der Lavahalle Hochbetrieb. In der Halle, die in eine große Cafeteria umfunktioniert worden war, gab es zeitweise kein Durchkommen. Den Besuchern wurde aber auch jede Menge geboten. In den Markthäuschen und Verkaufsständen gab es eine breite Produktpalette zu bewundern und zu erwerben. Schnell verkauft war ein Gemälde, das die Niederlützinger Pfarrkirche zeigte. Der Kunstmaler präsentierte aber nicht nur das Gotteshaus, sondern auch andere heimische Motive. Keramikkugeln, -stelen, -figuren waren ebenso heiß begehrt. Was man aus Verpackungsmüll so alles machen kann, gab es an einem anderen Stand zu sehen. „Upcycling“, bei dieser Form der Wiederverwertung werden aus Chipstüten oder Kaffeeverpackungen wieder äußerst attraktive Taschen, Tabletts und Körbe hergestellt. An einem weiteren Marktstand waren Ergebnisse der „Serviettentechnik“ zu sehen. Die angebotenen Produkte, darunter „Vogelfutterglöckchen“, werden in den kommenden Monaten in vielen Niederlützinger Gärten hängen. Was man aus Holz alles machen kann, zeigten andere Aussteller. Ob Laubsägearbeiten, ob Kunstgegenstände, die mit der Motorsäge entstanden waren, oder andere Holzkunst. Die angebotenen Deko-Artikel für drinnen und draußen zeigten die außerordentliche Kreativität der heimischen Hobby-Künstler.
Viel zu tun hatte eine Ausstellerin, die an ihrem Stand Herbstgestecke und Abventskränze aufgebaut hatte. Heimischer Bienenhonig, Honigbonbons und Bienenwachskerzen präsentierte ein Niederlützinger Imker. Wer selbst gemachte Marmelade, selbst gebackene Plätzchen oder selbst gestrickte Strümpfe haben wollte, war auf dem „Katharinenmarkt“ ebenfalls richtig. Am Stand daneben konnte man selbst genähte Kissen erwerben. Selbst genähte Kleidungsstücke wurde an einem anderen Verkaufsstand präsentiert. Wer wollte, der konnte sich Stoff aussuchen, anmessen lassen und erhält dann in Kürze sein Wunschkleidungsstück. Zur Bekleidung passt natürlich auch Schmuck. Auch hier wurde man an verschiedenen Ständen auf dem „Katharinenmarkt“ fündig.
Zu sehen und erwerben waren ebenfalls Steinarbeiten. Ein Künstlerin bot u.a. Kürbisse, Kugeln und Weihnachtswichtel aus Beton an. An einem anderen Marktstand gab es Basalt-Teelichter. Der Verkaufserlös dieser Lichter kommt übrigens dem Niederlützinger Kindergarten „Spatzennest“ zugute. Apropos Kindergarten „Spatzennest“: Die Mädchen und Jungen dieser Kindertagesstätte sorgten im Verlaufe des Nachmittags ebenso für Abwechslung und beste Unterhaltung wie der Tambourclub „Spielfreunde“ Niederlützingen. Die Musiker um ihren Leiter Achim Wachtveitl sorgten nicht nur bei der Eröffnung am frühen Nachmittag für den passenden musikalische Rahmen, sondern unterhielten auch später die Besucher in der Lavahalle.
Natürlich kam auch das leibliche Wohl der Besucher nicht zu kurz. Duftender Glühwein, wohlschmeckender Eierpunsch und einen eigens für die Veranstaltung kreierten „Katharinencocktail“ fanden ebenso großen Zuspruch wie selbstgemachte Waffeln oder toll schmeckende Reibekuchen aus der „Krebbelche Bud“.
„Der heutige Tag war überwältigend. Dass unser Katharinenmarkt auf so großes Interesse aus dem Dorf, aber auch aus den Nachbargemeinden, stoßen würde, daran hätten wir nicht im Traum gedacht“, zeigte sich Organisatorin Ulrike Schmitz am Abend beeindruckt vom Zuspruch und dankte allen, darunter auch der Ortsgemeinde, die sich am Zustandekommen sowie am Ablauf des Niederlützinger Herbstmarktes beteiligt hatten.
AS
Den ganzen Tag herrschte reger Betrieb auf dem Platz. Die Premiere ist gelungen!
Bürgermeister Dr. Frank Gondert (li.) eröffnete den Markt gemeinsam mit Vereinsringsvorsitzendem Robert Endris.
v.l. Guido Ernst, Ulrike Schmitz, Dr. Frank, Gondert, Bedrnd Weidenbach.
In der Lavahalle gab es Kaffee, Kuchen und Unterhaltung von den Kindern der Kita „Spatzennest“.
