Allgemeine Berichte | 18.04.2019

Kinderschutzbund trainiert in Kita und Schule gewaltfreie Konfliktlösung

Kinder lernen „STOPP! sagen“

Mehr als 600 Kinder haben bereits dank des aus Kreismitteln finanzierten Projektes das „große NEIN“ geübt

STOPP! Das haben sie schon gut gelernt, die Erstklässler der Goethe-Schule und die künftigen Erstklässler aller Kindergärten in Höhr-Grenzhausen. In einem Projekt des Kinderschutzbundes ging es darum, deutlich zu sagen, wenn jemand unangenehm wird, und wie Konflikte ohne Gewalt ausgetragen oder vermieden werden können. Foto: DKSB

Höhr-Grenzhausen. Die Füße fest am Boden, die Knie leicht angewinkelt, ein ernstes Gesicht – dann die Handfläche nach vorne und klar und deutlich sagen: STOPP!

Damit hält das kleine Kindergartenmädchen auch die „Großen“ aus der ersten Klasse auf Abstand. So soll es sein am Ende des Präventionsprojekts, an dem in Höhr-Grenzhausen über 120 Kinder teilgenommen haben.

Schon zum fünften Mal haben die angehenden Erstklässler aller Kindergärten in Höhr-Grenzhausen den großen Schritt in die Goethe-Schule zusammen mit dem Kinderschutzbund vorweggenommen. Aber vorher lernten sie schon in ihrer Kita vom Elefanten, wie sinnvoll ein dickes Fell ist – oder besser: eine dicke Haut. Und sie besuchten etliche Planeten im Weltall der Gefühle, bevor sie sich auf den Weg machten in ihre Grundschule.

Dort warteten schon die Erstklässler, die ja nach den Ferien nicht mehr die Kleinsten in der Schule sind, sobald die Kita-Kinder eingeschult werden. Zusammen ging es darum, spielerisch zu lernen, wie Konflikte ohne Gewalt zu lösen sind. Zum Beispiel durch deutliche, mutige Signale und Worte. Denn manchmal wird ein großes NEIN! verstanden, während das zaghafte, kleine nein ungehört verklingt.

Geschichten, Tänzchen, Lieder und Spiele hatten Diplom-Pädagogin Kerstin Magee und Diplom-Sozialpädagogin (FH) Lisa Klein vom Deutschen Kinderschutzbund Kreisverband Westerwald/Ortsverband Höhr-Grenzhausen mitgebracht.

Und sie übten gemeinsam mit Erzieherinnen und Lehrerinnen mit den großen und kleineren Kindern ein, wie auch Kleine ganz groß „STOPP! sagen“ können. Stopp-Stand, Stopp-Hand, Stopp-Gesicht. Und wie man sich verhält, wenn plötzlich vor einem die Stopp-Hand auftaucht. Es geht aber auch darum zu klären, an wen sich die Kinder wenden, wenn sie Hilfe brauchen – etwa nach einer Gewalterfahrung.

Das Projekt zur Gewaltprävention ist schon ein fester Programmpunkt vor dem Wechsel von der Kita in die Schule. Bisher haben bereits mehr als 600 Kinder teilgenommen; ermöglicht wird es durch Mittel, die der Westerwaldkreis zur Verfügung stellt.

Der katholische Kindergarten „St. Paul“, die katholische Kita „St. Peter“, die evangelische „Kinderarche“ und die Kindergärten „Pusteblume“ und „Sonnenschein“ bauen das Gelernte ebenso in ihre Arbeit ein wie die Goethe-Schule. Gewaltprävention als Dauerthema wurzelt so auf einem gemeinsamen Fundament.

Und die Kita-Kinder können sich jetzt schon darauf freuen, wenn im nächsten Jahr irgendwann die „Kleinen“ auftauchen und sie die Großen sind, die längst schon laut „STOPP!“ sagen.

Weitere Infos unter: Deutscher Kinderschutzbund e.V. KV Westerwald/OV Höhr-Grenzhausen, Hermann-Geisen-Straße 44, 56203 Höhr-Grenzhausen, Tel. (0 26 24) 44 88, info@kinderschutzbund-westerwald.de.

Pressemitteilung

Deutscher Kinderschutzbund e.V.

STOPP! Das haben sie schon gut gelernt, die Erstklässler der Goethe-Schule und die künftigen Erstklässler aller Kindergärten in Höhr-Grenzhausen. In einem Projekt des Kinderschutzbundes ging es darum, deutlich zu sagen, wenn jemand unangenehm wird, und wie Konflikte ohne Gewalt ausgetragen oder vermieden werden können. Foto: DKSB

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
  • Andi-RLP: Hallo Herr oder Frau Bastian, Sie haben Recht, die Kommentarantwort von mir war falsch ausgedrückt. Das Wort "vertrauensvoll" steht natürlich im Bericht. Jedoch habe nicht ich den vertrauensvollen Abstimmungsprozess...
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Elke Zeise: Nur Schade das man als Nachbarin keine Information bekommt ob der Täter noch in U Haft ist oder wieder auf freiem Fuß ist. Habe Angst die Wohnung zu verlassen
Hausmeister, bis auf Widerruf
Titel-Eckfeld - Bestellung Nr. 4300003863
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Biker Segnung
Verwaltung Immobilien
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Empfohlene Artikel
Die Stadt Andernach beteiligt sich auch in diesem Jahr an der bundesweiten Aktion „Mähfreier Mai“ und setzt damit ein weiteres Zeichen für eine nachhaltige und naturnahe Stadtentwicklung.Foto: Stadtverwaltung Andernach / Regina Unruh
75

Andernach. Die Stadt Andernach beteiligt sich auch in diesem Jahr an der bundesweiten Aktion „Mähfreier Mai“ und setzt damit ein weiteres Zeichen für eine nachhaltige und naturnahe Stadtentwicklung. Gleichzeitig verfolgt die Stadt einen ganzheitlichen Ansatz in der Grünflächenpflege.

Weiterlesen

Die Kreisverwaltung in Koblenz. Foto: ROB
87

Kreis MYK. Im Mai 2026 findet im Kreis Mayen-Koblenz die Bundeswehrübung „Gelber Merkur 2026“ unter der Leitung der Teilstreitkraft Cyber- und Informationsraum statt. Der Zeitraum dieser Übung erstreckt sich vom 8. bis 22. Mai, und die Aktivitäten sind nicht nur auf Standort- oder Truppenübungsplätze beschränkt. Die beteiligten Kräfte bewegen sich auch im öffentlichen Raum, was dazu führen kann, dass Schussgeräusche durch den Einsatz von Platzpatronen wahrnehmbar sind.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Nadine Kreuser.  Foto: privat
13

In Ahrweiler gehört es fest dazu: das Maibaumstellen. Gemeinsam werden die großen geschmückten Bäume aufgerichtet – mit viel Vorbereitung, Muskelkraft und Gemeinschaftssinn. Gleichzeitig sieht man in diesen Tagen vor vielen Häusern kleinere Maibäume stehen. Sie werden meist ganz persönlich aufgestellt: als Zeichen der Zuneigung, der Verbundenheit oder einfach, um einem Menschen zu zeigen: Ich denke an dich.

Weiterlesen

Symbolbild.
29

Pkw touchiert Kind an einer Bushaltestelle

21.04.:Kind bei Unfall in Marienfels verletzt

Marienfels. Am Dienstag, dem 21. April 2026, kam es gegen 16:30 Uhr in der Römerstraße in Marienfels zu einem Verkehrsunfall an einer Bushaltestelle. Ein Kind wurde von einem vorbeifahrenden PKW leicht touchiert und erlitt dabei leichte Verletzungen.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Maifest in Dedenbach
Gesundheit im Blick
Save the Dates
Minijob
Innovatives rund um Andernach
Servicemitarbeiterin
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
SB Wahlen
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
100 Jahre Eifelverein Dernau
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Maifest Dedenbach
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr