Deutscher Kinderschutzbund e.V. Kreisverband Westerwald/Ortsverband Höhr-Grenzhausen
Kinder sollen Stopp! sagen
Projekt des Kinderschutzbundes zielt auf gegenseitigen Respekt
Höhr-Grenzhausen. Die einen sollen lauter Stopp! sagen, und die anderen sollen lernen, dann auch mit Schubsen, Hauen und Ärgern aufzuhören. Grenzen ziehen und respektieren – darum geht es in einem Projekt des Kinderschutzbundes, das derzeit gleichzeitig an den Kitas von Höhr-Grenzhausen und in den ersten Klassen der Goethe-Schule stattfindet.
Endlich wird das „kleine Nein!“ sauer und sagt groß und breit: „Stopp!“, als der fremde Mann es küssen will. Das kleine Mädchen ist auf einmal richtig mutig – sogar der freche Junge trollt sich, der ihm eben noch die Schokolade wegessen wollte. Mit Bildergeschichten wie dieser machen die Sozialarbeiterin Eva Görg-Aller und Dipl. Pädagogin Kerstin Magee vom Dt. Kinderschutzbund e.V. Kreisverband Westerwald / Ortsverband Höhr-Grenzhausen deutlich: Wer seine Grenzen deutlich aufzeigt, wird in Ruhe gelassen.
Stopp! sagen und Konflikte gewaltfrei lösen – das üben die 140 Kinder zwischen fünf und acht Jahren in einem ereignisreichen und spannenden Lebensabschnitt: Die einen wechseln demnächst aus den Kindertagesstätten Sonnenschein, St. Peter, St. Paul und der Kinderarche in die Grundschule, die anderen bekommen dann neue Mitschülerinnen und Mitschüler, die jünger, kleiner sind.
Deshalb nehmen sie gemeinsam Teil an dem Projekt zur Gewaltprävention, das mit Hilfe der Kreisverwaltung zum zweiten Mal stattfindet. Los ging es jeweils in den Kindertagesstätten, wo die Vorschulkinder verschiedene Gefühlswelten besucht und gewaltfreie Lösungen für Konflikte kennengelernt haben.
Frisch ausgestattet mit dem Mut, Stopp! zu sagen, trafen die Kleinen dann die Erstklässler – die sich noch gut daran erinnern konnten, dass sie im vergangenen Jahr selbst noch „die Kleinen“ waren. Auch deshalb läuft das Projekt besonders gut. Eifrig und begeistert sind alle bei der Sache. Zum Beispiel in der spannenden Geschichte mit dem „kleinen Nein!“ zu leiden, dem zuerst der Platz und dann die Schokolade abgenommen wurde, weil es nur ganz leise und zaghaft „Nein“ sagen konnte, bis es endlich mehr Mut hatte. Reihum wird eifrig besprochen, warum das kleine Mädchen dann in Ruhe gelassen wird – zur Nachahmung empfohlen: Nicht wie eine Schnecke verkriechen, sondern mutig sagen, was einem nicht passt.
In den Kitas und der Goethe-Schule wird anschließend auf den Kursen aufgebaut. Die Kinder nehmen das Thema begierig auf, und auch die Erzieherinnen und LehrerInnen betrachten das Projekt als Erfolg. Der Kinderschutzbund freut sich übrigens auch über Anfragen aus anderen Verbandsgemeinden.
Infos gibt es beim Deutschen Kinderschutzbund e.V. Kreisverband Westerwald / Ortsverband Höhr-Grenzhausen, (0 26 24) 44 88 oder info@kinderschutzbund-westerwald.de.
Pressemitteilung
Deutscher Kinderschutzbund e.V.
Kreisverband Westerwald /
Ortsverband Höhr-Grenzhausen
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