Große Teilnahme beim Sommerfest in der Aloisius-Grundschule in Ahrweiler
Kinder zeigen, wie vielfältig ein Schulbesuch sein kann
Diesjähriges Motto: „Wir gehören zusammen“
Ahrweiler. Dass in Ahrweiler Traditionen gehegt und gepflegt werden, ist hinlänglich bekannt. Spätestens in der Grundschule werden die Kinder darauf hingeführt. Dabei spielt Konfession und Bildungsgrad keine Rolle. Das Aloisiusfest bietet dafür die beste Gelegenheit. Unter dem diesjährigen Motto: „Wir gehören zusammen“ feierte die Aloisius-Grundschule, die auch Schwerpunktschule ist, ihr jährliches Schulfest. Um 8 Uhr morgens trafen alle Grundschulkinder auf dem Schulhof ein, um mit den Aloisiusjungen in einem Umzug zu Laurentiuskirche zum gemeinsamen Gottesdienst zu Ehren des Heiligen Aloisius, dem Schutzpatron der Schule, zu ziehen. Nach einem kleinen Frühstück mit Wecken und Getränke auf dem Schulhof begann das eigentliche Schulfest.
Rektor Klaus Mührel begrüßte die Schülerinnen und Schüler sowie deren Geschwister und Eltern und die Vertreter der Stadt. Es ist ihm ein besonderes Anliegen, alle Kindern der Grundschule am Schwimmunterricht teilnehmen zu lassen. Den Grund sieht er darin, dass von 20 Kindern gerade mal 10 schwimmen können. Daher ist es ihm wichtig, dass auch die benachteiligten Kindern mithilfe finanzieller Unterstützung des Fördervereins daran teilnehmen. Der Förderverein hat schon vieles bewirkt. So ist in diesem Jahr der Soccer-Courts fertiggestellt worden und nun kann auch bald das neue Klettergerüst aufgebaut werden.
In Anwesenheit vom grünen Drachen, das Maskottchen Aloga, führten die Zumba-AG und die Tanz-AG, ihre Tänze auf. Nach der Schulhymne „Aloga-Song“ lud der Rektor die Besucher ein, sich die Ergebnisse der Projektwochen, die bereits im Juni stattfanden, anzuschauen. Die Wahl viel schwer! Wohin zuerst? In der Mensa im Keller wurde das Musical „Jedes Kind kann irgendwas“ aufgeführt.
Die Beteiligung war groß. Ob bei den Mitmachangeboten wie zum Beispiel in der Turnhalle, wo man auf verschiedene Art seine Fitness testen kann, oder auf dem Schulhof, wo ein Geschicklichkeitsparcours aufgebaut war. An einer anderen Station war Gelegenheit, das Wissen über Pferde zu vertiefen.
Selbstgebastelte Schätze
Auch der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. Boote aus Korken, Freundschaftsbändchen, Bilder, die mit Pflanzenfarben gemalt waren, Traumfänger, Blumen aus Papier, kleine Gestecke oder bunt bemalte Steine - alles Schätze, sorgsam unter Anleitung hergestellt, wurden vorsichtig gegen eine Spende mitgenommen. Zu Kaufen gab es Schokokuchen, extra gesund und Rezeptbücher - natürlich selbst gestaltet. Der Bauwagen, aus dem während der Pausen Spielsachen ausgeliehen werden, war jetzt zu einem Imbiss umfunktioniert. Nebenan im Basar konnte man sich mit Marmelade und vielen anderen Dingen, die von den Kindern selbst hergestellt waren, reichlich eindecken. Dieser Erlös ist für die Partnerschule in Ruanda. Gerne bediente man sich am reichhaltigen Kuchenbuffet in der Aula. Die Mütter der Schulkinder haben die leckersten Kuchen gespendet, um die Kasse des Fördervereins zu füllen.
In Ausstellungen waren weitere Projekte zu bestaunen. So hatte sich eine Gruppe ausgiebig mit der St. Laurentiuskirche befasst. Bei einem Besuch während der Projektwoche stiegen die Kinder sogar bis oben auf das Dach und schauten durch die Fenster auf ihre Heimatstadt. Dechant Meyrer unterstützte die Kinder mit Führungen und ließ sie die Kirche mit allen Sinnen entdecken. Am Modell zeigen die selbstgestalteten Kirchenfenster nicht nur christliche Symbole, sondern auch Dinge, die den kleinen Erbauern am Herzen liegen.
Eine Ausstellung unter dem Titel „Ich bin so frei“, war ebenfalls im Obergeschoss der Schule zu bewundern. Die Klasse 2a hatte sich während der Projekttage sogar in den Regierungsbunker gewagt und von dessen Geschichte eine Ausstellung zusammen gestellt. Ebenso war die Mondlandung vor 50 Jahren ein Thema.
Wer Erfrischung brauchte oder Appetit auf ein heißes Würstchen hatte, fand beides an einem Stand auf dem Schulhof. Eben hier fand schon eine ganze Weile das Königsvogelschießen der Aloisiusjugend statt. Auch das gehört zur Tradition des Aloisiusfestes. Da die Schüler dafür noch zu jung sind und nur zuschauen dürfen, findet diese Veranstaltung gesondert statt.
Die Schule hat sich geöffnet und zwanglose Gespräche zwischen allen Beteiligten ermöglicht. Das ganze Umfeld, einschließlich dem Wetter stimmte auf den Punkt.
Viele Angebote und Ausstellungen gab es zu bestaunen.
Der Bauwagen, aus dem während der Pausen Spielsachen ausgeliehen werden, war jetzt zu einem Imbiss umfunktioniert.
Das Maskottchen Aloga war auch beim Fest dabei.
