Allgemeine Berichte | 28.01.2019

65 Jahre Kinderschutzbund - Veranstaltung in Hamburg erinnert auch an Westerwälder Initiative

Kinderrechte auf dem Weg ins Grundgesetz

Forderung des Kinderschutzbundes findet Unterstützung - auch dank Westerwälder Initiative

Höhr-Grenzhausen. Selbst wenn der Bundesverband des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB) in Hamburg seinen 65. Geburtstag feiert, ist Höhr-Grenzhausen nicht fern. Schon in der Begrüßung der Gäste aus ganz Deutschland wurde die Kannenbäckerstadt hervorgehoben als erste Stadt, die einen offiziellen „Platz der Kinderrechte“ hat. Die beiden Höhr-Grenzhäuser im Publikum, Heidi Ramb und Joachim Türk vom Vorstand des Ortsverbandes Höhr-Grenzhausen/Kreisverband Westerwald, nahmen es auch als Ansporn, die Ziele der ältesten und größten Kinderschutzorganisation Deutschlands weiter aktiv zu verfolgen. Hamburg löst bei den Höhr-Grenzhäuser Kinderschützern positive Erinnerung aus: im beeindruckenden Atrium der HanseMerkur sind ihre „Mobilen Sorgenbüros“ vor Jahren mit dem Kinderschutzpreis der Versicherung ausgezeichnet worden. Und am selben Ort beging der Bundesverband seinen Geburtstag. Er wurde vor 65 Jahren in der Hansestadt gegründet.

Kinderrechte und Kinderarmut

Im Vordergrund standen zwei Themen, mit denen sich auch die Westerwälder täglich befassen: Kinderrechte und Kinderarmut. Die prominenten Gäste äußerten sich nicht nur lobend zur Arbeit des Deutschen Kinderschutzbundes, sondern auch deutlich zu dessen Forderungen. Zum Beispiel Bundesjustizministerin Katarina Barley: „Es ist an der Zeit, Kinderrechte auch in unserer Verfassung besser sichtbar zu machen und im Grundgesetz zu verankern.“ Zum Beispiel Ulrich Schneider, Chef des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes: Er erneuerte die gemeinsame Forderung, auf vielfältige, bürokratisch aufwendige und oft wenige zielführende Hilfen zu verzichten und stattdessen eine Kindergrundsicherung zu bezahlen. Per Videobotschaft unterstützte die frühere Familienministerin Rita Süßmuth die Forderung: „Kinderrechte sind Menschenrechte. Ihre Verankerung im Grundgesetz holt die Kinder raus aus der Bittsteller-Position.“ Dem schloss sich natürlich gerne DKSB-Präsident Heinz Hilgers an, der seit mehr als 25 Jahren unermüdlich in diesem Amt tätig ist: „Wir wollen in diesem Jahr erleben, dass die Kinderrechte in vollem Umfang ins Grundgesetz aufgenommen werden. Und wir werden weiterhin klar Position beziehen und uns aktiv einbringen, wenn es um wichtige gesellschaftspolitische Fragen geht.“ Dass sich auch Kommunalpolitiker mit den Kinderrechten befassen und nach Höhr-Grenzhäuser Vorbild Plätze und Straßen nach ihnen benennen, ist für den Bundesverband ein sehr gutes Zeichen, dass das Thema auf allen Ebenen anerkannt wird. Nach der Kannenbäckerstadt und der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz haben nun auch Elmshorn und Pinneberg in Schleswig-Holstein Plätze der Kinderrechte und in wenigen Wochen folgt Bad Kreuznach. So wichtig diese regionalen Wurzeln auch sind, so motivierend ist es immer wieder, die bundesweite Bedeutung und Anerkennung des eigenen Verbandes live zu erleben. Heidi Ramb und Joachim Türk kamen mit vielen Anregungen und neuen Kontakten nach Hause, wo die Kinderrechte die Grundlage der Arbeit des Orts- und Kreisverbandes sind, von Präventionsprojekten wie „Kinder stark machen“ über Kleiderlädchen, Schulsozialarbeit an Grund- und Realschulen plus bis hin zu Aktionen zum Weltkindertag.

Informationen

Wer sich für Kinder und ihre Rechte einsetzen möchte, ist willkommen. Infos gibt es unter www.kinderschutzbund-westerwald.de oder in der Geschäftsstelle in Höhr-Grenzhausen, Hermann-Geisen-Straße 44, Tel. (0 26 24) 44 88.

Pressemitteilung

Deutscher Kinderschutzbund

Kreisverband Westerwald

Ortsverband Höhr-Grenzhausen

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  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
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