Allgemeine Berichte | 10.10.2025, 13:08 Uhr

Kinderrechte sind wichtig

Auch ein Film über die Kinderrechte von Checker Tobi wurde gezeigt. Foto:privat
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Sinzig. Unter dem Motto „Deine Rechte, Deine Stimme – Gemeinsam sind wir stark“ fand am Wochenende rund um den Weltkindertag am 20. & 21. September ein besonderer Workshop am Schwanenteich und im Haus der offenen Tür (HOT) statt. Veranstaltet wurde das Projekt von Aufwind – Deine Chance Ahrtal, gefördert durch ADRA

„Es war ein Workshop über Kinderrechte – für Kinder“, berichten die Teilnehmenden stolz. Mit dabei waren nicht nur Kinder und Erwachsene, sondern auch tierische Begleiter vom Schwanenteich.

Im Mittelpunkt des Workshops stand die Frage: Welche Rechte haben Kinder eigentlich?

Zu Beginn machten sich die Kinder auf die Suche nach zehn versteckten Kinderrechten. Nachdem sie diese auf dem Gelände des Schwanenteichs gefunden hatten, stellten sie die Rechte pantomimisch dar. Dabei riefen sie für das Spiel „Wir sind leise, aber hier – Kinderrechte fordern wir!“

Das Lernen und Bewegung waren hier eng miteinander verknüpft – und „das war echt lustig“, wie die Kinder betonten.

Anschließend wurde ein Film über die Kinderrechte von Checker Tobi gezeigt. Präsentiert wurde er auf dem solarbetriebenen Creativelo, einem umgebauten Lasten-und Medienfahrrad des HOT, das gleichzeitig als mobile Kinotechnik diente.

Natürlich kam auch die Praxis nicht zu kurz: Die Kinder durften neben den Spielen, auch Ziegen füttern, Bilder malen und gemeinsam kochen. „Das war echt lecker!“, schwärmten sie.

Kinder ziehen Bilanz

Am Ende des ersten Tages waren sich die Kinder einig: „Wir haben heute ganz viel gelernt!“ Besonders wichtig war für sie das Thema Ernährung, „weil sie wichtig ist, um groß und stark zu werden“. Auch das Recht auf ein sicheres Zuhause wurde betont: „Ein Zuhause, in dem man sich sicher fühlt, ist uns wichtig.“

Weitere Schwerpunkte waren Schutz vor Gewalt „Wenn man sich weh tut, ist das nicht gut“ sowie Bildung und Sicherheit in der Schule. Auch die Förderung von Kindern mit Behinderung lag den Teilnehmenden am Herzen: „Man soll sich nicht ausgegrenzt und unwohl fühlen, wenn man behindert ist. Wir sind schließlich alle gleich und haben ein Recht auf Gleichheit.“ Mit Blick auf die weltweite Situation fanden die Kinder es „besonders schade, dass doppelt so viele Mädchen wie Jungen nicht lesen und schreiben können, weil sie nicht in die Schule gehen dürfen.“

Zum Abschluss des Workshops sammelten die Kinder ihre Wünsche. Sie wünschten sich mehr Tierkontakt, Unterricht über den Umgang mit Tieren, keine Sorgen um Geld und dass der Weltkindertag mehr Beachtung findet. Außerdem wollten sie Kindersprechstunden beim Bürgermeister, mehr Spielstraßen, mehr Mülleimer im Wald und einen respektvollen Umgang mit Natur, Bauernhöfen und Tieren.

Gemeinsam mit den Betreuern verfassten die Kinder diesen Artikel „damit alle wissen, wie wichtig Kinderrechte sind und damit alle sie kennen und einhalten können“.

Klare Botschaft

Die Kinder zogen ein eindeutiges Fazit: Kinderrechte bedeuten gesunde Ernährung, Sicherheit, Schutz, Bildung und Gleichheit – aber auch Mitsprache, Respekt vor der Natur und ein Aufwachsen in einer kinderfreundlichen Umgebung. „Ein wichtiges Kinderrecht ist, dass man Kinder nicht wehtun darf“, fasste eine Teilnehmerin zusammen.

Der Workshop machte deutlich: Kinderrechte sind keine abstrakten Begriffe, sondern betreffen den Alltag von Kindern ganz konkret. Ob beim Spielen, Malen, Kochen oder Diskutieren – die Kinder haben ihre Rechte mit eigenen Worten eingefordert und klar gesagt, was ihnen wichtig ist.

So wurde am Weltkindertag deutlich: Kinder wissen selbst am besten, was sie brauchen – und sie können es auch klar sagen.

Auch ein Film über die Kinderrechte von Checker Tobi wurde gezeigt. Foto:privat

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