Gelebte Ökumene: 3. Rheinbacher Nacht der Kirchen
Kirche mal von einer ganz anderen Seite erleben
Rheinbach. Bereits zum 3. Mal fand die Rheinbacher Nacht der Kirchen statt. Die Katholische Kirchengemeinde St. Martin, die Evangelische Kirchengemeinde und die Freie evangelische Gemeinde Rheinbach hatten zu diesem Ereignis eingeladen und ein abwechslungsreiches interessantes Programm zusammengestellt. Alle Kirchen Rheinbachs hatten dazu ihre Räumlichkeiten geöffnet: die Pfarrkirche St. Martin mit Krypta, die Evangelische Gnadenkirche und das Haus der Freien evangelischen Gemeinde. Auch die Pallottikirche mit der Schul- und Jugendkirche, das Pfarrzentrum St. Martin und die Kapelle des Erzb. St. Joseph Gymnasiums waren für die Besucher geöffnet.
Der ökumenische Gedanke
Im Mittelpunkt der 3. Nacht der Kirchen, unter dem Motto „Der Weg zum Kreuz“, stand die Präsentation des ökumenischen Gedankens und die Darstellung der Vielfalt kirchlichen Lebens. „Die Nacht der Kirchen zeigt, dass Ökumene bei uns in Rheinbach wirklich gelebt wird…“, sagte der Schirmherr der Veranstaltung, Bürgermeister Stefan Raetz, anlässlich der Vorstellung des Programms. Insbesondere wollten die Kirchengemeinden mit dieser Veranstaltung auch Menschen ansprechen, die „sonst nicht zum Stammpublikum der Gemeinde“ gehören. Die Rheinbacher Kirchennacht bot für die Besucher Musik, Gespräche, Lesungen, Gebete, Kunst und Theater, Gospels und Kirchenführungen. Anhand eines Programmflyers konnten sich die Besucher vorher schon ihr „eigenes“ Programm aus der Vielfalt der Angebote heraussuchen.
Die Qual der Wahl
Dabei hatten sie sicher auch die Qual der Wahl. Man musste sich schon entscheiden, ob man die musikalische Vorstellung des „Streites zwischen David und Goliath“ in der Evangelischen Gnadenkirche oder lieber dem Saxophon-Quartett „Padafrage“ in der Pfarrkirche St. Martin hören wollte, oder lieber die Gedanken zur Bronzeskulptur „Abschied“ von Pater Ludwig in der Pallotti-Kirche hören wollte. Genauso spannend und aufschlussreich war der Vortrag von Pfarrer Dr. Diethard Römheld zum Thema „Warum braucht Israel einen Tempel?“ im Pfarrzentrum Lindenplatz. Amüsant und spannend schilderte Römheld einem interessierten Publikum allerlei Details um den Bau des Tempels in Israel. Beeindruckt waren die Besucher der Pfarrkirche St. Martin von den Arbeiten des Kunstkurses des St. Joseph Gymnasiums. Während der „Besinnungstage“ hatten die Mitglieder des Kunstkurses der Jahrgangsstufe zwölf ihre eigenen Gedanken und Wahrnehmungen zur Bedeutung des Kreuzes visualisiert und dargestellt. Ebenfalls auf großes Interesse stieß die Ausstellung der Künstlerin Claudia Becher in der Evangelischen Gnadenkirche. Sie hatte ihre Gedanken über den Weg zum Kreuz in Acrylmalerei veranschaulicht. Sie führte die Besucher in die Ausstellung ein und erläuterte ihre Sicht der Dinge zum Thema des Abends. Orgelmusik, Bibeltheater und Andachten rundeten das Programm ab.
Innere Einkehr
Bis in den späten Abend hinein konnten sich die Besucher inspirieren lassen, daneben gab es auch genügend Raum und Zeit für die innere Einkehr, zum Gebet und zum Meditieren. Je nach Geschmack, Befindlichkeit und Interesse fand jeder Interessierte das Passende während der 3. Rheinbacher Nacht der Kirchen.
Gedanken und Wahrnehmungen von Schülern des St. Joseph Gymnasiums zum Thema „Der Weg zum Kreuz“ konnte man in der Pfarrkirche St. Martin betrachten.
