Dekanat Maifeld-Untermosel
Kirchenerneuerung: Näher an den Menschen, Förderung von Initiativen
Region. Die erste Phase der Kirchenerneuerung im Dekanat Maifeld-Untermosel ist nun abgeschlossen. Die beiden Bistumsvertreter, Susanne Schneider und Michael Jäger, haben alle Pfarreienräte und Verbandsvertretungen der Pfarreiengemeinschaften des Dekanates Maifeld-Untermosel besucht und über die geplante Kirchenerneuerung informiert. Dabei wurden sie von sogenannten lokalen Beauftragten unterstützt: Holger Mack, Joachim Wagner und Ansgar Feld.
Drei Jahre lang wurde im Bistum Trier in einer Synode über eine Kirchenerneuerung beraten und beschlossen; kurz vor der Umsetzung hatten Klagen in Rom dazu geführt, dass der Prozess gestoppt und nun neu überarbeitet wurde. Gesellschaftliche Krisen und Herausforderungen, Machtmissbrauch und der Rückgang personeller und finanzieller Ressourcen zwingen die Kirche dazu, neue Wege zu gehen, um zukunftsfähig zu werden.
Gleichzeitig muss sie näher bei den Menschen sein, bei ihren Themen, Fragen, Hoffnungen und Ängsten. Ihre Aufgabe ist es, Welt und Gesellschaft so mitzugestalten, dass sie human, gerecht und friedvoll wird. Das alles aus einer Hoffnung auf einen Gott, der zum Leben befreit und Lebensfülle für alle verheißt.
Dazu müssen Strukturen erneuert werden. Die Pfarrei muss zwar kleingliedrig, aber handlungsfähig bleiben und an den Lebensorten und Lebenswirklichkeiten der Menschen orientiert sein. Eine Vernetzung und Kooperation muss zum Errichten von sogenannten „pastoralen Räumen“ führen, ähnlich der Dekanate, in denen kirchliche Projekte oder kirchliche Lebensformen, sogenannte „Orte von Kirche“, besser unterstützt und gefördert werden können. Seien es Kindergärten, Caritaseinrichtungen, Initiativen, Aktionen oder bestimmte Arbeitsbereiche.
Im nächsten Schritt werden anhand eines Gesprächsleitfadens in den Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften Überlegungen stattfinden, welche „Orte von Kirche“ es schon gibt und wie die Bereitschaft zur Zusammenarbeit derzeit aussieht.
Die beiden Bistumsvertreter werden sich dann zusammen mit den lokalen Beauftragten wieder mit den Pfarreienräten und Verbandsvertretungen treffen und die Ergebnisse sammeln und nach Trier melden, damit weitere Schritte gegangen werden können.
Pressemitteilung des
Dekanat Maifeld-Untermosel
